IOOI Methode: Nie wieder unklare Projektziele!
Geschrieben von S. Hagen am 14. Februar, 2008
Die Zieleplanung ist ein absolut zentraler Erfolgsfaktor in Projekten – da sind sich die Experten aber auch die Praktiker ziemlich einig. Ohne klare Ziele ist ein erfolgreiches Projekt unmöglich. Denn ohne klare Ziele weiß man ja gar nicht, wann ein Projekt überhaupt als erfolgreich bezeichnet werden kann (denn “Erfolg” ist dann nicht definiert).
Gleichzeitig ist es aber auch kein Geheimnis, dass genau in diesem Punkt in der Praxis immer wieder sehr schlampig gearbeitet wird. Unklare Anforderungen, unklare Ziele, unklare Rahmenbedingungen und dazu nur rudimentär dokumentiert.
Wie aber sieht eine professionelle Zieleplanung aus? IOOI ist eine mögliche Antwort auf diese Frage. IOOI steht für Input – Output – Outcome – Impact. Diese Methode wird häufig auch im Bereich der geförderten Projekte (z.B. auf EU-Ebene) angewandt. Allerdings hatte die Methode bislang noch keinen Namen, drum haben wir ihr den Namen “IOOI” gegeben
Was heißt IOOI konkret?
1) Input-Faktoren
Welche Ressourcen (finanziell, personell, sachlich) stehen für das Projekt zur Verfügung?
2) Output-Faktoren
Welche messbaren Ergebnisse sollen nach Beendigung des Projekts vorliegen? Beispiele: Produkt XY, Marktanalyse XY, Bauwerk XY, Software XY etc. Die Output-Faktoren können beispielsweise in technischen Spezifikationen, Pflichtenheften, Bauplänen etc. erfasst werden. Wichtig: Die Outputs alleine geben noch KEINEN hinweis darauf, ob dadurch auch wirklich ein Nutzen für die Anspruchsgruppen des Projekts generiert wird!
3) Outcome-Faktoren
Hier wird der unmittelbare Nutzen definiert, der für die verschiedenen Ziel- und Anspruchsgruppen des Projekts durch das Projektergebnis (= Output) entsteht. Beispiele: kürzere Durchlaufzeiten, effizientere Auftragsbearbeitung, Steigerung der Marktanteile, Umsatzsteigerung, Kostensenkung etc. etc.
4) Impact-Faktoren
Hier wird beschrieben, zu welchen mittel- bis langfristigen Zielen (im taktischen oder strategischen Bereich) das Projekt (mit seinen Outputs und Outcomes) beiträgt. Beispiele: Marktführerschaft, Innovationsführerschaft, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit etc.
Wichtig: Sämtliche Ebenen sollten durch klare Messgrößen, Kennzahlen etc. im Detail beschrieben werden. Neben diesen quantitativen Messgrößen kann es im Einzelfall aber natürlich auch qualitative Messgrößen wie beispielsweise Akzeptanz in der Belegschaft geben. Aber auch diese “weichen Ziele” kann ich messen, beispielsweise durch Gespräche, Workshops etc.
Ich werde in den nächsten Wochen noch den einen oder anderen Beitrag zu diesem Thema verfassen. Denn ich gehe davon aus, dass dieses Thema ein “hot topic” für viele Projektmanager/innen und Führungskräfte ist.








