Archiv für den Monat: Mai 2008

Der WOW-Faktor beim Präsentieren

In vielen Unternehmen gehören sie zum Normalsten der Welt: STINKLANGWEILIGE PRÄSENTATIONEN. Vor Informationen „triefende“ Folien, deren Inhalte vom Vortragenden fast 1:1 herunter gelesen werden, dunkle, miefige Räume – einfach nur anstrengend. Schon nach 5-10 Minuten tun Sie sich schwer, die Augen offen zu halten (geschweige den, irgendwelche Inhalte sinnerfassend aufzunehmen).

DAMIT MUSS ENDLICH SCHLUSS SEIN. Denn derartige, völlig nutzlose Präsentationen, Besprechungen und Vorträge kosten unsere Wirtschaft und damit auch indirekt jeden einzelnen von uns Milliarden!

Es steht für mich absolut außer Frage, dass jedes, absolut jedes Thema spannend und zielgruppengerecht präsentiert werden kann. Gerade, wenn Sie PowerPoint oder auch andere Visualisierungsmethoden geschickt und „modern“ einsetzen, bietet dies enorme Potenziale (um Herz und Verstand der Zuhörer anzusprechen).

Bei Timo Offs Geistesblitz.de bin ich auf einen Beitrag gestoßen, bei dem eine Original-Präsentation von Hillary Clinton „sexy“ und gehirngerecht gemacht wurde. Sehen Sie selbst:


Weiters verweist Timo dann noch auf den Blog des Coachs und Trainers Dr. Michael Gerharz (Bild): Überzeugend Präsentieren. Und das, was der dort zeigt, ist moderne, coole Präsentationstechnik in Reinkultur. Wobei Präsentationstechnik eigentlich der falsche Begriff ist. Es müsste eigentlich Präsentationserlebnis heißen 🙂

Dort ist fast jeder Blog-Post ein Highlight. Deshalb fällt es mir schwer, Ihnen einzelne Posts zu empfehlen. Sie sollten sie einfach alle lesen.

Hier nochmal die PowerPoint-Kills-Präsentation von Alexei Kapterev als letzter Impuls, gleich bei der nächsten Präsentation neue Wege zu gehen:


Nachtrag: Einen hab‘ ich noch… Das sollten Sie sich unbedingt anschauen – die Identity 2.0 Präsentation von Dick Hardt: Einfach nur genial.

Nachtrag: Offensichtlich ist der gute Dick derzeit etwas „in trouble“ (Quelle: TechCrunch). Aber ich bin mir sicher, dass man mit soviel Talent, Selbstvertrauen und POWER langfristig nur erfolgreich sein kann. Good luck, Dick 🙂

SCRUM – Mit agilem Projektmanagement zum Erfolg

SCRUM ist eine agile Projektmanagement Methodik, die vor allem für IT- und Innovationsprojekte angewendet wird. In diesem gut 5-minütigen Film erfahren Sie alle wissenswerten Grundlagen zu SCRUM.

Ergänzende Informationen:

SCRUM Development Process von Ken Schwaber

SCRUM Artikel im englischsprachigen Wikipedia

Und hier noch ein etwas ausführlicheres Video (gut 60 Min) von Ken Schwaber:

(Video 1 via innovationsprojekt.com)

Zeitmangel im Projektgeschäft

Der persönliche Druck, der insbesondere aus zu viel Aufgaben in zu kurzer Zeit resultiert, wird tendenziell immer größer. Stressbedingte Beschwerden und sogar Krankheiten sind die häufige Folge. Aber ich behaupte: Wir sind selbst Herr unserer Zeit – oder sollten es zumindest so oft wie möglich sein.

Aber gerade auch im Projektgeschäft wächst der Zeitdruck, der uns ein flaues Gefühl im Magen beschert. Hier einige Beispiele, wie sich Zeitdruck im Projektgeschäft (und auch anderswo) bemerkbar machen kann.

  • Der Projektleiter und auch die Teammitglieder sind durch den Zeitdruck und die vielen dringlichen Aufgaben gestresst. Dieser Druck entlädt sich häufig in Situationen, in denen sich eine vermeintliche Kleinigkeit zum handfesten Konflikt entwickelt.
  • Es fehlt die Zeit, Besprechungen vor- und nachzubereiten. Dadurch verlaufen Meetings häufig ineffizient und die Ergebnisse werden nicht gesichert.
  • Terminziele müssen – zum Leidwesen und Ärger des Kunden oder Auftraggebers – immer wieder nach hinten verschoben werden, da die Beteiligten einfach zu wenig Zeit haben, intensiv und konzentriert am Projekt zu arbeiten.
  • Wichtige Aufgaben werden vergessen, Informationen nicht weiter gegeben. Dadurch passieren Fehler, die häufig viel Geld und Energie kosten. Nachher geht es darum, die Fehler bestmöglich zu kaschieren oder einen Schuldigen zu suchen.
  • Die Liste der offenen Aufgaben wird immer länger. Wenn Sie abends nach Hause fahren, haben Sie ein flaues Gefühl im Magen, da Ihnen immer wieder neue Dinge einfallen, die erledigt werden müssen.

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Kommen Ihnen diese Punkte bekannt vor? Wenn nicht, dann sind Sie entweder extrem gut oder nicht ausgelastet 🙂

Spaß bei Seite. Wir sollten uns die Frage stellen, welche Auswege es aus dieser Negativspirale gibt? Ich bin in den letzten Jahren zu folgenden (persönlichen) Erkenntnissen gelangt:

1) Sagen Sie auch mal NEIN. Denn wenn man alle Projekte, Aufgaben oder Anfragen an sich ran lässt, ist das Zeit-Dilemma vorprogrammiert.
2) Bringen Sie die offenen Aufgaben zu Papier. Denn dadurch reduziert sich die innere Unruhe, da Sie wissen, dass Sie nichts vergessen können. Zu diesem Punkt gehört, dass Sie eine geeignete Methode zum Selbstmanagement für sich entwickeln.
3) Versuchen Sie, möglichst realistische Aufwands- und daraus resultierenden Zeitschätzungen zu machen. Aber Vorsicht: In der Regel planen wir viel zu optimistisch.
4) Halten Sie sich nicht zu lange mit vermeintlich unwichtigen Dingen auf. Konzentrieren Sie sich auf wichtige und dringende Aufgaben.
5) Vermeiden Sie unproduktive Meetings. Planen Sie Meetings ausreichend und dokumentieren Sie die Ergebnisse klar und für alle verbindlich. Mit diesem Aspekt hängt auch zusammen, dass Sie Besprechungen nur dann einberufen sollten, wenn sie auch wirklich Sinn machen.
6) Last but not least: Nehmen Sie sich auch mal eine Auszeit. Nehmen Sie sich bewusst die Zeit, um den Kopf zu leeren, abzuschalten und wieder mal runter zu fahren.

Ich gebe zu: Auch ich kämpfe Tag für Tag mit mir selbst, die oben genannten Punkte einzuhalten. Und es gelingt mir mal besser, mal weniger gut. Trotzdem sollten wir nicht aufhören, daran zu arbeiten, Herr unserer Zeit zu sein, dadurch gelassener und schlussendlich auch produktiver zu werden.

ZCOPE ist online

Seit letzter Woche ist die Webseite der neuen ZCOPE Projektmanagement Lösung online. Die Zugänge für die Beta-Tester werden heute oder spätestens morgen raus geschickt – sorry für die Verzögerung. Und vielen Dank nochmal für das große Interesse.

ZCOPE ist mit dem Anspruch angetreten, eines der einfachsten und innovativsten Tools am PM Softwaremarkt zu sein. Ob dies gelungen ist, sollte jede/r für sich selbst beurteilen. Ich denke, dass sich ZCOPE und vor allem auch die agile Projektmanagementphilosophie dahinter sicher nicht für jeden Anwendungsfall eignet – aber doch für die überwiegende Mehrheit der Projekte.

Übrigens: Ich werde im ZCOPE Blog als Gastautor auftreten. Ca. alle 14 Tage werde ich hier einen Gedanken, eine Methode, eine These oder Ähnliches näher ausführen.

Innovationsmanagement in der Steinzeit

Früher verliefen Meetings von Innovationsprojekten auch nicht viel anders als heutzutage. Sehen Sie selbst (das Video dauert übrigens nur 2 Min – eine gute Investition):

Und die Moral von der Geschichte: Wahre Innovationen benötigen Mut, Kreativität, Offenheit und Entschlossenheit.

Am Ende des Videos finden Sie einen Link zu idee-ade.de. Hier können Sie Ihre verworfenen Ideen zu Grabe tragen…

Project Management Overview

Kürzlich bin ich im Rahmen einer Recherche auf NationMaster.com gestoßen, eine sehr umfangreiche und fundierte Wissensdatenbank, die insbesondere detaillierte Daten zu Ländern und Regionen bietet. Zusätzlich wird aber auch eine „Encyclopedia“ angeboten, auf der ein sehr guter Artikel zum Thema „Project Management“ zu finden ist. Der Artikel ist natürlich in englischer Sprache geschrieben, da auch NationMaster.com englischsprachig ist.

Besondere „Highlights“ des Artikels sind:

– History of Project Management
– The traditional triple constraint
– Project Management activities
– Project Management artifacts
– Approaches
– Project Development Stages

Ein wirklich sehr guter Überblick für Einsteiger und auch Fortgeschrittene im Projektmanagement!

Wenn Sie einzelne PM Begriffe in englischer Sprache nachschauen möchten: Hier geht’s zum PM Glossar D – E.

Auf die Projektkultur kommt es an!

Gestern habe ich für einen Kunden einen Impulsvortrag zum Thema „Prinzipien für erfolgreiches Projektmanagement“ gehalten. Es ging darum, den Führungskräften wie auch den Mitarbeitern zu vermitteln, welche Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Projektmanagement geschaffen werden müssen, welche gemeinsamen Spielregeln einzuhalten sind und vor allem, was erfolgreiche von weniger erfolgreichen Unternehmen unterscheidet – zumindest in Bezug auf das Projektmanagement.

Der Vortrag hat mir riesigen Spaß gemacht. Und ich glaube, der „Funke“ ist auch recht gut über gesprungen. Wenn auch Sie den Funken in Ihrem Unternehmen rüber springen lassen möchten, dann können Sie sich gerne in den Präsentationsfolien von gestern einige Anregungen holen.


Für mich ist’s glasklar: Es geht immer mehr und ganz wesentlich um Emotionen, gemeinsame Werte und Visionen, um das Projektmanagement in einem Unternehmen „zum Fliegen zu bringen“. Die rein kognitiven Ansätze mit bürokratischen Standards, Richtlinien, Handbüchern etc. sind schon lange zum Scheitern verurteilt.

Klären Sie die „Sinnfrage“, machen Sie Ihre Mitarbeiter und Führungskräfte für den Veränderungserfolg mitverantwortlich, schaffen Sie gemeinsame Visionen und „bestrafen“ Sie Handeln, das gegen die gemeinsamen Spielregeln geht. Das ist die Grundlage für nachhaltigen Projekterfolg.

PS: Ich habe mir für die obige Präsentation eine eigene „Story“ zurecht gelegt. Sie sollten sich für Ihren eigenen, emotionalen Power-Impulsvortrag eine eigene Story ausdenken. Nur dann wird ein solcher Vortrag richtig authentisch und überzeugend.