Mitarbeitermotivation 2.0 – Kultur des Vertrauens
Geschrieben von S. Hagen am 13. Dezember, 2007

Projekte managen heißt auch, Projektteams zu führen. Mitarbeitermotivation wiederum ist eine zentrale Führungsaufgabe. Aber: Wie motiviert man Menschen nachhaltig? Welchen Stellenwert hat Motivation in Projekten? Sind Menschen überhaupt (extrinsisch) motivierbar?
Ich halte es da grundsätzlich mit Reinhard K. Sprenger: “Die oberste Führungsaufgabe besteht darin, Demotivation zu vermeiden.” Dieses Prinzip gilt natürlich auch für Projekte.
Beim Faktor G Blog (Glückliche Mitarbeiter. Glückliche Kunden. Glückliche Unternehmen.) habe ich einen Beitrag von Wolff Horbach zum Thema “Wie kann man Mitarbeiter glücklich machen” gefunden. Größtenteils teile ich die Ansichten von Hr. Horbach, bei einzelnen Punkten habe ich mir erlaubt, meine persönliche Meinung dazu zu schreiben (mittels –> markiert).
- jeden Mitarbeiter umfassend wertschätzen, statt nur ab-und-zu-loben –> (ehrliche) Wertschätzung ist enorm wichtig, doch permanentes Loben wirkt schnell aufgesetzt und un-authentisch
- einen offenen und ehrlichen Dialogs führen, statt nur Informationen-bei-Bedarf
- ein Klimas des Vertrauens schaffen, statt Vorschriften, Abmahnungen, Gerüchte
- eine echte Beteiligung gewähren, statt einer Pseudobeteiligung –> konstruktive Kollegen beteiligen, klare Vorgaben für ewige (destrkutive) Nörgler
- die physiologischen Bedürfnisse (Arbeitszeit, Pausen, Bewegung, …) umfänglich berücksichten, um die Gesundheit eines jeden zu fördern und zu erhalten. Abschied von krankmachendem Stress und einem ungesunden Büroleben.
- die Mitarbeiter-Talente nutzen, um Anforderung und Können in Einklang zu bringen (Flow). Abschied von Arbeitsplatzbeschreibungen, die nur versuchen, eine Stelle zu besetzen. –> Prinzip der Selbststeuerung ist die höchste Form der Organisation, doch viele Menschen möchten und brauchen klare Rahmenbedingungen und Vorgaben
- eine Kultur schaffen, die Fehler zulässt und aus ihnen lernt, statt einer Angst-Kultur, die nur Duckmäuser erzeugt.
Beim Thema Motivation scheiden sich naturgemäß die Geister. Umso mehr würde ich mich über Ergänzungen, Kritikpunkte und Meinungen freuen.









13. Dezember 2007: