Posted by: SH | August 1, 2007

Logical Framework Approach

logframematrix.jpg

Der Logical Framework Approach (LFA) ist ein PM-Vorgehensmodell, das in den späten 60-er Jahren von der “US Agency of International Development” entwickelt wurde. Seit vielen Jahren wird die LFA-Methodik auch für die Entwicklungsprojekte und -programme der Europäischen Union angewandt.

Die LFA Methodik zeichnet sich duch einen besonders hohen Grad an Systematik aus. Das zentrale Werkzeug ist die sogenannte Logical Framework Matrix (auch Logframe Matrix, siehe Bild oben). In ihrer Grundversion besteht die Logframe Matrix aus 4 Zeilen (vertikale Logik) und 4 Spalten (horizontale Logik). Zuerst zur vertikalen Logik, den Zeilen. Diese sind:

  • Goal (= Oberziel, Impact)
  • Purpose (= Projektgesamtziel, Outcome)
  • Outputs (= messbare Resultate)
  • Activities (= Aktivitäten, Maßnahmen)

Die vertikale Logik enthält die Ziele-Hierarchie (= project description or intervention logic). In der Regel werden Projekte nach diesem oder einem ähnlichen Schema top-down geplant. Warum machen wir das Projekt überhaupt (Impact)? Welchen messbaren Nutzen soll das Projekt leisten (Outcome)? Welche konkreten, messbaren Ergebnisse sollen sich aus dem Projekt ergeben (Output)? Wie erreichen wir diese Zielsetzungen (Aufgaben-/Maßnahmenplanung)? Die Umsetzung erfolgt dann nach dem bottom-up Prinzip. Die vertikale Logik beantwortet also im Wesentlichen die Fragen nach dem Warum, dem Was und dem Wie?

Die horizontale Logik - sprich die Spalten - besteht im Wesentlichen aus Indikatoren zur Messung der einzelnen Ziele-Dimensionen sowie aus den wesentlichen externen Faktoren (= assumptions), die den Projekterfolg beeinflussen können. Die 4 Spalten sind:

  • Project Description (= Ziel-Hierarchie, siehe oben)
  • Indicators (= Indikatoren, Kennzahlen)
  • Means of Verification (= Nachweismöglichkeit, Erfassungsmöglichkeit)
  • Assumptions (= Annahmen, Voraussetzungen)

Wenn die Logframe Matrix vollständig ausgefüllt wird, dann enthält sie folgende Informationen:

logframe_full.jpg

Die Logframe Matrix ist sicherlich nur was für fortgeschrittene Projektmanager/innen und -teams. Sie können sich aber recht einfach und pragmatisch an das Instrument “heran tasten”:

  1. Beantwortung der Fragen Warum, Was und Wie? –> Impact, Outcome, Output, Activities
  2. Wie kann man die einzelnen Zieldimensionen messen? –> Indicators
  3. Woher bekommen sie die Daten / Kennzahlen? –> Source of verification
  4. Wodurch kann der Projekterfolg beeinflusst werden (= Projektkontext, Stakeholders)? –> Assumptions

Einige Links mit weiterführenden Informationen:

  • Logical Framework Approach (Projektmagazin-Glossar)
  • Logframe Matrix (Projektmagazin-Glossar)
  • Project Cycle Management (PCM) Guidelines der EU (PDF 3,3 MB) - mit hervorragenden Detailinforationen für wirklich interessierte Projektmanager/innen
  • Top-Down (Projektmagazin-Glossar)
  • Bottom-Up (Projektmagazin-Glossar)

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Antworten

Sollte zufällig jemand auf LFA Beispiele und Unterlagen in deutsch oder Französisch stoßen - her damit. Ich suche schon eine ganze Weile danach…

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