Managementkonzepte: Schlüssel zum Erfolg oder Grund allen Übels

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Top-Manager sind heutzutage nicht zu beneiden. Aus dem kaum überblickbaren Dschungel an Managementkonzepten und -theorien müssen sie die vermeintlich richtigen für ihr Unternehmen heraus filtern. Sonst kommt es zu solchen (oder ähnlichen) Gesprächen:

Klar sind wir ISO-zertifiziert. Geschäftsprozessmanagement? Selbstverständlich, praktizieren wir, auf SAP-Basis. In der strategischen Unternehmensplanung setzen wir primär auf Porters Ansätze. BSC und Lean Management haben wir schon vor Jahren eingeführt, und auch die HR-Funktion ist von strategischer Bedeutung. Derzeit optimieren wir gerade das unternehmensweite Projektmanagement. Danach sind SOX, ITIL und Six Sigma geplant. Übrigens, kennen Sie schon…“.

In manchen Unternehmen ist dieser „Management-Overkill“ Realität – meist mit mehr negativen als positiven Auswirkungen. Eine zu hohe Regelungs- und Organisationsdichte wirkt sich in der Regel demotivierend auf Mitarbeiter/innen und Manager aus. Gleichzeitig stecken in manchen erprobten Konzepten auch riesige Chancen für Unternehmen. Die große Herausforderung besteht eben darin, einen gesunden Mittelweg zu finden und die richtigen Prioritäten zu setzen.

Dieter Heuskel, Senior Vice President der Boston Consulting Group, umschreibt diesen Sachverhalt überaus treffend:„[…] jeder Manager muss lernen, sich aus dem Angebot aus alten und aktuellen Antworten die für sein Unternehmen und seine Situation passende abzuleiten. Was zählt, ist nicht so sehr der elegante Gedanke, sondern die Wirksamkeit im Ergebnis. Denken und Handeln gehören untrennbar zusammen. Denn aus der Geschichte der Managementkonzepte lässt sich vor allem eines lernen: Sie sind immer nur so gut wie ihre individuelle Umsetzung.“

Recht hat er!

Lassen Sie mich kurz zusammen fassen:

  • Versuchen Sie, den richtigen Mix aus alten und neuen Konzepten, Theorie und Hausverstand sowie standardisierten und selbst gestrickten Lösungen zu finden.
  • Haben Sie den Mut, eingetretene Pfade zu verlassen.
  • Machen Sie nicht jeden Trend mit – aber informieren Sie sich aber laufend über neue Ansätze, Modelle, Ideen etc.
  • Setzen Sie auf 80/20 Lösungen. Perfektionismus ist ohnehin eine Illusion.
  • Suchen Sie nach einfachen Lösungen. Keep it simple.
  • Messen Sie den Erfolg an der Wirkung. Alles was wirkt, ist auch gut.

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