Archiv für den Monat: August 2008

Hagen hilft!

Mein Namensvetter Stefan Hagen (41, Berater und Coach, Bild) hilft ja seit einigen Wochen im Rahmen seiner Sendung „Hagen hilft!“ auf Kabel 1 diversen Kleinunternehmer/innen. Natürlich wurde ich von diversen Kunden und Freunden schon darauf angesprochen, die das alle sehr witzig fanden.

Hier ein Auszug, was Stefan Hagen im Rahmen seiner Coachings so für Ratschläge erteilt bzw. was über ihn geschrieben wird:

  • Leidenschaft ist nicht genug.
  • Unternehmer-Berater Stefan Hagen (41) ist der Mann für die harten Fälle.
  • Olympiawurst beflügelt Metzgerei – in „Hagen hilft!“
  • Immer schön große Brötchen backen
  • Ohne den dicken roten Edding geht gar nichts.
  • Denn Hagen ist zugleich Finanz- und Imageberater, Motivationstrainer und Seelenklempner.
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Stefan Hagen for President! 🙂

Reifegradmodelle (Maturity Models)

(Bilderquelle)

Projekte sind für den Gesamtunternehmenserfolg immer wichtiger. Seien es Kundenprojekte, Innovations- und Produktentwicklungsprojekte, Investitionsprojekte oder auch strategische IT-Projekte oder Organisationsmaßnahmen: Je besser Unternehmen das Projektgeschäft beherrschen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit auf nachhaltigen Erfolg.

Wenn sie sich schon einmal gefragt haben, wie Sie das Projektmanagement in Ihrem Unternehmen nachhaltig professionalisieren können, sind Sie wahrscheinlich auch über die so genannten Reifegradmodelle (engl. Project Management Maturity Models – PMMM) gestoßen. Diese Modelle stellen einen „roten Faden“ für die systematische PM-Professionalisierung dar.

Was aber genau ist so ein Reifegradmodell? Kerzner beispielsweise versteht unter PM-Reife die Entwicklung von Systemen und wiederholbaren Verfahren und Vorgehensweisen, deren Anwendung eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweist, dass jedes Projekt in einer Organisation erfolgreich durchgeführt wird. Darum geht es im Kern: erfolgreiche Projekte, die Erträge oder sonstige Vorteile „abwerfen“. So weit – so gut.

Reifegradmodelle beinhalten in der Regel folgende 5 Stufen:

  1. Fallweises Projektmanagement / Ad hoc Projektmanagement
  2. Definierte Prozesse
  3. Standardisierte Prozesse
  4. Erfolgsmessung
  5. Kontinuierliche Verbesserung / etablierte Projektkultur / Excellence in Project Management

Wenn Sie diese Stufen mit der obigen Abbildung vergleichen, werden Sie feststellen, dass die Punkte nicht identisch sind. Dies zeigt, dass natürlich in der Literatur nicht nur „ein“ Reifegradmodell besteht, sondern eine Vielzahl davon.

Wenn Sie sich in die Thematik weiter einarbeiten möchten, empfehle ich die Lektüre folgender (englischsprachiger) Dokumente:

PORTFOLIO, PROGRAMME & PROJECT MANAGEMENT MATURITY MODEL (P3M3) (PDF)

PRINCE2 Maturity Model (PDF)

Overload

Sorry, dass ich schon seit einigen Tagen keine Postings mehr verfasst habe. Ich stehe kurz vor dem Urlaub und habe deshalb mit einem kleinen Work-Overload zu kämpfen. Schlechtes Projektmanagement, kann man da nur sagen 🙂 Mein Hauptproblem: Zwischendurch auch mal „Nein“ sagen. Kennen Sie das?

Alles im Griff

Die Seite imgriff.com zählt schon seit einigen Monaten zu meinen „favorite blogs“. imgriff.com ist eine der diversen, sehr informativen Seiten des innovativen schweizer Unternehmens Blogwerk AG. Hier eine Übersicht der hervorragenden Blogs aus Zürich:

Zurück zu imgriff.com. Einige der aktuellen Blog-Einträge fand ich so berührend, inspirierend, wichtig und informativ, dass ich Sie Ihnen gerne weiter empfehlen möchte.

1) Berührend & inspirierend: Hier verweisen die Leute von imgriff.com auf einen Beitrag von zenhabits.net mit den “ Top 5 Most Inspirational Videos on YouTube“. Ich möchte gar nicht mehr darüber schreiben, nur: Watch it!

2) Wichtig: Ich hatte das Glück, in meinen ersten Jahren nach dem Hochschulabschluss einen Mentor zu haben. Deshalb kann ich aus eigener Erfahrung sagen, wie wichtige Mentoren sind – im beruflichen und auch im privaten Bereich. Ich würde mir wünschen, dass das Mentoren-Modell wesentlich häufiger und intensiver in Unternehmen angewendet wird. Denn jüngere Menschen können sooo viel von älteren lernen. In diesem Zusammenhang verweist imgriff.com auf einen Beitrag bei karrierebibel.de: „Förderprogramm – Was ein guter Mentor macht.“ – lesenswert!

3) Informativ: I love MindMapping. imgriff.com verweist auf diesen Beitrag: 10 reasons why mind mapping software should be the foundation of your personal productivity system – mindmappingsoftwareblog.com. Gute Übersicht.

