Basecamp: Projektmanagement 2.0

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Die Leute von 37signals zählt zu den echten Pionieren im Bereich Web 2.0. Hier geht’s zum entsprechenden Wikipedia-Beitrag.

Nicht umsonst schrieb das Time Magazine:

time_37signals.jpg

Ja, das sind sie wirklich. Sie sind die Meister der Reduktion, der Einfachheit, des „Ausdemrahmendenkens“ und der Konzentration auf das Wesentliche. Das zeigt schon ihr Produktportfolio, das“nur“ aus 4 ganz einfachen Tools besteht:

products_37signals.jpg

Mit Basecamp haben sie wohl teilweise eine neue Ära der PM Software eingeleutet. Denn das Tool ist wirklich EXTREM anders, als wahrscheinlich alle anderen PM Softwareprodukte, die die meisten Projektmanager/innen zuvor gesehen und benützt haben. Basecamp reduziert Projektmanagement auf Kommunikation, Meilensteine, To-Do-Lists mit dazugehörigen Aufgaben und noch einige wenige Funktionen. That’s it. Die wahre Essenz im Projektmanagement. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Zugegebenermaßen eignet sich Basecamp sicher nicht für jedes Projekt. Insbesondere für größere, komplexe Projektvorhaben haben „klassische“ Balkenplanungs-Tools natürlich noch ihre Berechtigung. Ich behaupte aber, dass über 80 % der Projekte da draußen mit Basecamp sehr gut zu managen sind.

Ach ja: Wenn Sie in Basecamp eine Balkenplan-Ansicht suchen, dann werden Sie lange suchen. Keine Vorgangsverknüpfung, kein kritischer Weg, keine Bearbeitungsdauern. Ich bin mir deshalb recht sicher, dass sich viele erfahrene, gestandene Projektmanager/innen mit Basecamp nur schwer nicht anfreunden können. Denn Basecamp verlangt seinen Nutzern ein völlig neues PM-Verständnis ab. Nämlich eines, das sich auf das wirklich Wesentliche konzentriert, in dynamischen Iterationen arbeitet und Kommunikation als erste Priorität im Projektmanagement ansieht.

Die Philosophie von Basecamp passt exakt auch zur Philosophie dieses Blogs: Simplify your Projects! Warum habe ich Sie dann nicht schon früher mal auf Basecamp aufmerksam gemacht? Schlicht und einfach, weil das Tool für mich schon so selbstverständlich ist, dass mir gar nicht in den Sinn gekommen wäre, dass Sie es da draußen noch NICHT kennen könnten. Nun habe ich aber kürzlich aus Zufall erfahren, dass Basecamp wohl hauptsächlich in den USA und in „Insider-Kreisen“ bekannt ist. Dies gilt es zu ändern.

Mittlerweile gibt’s diverse Nachahmer und Weiterentwicklungen bestehender Tools, die sich an Basecamp orientiert haben – technologisch und methodisch. Spontan würde ich in diese Kategorie einordnen:

activeCollab
Mingle
Zoho Projects
CentralDesktop
5pm
GoPlan

Und HIER finden Sie noch viele, viele weitere Web Tools – größtenteils auf Web2.0 Technologie.

Zurück zum Thema: Basecamp ist wirklich cool, wenn man sich drauf einlässt und sich von alten (PM-)Denkmustern löst.

6 Gedanken zu „Basecamp: Projektmanagement 2.0

  1. Stefan

    Hallo,

    ebenfalls auf Ruby-on-Rails basierend arbeitet REDMINE (www.redmine.org). Das Tool steht unter GPL und für Softwareprojekte sehr empfehlenswert.

    Stefan

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  2. Pietro Polsinelli

    Keep projects simple, but NOT the software

    Just imagine the dictatorial project manager, lone with his ugly and hugely complex MS project file, that is imposing work to all his slaves; he has a huge salary, and his employees/slaves are kept in the most economical working conditions, with strictly the most limited information access compatible with their doing their assigned job. The Gantt chart gets printed, with hundreds of tiny unreadable lanes, all sort of dependencies, attached somewhere on the wall, and totally ignored.

    It is a diffused knowledge in software development, and by now not only there, that this kind of a-priori top-down centralized management most of the times leads to great failures.
    There have been all kinds of reaction to this situation: agile methodologies, good working conditions, unlimited access to information, distributed planning and work logging application, dynamic

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  3. Eugen

    „…Denn Basecamp verlangt seinen Nutzern ein völlig neues PM-Verständnis ab…“ Oder ein völlig altes PM-Verständnis… aus dem Steinzeitalter 🙂 *lol* Einen gemeinsamen Aufenthalt in einem Sommer-Camp zu planen sicherlich ausreichend – „Nomen est Omen“ *lol*. Für seriöse IT-Projekte beliebiger Größe nicht geeignet!
    Klar konzentriert sich das Ding auf das Wesentliche, aber der Teufel steckt im Detail… Mein Fazit: ein schönes Spielzeug für Kinder, die mal Projektmanager werden wollen – meine Empfehlung an alle Eltern und Lehrer!

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  4. SH

    @Eugen: Ich bin überhaupt nicht Deiner Meinung.

    Was sind denn schon „seriöse“ IT Projekte? Zhhhh… Entscheidend ist, dass die Projekte den gewünschten Output und Outcome bringen.

    Schlussendlich ist da eine PM Software immer noch ein Tool. Ja, und ich bin davon überzeugt, dass Basecamp ein gutes Tool ist. Ein Tool wird aber nie die Führungs- und Managementaufgabe ersetzen. Dort liegt der Hund begraben, wie ich meine.

    Abschließend noch eine Bemerkung zum Stil Deines Kommentars: Neben der leichten Arroganz, die ich aus Deinen Worten heraus hören kann, wundert es mich doch, dass Du Dich offensichtlich nicht mal traust, hier Deinen richtigen Namen bzw. Deine e-Mail-Adresse anzugeben. Sehr seltsam…

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  5. Pingback: Projektverwaltungstool?

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