Archiv für den Monat: Februar 2007

Projektskizze

Die Schritte von der Idee zum Projekt können als Projektinitiierung bezeichnet werden. Die Initiierung endet mit dem Projektauftrag, dem offiziellen Startpunkt eines Projekts.

Ich persönlich verwende häufig das Instrument der Projektskizze, um Projektideen systematisch im Team weiter zu entwickeln und zu konkretisieren.

Eine Projektskizze sollte zumindest folgende Informationen enthalten:

  • (vorläufiger) Projektname / Projekttitel
  • Ausgangssituation und Projekthintergrund
  • Projektzielsetzung (Gesamtziel & Teilziele) = Output
  • Projektnutzen und angestrebte Wirkung = Outcome, Impact
  • Projektorganisation / Projektteam
  • Projektstruktur / Ablaufmodell
  • Aufwandsschätzung und Projektbudget
  • Wirtschaftlichkeit (Business Case)

Die Projektskizze ist damit sozusagen das „working document“, um Projektideen mit dem Auftraggeber, dem Kunden, möglichen Teammitgliedern, Experten, Partnern etc. zu konkretisieren. Auf dieser Basis werden in weiterer Folge Projektauftrag, eventuell detailliertere Pläne, Projektverträge etc. erarbeitet.

Projekt Leit(d)faden

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Was muss man tun, um Projekte gründlich in den Sand zu setzen? Hier meine persönlichen Top 10 der Projekt-Misserfolgs-Faktoren:

  1. Wenn unsere Mitarbeiter/innen nicht parallel in mindestens 3-5 Projekten mitarbeiten, sind sie nicht ausgelastet.
  2. Die Kundenanforderungen oder Vorgaben des Auftraggebers werden möglichst unkonkret oder gar nicht dokumentiert.
  3. Die Projektziele werden lediglich kurz besprochen, dann geht’s an die Umsetzung. Wir haben schließlich keine Zeit zu verlieren.
  4. Ein formaler Projektauftrag oder eine Projektplanung sind nicht nötig. Für sowas haben wir keine Zeit.
  5. Der/die Projektleiter/in hat eigentlich nichts zu melden. Wir haben ja die verschiedenen Abteilungsleiter, die ständig (voneinander divergierende) Anweisungen an die Teammitglieder erteilen.
  6. Es ist völlig unklar, wer welche Rolle im Projekt hat (Auftraggeber, Projektleitung, Teammitglieder…) und wer wofür verantwortlich ist. Hauptsache, alle Beteiligten sind (oder wirken) beschäftigt.
  7. Konflikte? Sowas gibt’s bei uns nicht.
  8. Obwohl sich alle schlecht informiert fühlen, tut niemand etwas dafür (bzw. dagegen). Informationen werden gehortet, denn Information bedeutet Macht.
  9. Die wenigen Projektsitzungen, die wir veranstalten, dauern immer viel länger als geplant. Aber dafür kommt kaum was raus.
  10. Alles dreht sich um das Fachproblem oder die Sachebene. Weiche Erfolgsfaktoren? So ein Quatsch!

Mit dem Internet abheben

Foto: Ben Bloker

Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich mir die Finanzkennzahlen großer Internet Konzerne anschaue. Nehmen wir mal Google. Die Zahlen für das 4. Quartal 2006 waren wie folgt (Quelle: reuters.com):

  • Nettogewinn: 1,03 Milliarden Dollar (372 Millionen Dollar im Jahr zuvor)
  • Umsatz: 3,21 Milliarden Dollar
  • aktuelle Börsenkapitalisierung: 144,08 Milliarden Dollar (Quelle: finance.yahoo.com am 24.2.2007)

Das sind doch sehr stattliche Werte, oder? Klar, Google ist der absolute Branchen-Primus und kaum vergleichbar mit 99,99 % aller anderen Unternehmen und Menschen, die im Internet Geld verdienen. Trotzdem oder gerade deswegen wird anhand des Google Beispiels aus meiner Sicht deutlich, welches Potenzial das Internet für die Zukunft noch bereit hält.

Ich bin davon überzeugt, dass wir noch ganz am Anfang stehen, was die kommerzielle Nutzung des Internets angeht. Noch sehr viele Gründer werden durch das Internet zum/zur Millionär/in werden.

Erfolgsrezepte und Tipps gibt es unzählige, wie man das Internet erfolgreich nützen kann. Hier eine kurze Auswahl einiger Seiten und Blogs, die ich regelmäßig und gerne lese:

  • Basic Thinking Blog: Einer der meistgelesenen deutschsprachigen Blogs überhaupt. Robert Basic publiziert hier laufend interessante Trends, Tipps und Links. Tipp: Web-Startups: woher weiß man, dass man richtig liegt?
  • Blog von Guy Kawasaki: Ein Venture Capitalist, der bereits erfolgreich in diverse Internet Unternehmen investiert hat. Besonders lesenswert: The Top Ten Stupid Ways to Hinder Market Adoption
  • founder.de: Dr. Oliver Pott ist selbst erfolgreicher Internet-Unternehmer und deshalb sehr glaubwürdig. Wenn man sich für den Newsletter registriert, gibt’s den sehr lesenswerten Report „Die 6 Erfolgsfaktoren, mit denen Sie im Internet Geld verdienen.“
  • Anja Förster & Peter Kreuz – Die Business Querdenker: Meine absoluten Favoriten, was Anregungen und Tipps zum Thema Innovation und Querdenken angeht. Top Newsletter, Top Bücher, Top Downloads, Top Vorträge und Seminare.

Just do it!

Ihr Stefan Hagen

PS: Nächste Woche werde ich mich mit Jan Vinzenz Krause zu diesem Thema unterhalten. Er ist ein sehr erfolgreicher Internet-Unternehmer, Buchautor und Querdenker. Seine Erfolgsrezepte und Erfahrungen werde ich natürlich auf diesem Blog wieder posten.

Den inneren Schweinehund überlisten

isch_logo_rgb_klein.jpgBildquelle: www.isch.at

Kämpfen Sie auch von Zeit zu Zeit mit Ihrem „inneren Schweinehund“? Sie schieben lästige Aufgaben vor sich her? Können Sie Ihre Vorsätze einfach nicht umsetzen? Oder finden Sie einfach keine Energie, neue aber sehr wichtige Projekte anzugehen?

Seit einigen Wochen habe ich einige Podcasts des Media-Portals Das Abenteuer Leben abonniert. Alles, was ich bisher gehört habe, hatte einen hohen „Inspirationsfaktor“ für mich. Insbesondere der Podcast von Nicola Fritze hat es mir angetan: „Das Abenteuer Motivation„.

Dort spricht sie über verschiedene Techniken und Ansätze, wie man sich selbst und andere motivieren kann bzw. Demotivation, Trägheit und Ineffizienz vermeiden kann. Überaus hörenswert und inspirierend.

Beispielsweise zählt sie in der Folge 12 zum Thema „Der gute Schweinehund“ 3 Masken auf, hinter denen sich der innere Schweinehund typischerweise verbirgt:

  • Ich habe einfach keine Zeit dafür.
  • Ich bin zu faul.
  • Ich habe wichtigere Dinge zu tun.

Die Punkte 1 und 3 sind auf den ersten Blick deckungsgleich. Wenn Sie sich aber anhören, was Nicola Fritze dazu zu sagen hat, wird’s schon klarer.

Mein Tipp: Abonnieren Sie den Podcast per iTunes. Im Suchfeld des Podcast-Verzeichnisses einfach „Motivation Fritze“ eingeben, und Sie kommen direkt zum Motivationspodcast. Und wie gesagt, auch die anderen Abenteuer-Leben-Podcasts sind sehr hörenswert.

Ihr Stefan Hagen

1 percent inspiration…

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Kundenwünsche und -bedürfnisse ändern sich in vielen Branchen rasend schnell. Waren Kunden gestern noch mit einem „einfachen“ MP3-Player zufrieden, so möchten sie morgen wahrscheinlich schon ein integrieres Gerät mit Handy-, GPS- und Videofunktion. Unternehmen müssen auf diese Marktveränderungen schnell reagieren – sonst sind sie früher oder später „weg vom Fenster“. Die Anforderungen an das Innovationsmanagement sind enorm.

Ich möchte meine vorherige Aussage etwas konkretisieren: Die Anforderungen an die Menschen, die für Innovation im Unternehmen verantwortlich sind, sind enorm. Denn Innovationen werden von Menschen erdacht und umgesetzt, und nicht von Computern, Verfahrensanweisungen oder Marketingberichten.

Waren Sie schon einmal Projektleiter/in eines Produktentwicklungs-, Forschungs- oder Innovationsprojekts? Wenn ja, nach welchen Kriterien haben Sie Ihr Team zusammen gestellt? In diesem Artikel zum Thema Innovationskraft auf 4Managers.de stehen einige sehr interessante Anregungen, wie man die richtigen Mitarbeiter/innen für Innovationsvorhaben auswählt. Neben einer groben Matrix zur transparenten Darstellung verschiedener Orientierungen von Menschen ist in dem Artikel auch ein bekanntes Edison-Zitat zu finden:

„Genius is one per cent inspiration, ninety-nine per cent transpiration“ (Thomas A. Edison)

Frei übersetzt: Ein Genie setzt sich aus 1 % Inspiration und 99 % Schweiß zusammen.

In diesem Sinne: Simplify your Projects!

Ihr Stefan Hagen