SCRUM – Agile for everyone

Das ist der Titel einer neuen Präsentation, die unter slideshare.net verfügbar ist (auch zum Download):


Nichts wirklich Neues, wenn Sie sich schon mit SCRUM beschäftigt haben. Als Überblick oder Einführung aber recht informativ.

Weiterführende Links:

SCRUM-Artikel bei Wikipedia (DE)

SCRUM-Artikel bei Wikipedia (EN)

Das Agile Manifest

Einheitlicher PM Prozess als Aufhänger für ein unternehmensweites Projektmanagement

Ich habe in diesem Blog ja schon öfter über das Modell des PM Prozesses geschrieben – beispielsweise hier, hier oder auch hier.

Noch einmal zur Auffrischung: Ein PM Prozess ist der übergeordnete Managementprozess für Projekte. Er beinhaltet alle wesentlichen Aufgaben, Funktionen und Methoden, die mit der Projektleitungs-Rolle in Verbindung stehen. Der PM Prozess stellt – wenn man’s genau nimmt – Overhead im Projekt dar, eine Investition in den Projekterfolg. Denn die PM Tätigkeit an sich ist eigentlich nicht (oder kaum) direkt wertschöpfend, sondern lediglich indirekt. Anders ausgedrückt: Durch einen stabilen, flexiblen und systematischen PM Prozess soll die Wahrscheinlichkeit auf Projekterfolg signifikant erhöht werden (Effizienz und Effektivität).

Meine These: Wenn Unternehmen einen einheitlichen PM Prozess implementieren und diesen auch zum Leben erwecken, so kann dies ein zentraler Aufhänger für ein effektiveres Projektmanagement im Unternehmen sein. Denn an einen PM Prozess können Sie alle essentiellen Schritte und Methoden anhängen, die für die erfolgreiche Abwicklung eines Projekts in der Regel notwendig sind. Ein Mindeststandard für Projekte sozusagen.

Klar ist aber auch, dass dieser PM Prozess in begründeten Fällen entsprechend angepasst, reduziert oder auch erweitert werden muss. Denn: Ein PM Prozess muss an die spezifischen Besonderheiten eines Projekts angepasst werden – man kann auch Skalierbarkeit dazu sagen.

Wie könnte nun ein solches, standardisiertes PM Prozessmodell aussehen? Hier ein Beispiel:

Ein solcher, unternehmensspezifischer PM Prozess gehört geschult, trainiert, diskutiert, von oben eingefordert und permanent weiter entwickelt. Und vor allem: Das Management muss den Prozess klar vorgeben, vorleben und auch einfordern.

Noch ein Hinweis für die „PM Professionals“ unter Ihnen: Schon klar, dass moderne Projektmanagement-Ansätze und Standards häufig von einem iterativen PM Prozessmodell ausgehen (wie jenes von PMI

Präsentation ist nicht gleich Präsentation

Vor einigen Wochen habe ich hier eine Präsentation von Oliver Adria (rethink presentations) gelobt. Einige Tage später hat mich Jens Schauder in seinem Blog dafür etwas gerügt. Er schrieb:

„Auf jeden Fall aber solltet Ihr euch von Dingen wie der folgenden Präsentation fernhalten, die ich im PM-Blog gefunden habe.“

Jens wiederum verweist auf einige Präsentationen bei TED, die er „richtig geil“ findet (ich übrigens auch!).

Ich denke, wir sollten die Thematik noch einmal aufgreifen und etwas differenzierter diskutieren. Denn eine Präsentation, ein Vortrag, eine Rede etc. kann ja UNTERSCHIEDLICHSTE Funktionen, Motive und Hintergründe haben. So kann ein und derselbe Vortrag im einen Fall super funktionieren, im anderen Fall total daneben sein.

Zur Erklärung möchte ich drei Begriffe aus der klassischen Rhetorik zum Thema „Wirkungsweise einer Rede“ heran ziehen:

1) DOCERE: belehren, Informationsvermittlung

2) MOVERE: bewegen, Beeinflussung

3) DELECTARE: erfreuen, Unterhaltung

Selbstverständlich kommen diese drei Grundformen in der Regel nicht in Reinform vor, sondern vielmehr in Kombination. Sprich: Auch eine Vorlesung an einer Universität oder Fachhochschule darf sollte einen Unterhaltungswert haben. Gleichzeitig wird ein Festvortrag eines Politikers anlässlich der Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses wohl eher nicht auf Informationsvermittlung ausgelegt sein (mit Powerpoint & Co.).

Dies möchte ich beispielhaft wie folgt darstellen:

Fazit: Präsentation ≠ Präsentation. Im Zentrum sollte IMMER der Sinn und Zweck eines Vortrags, einer Präsentation, einer Rede etc. stehen.

Klar, über den spezifischen Einsatz von Visualisierungsmethoden (wie z.B. PowerPoint) kann man streiten. Sind nun sehr „moderne“ Präsentationen mit vielen Bildern und häufig sehr vielen Folien gut oder schlecht. Ich würde sagen: „It depends…“.

Und um nochmals ganz kurz zu Jens‘ Kritik zurück zu kommen: Ich finde diese Präsentation nach wir vor gut sehr gut, aber nur dann, wenn ich mir gedanklich auch einen entsprechend guten Redner vorstelle, der diese Slides auch emotionalisierend und unterhaltsam rüber bringt (also ähnlich wie es bei den TED Vorträgen idR der Fall ist):


Eben halt so wie diese legendäre Präsentation zum Thema „Identity 2.0“ von Dick Hardt: