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Taugt Openproj etwas?

Geschrieben von S. Hagen am 20. Oktober, 2008


Wie die meisten von Ihnen wissen werden, ist Openproj ein PM-Tool, das man sich kostenlos im Internet herunter laden kann. Openproj wurde ursprünglich von der Firma Projity entwickelt und vor einigen Wochen durch SERENA aufgekauft. Bin schon gespannt, ob sie den Business Case verändern und das Tool zukünftig nur noch gegen Bezahlung anbieten werden.

Zur Zeit führe ich mit Studierenden der FH Vorarlberg einige MS Project Seminare durch. Klar, MS Project ist nicht unbedingt sehr bedienerfreundlich, aber gewisse Stärken hat die Software nach wie vor. Insbesondere dann, wenn man sehr komplexe Projekte zu planen hat. Grundvoraussetzung für einen effektiven Einsatz von MS Project ist aber immer, dass man das Tool versteht und einigermaßen beherrscht. Ansonsten ist der Planungsaufwand höher als der Planungsnutzen.

Gibt’s eigentlich hier jemanden, der Openproj regelmäßig im Einsatz hat? Gibt’s dazu Erfahrungswerte? Taugt Openproj etwas?

Denn häufig wird das Tool als MS Project “Killer” angekündigt, aber beinhaltet es wirklich dieselbe Funktionalität? Würde mich freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungswerte mit dem Tool hier als Kommentar veröffentlichen könnten.

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20 Kommentare zum Thema
“Taugt Openproj etwas?”

[...] vielleicht vom Projektmanagement-Blog (den ich nur empfehlen kann), fragt heute salopp, ob “OpenProj etwas taugt?“. OpenProj ist eine Open Source-Alternative zu Microsoft Project, beide umfangreiche und [...]

Ludwig
20. Oktober 2008:

Hallo Stefan. Schöner Zufall dass du heute nach OpenProj fragst, da ich mich gestern erst ausführlich damit befasst habe. Da ich den Tipp dazu von deinem Blog habe habe ich mir mit der Antwort etwas mehr Zeit genommen, was letztlich einen eigenen Blog-Artikel als Antwort gerechtfertigt hat: http://tinyurl.com/6gcpl5 Viele Grüße, Ludwig

Christian Mies
22. Oktober 2008:

Hallo Herr Hagen,
ich lese Ihren Blog seit ca. einem Jahr. Erstmal ein großes Kompliment an die Seite. Hat mir schon sehr häufig gute Ideen gegeben und beim abhandeln von Projekten gute Idee gegeben. Nun aber zum Thema Openproj.
Ich habe bis vor kurzen keine Zugang zu MS Project gehabt, war demnach auf Open Source Tools angewiesen. Neben diversen Gant Tools bin ich irgendwann auf OpenProj gestoßen und habe mit Elan angefangen meine Projekte hiermit zu planen. Es ist intuiutiv und zielführend. Es sind die wesentlichen Punkte vorhanden. Das einzige was in meinen Augen etwas zu wünschen übrig läßt sind die Export Möglichkeiten. Ohne MS Project die Daten z.B. nach Excel oder als PDF zur Verfügung zu stellen erweist sich als recht schwierig.

Eine weitere alternative als Web Based Tool kann in großen Umgebungen diese Lösung sein:
http://www.project-open.com/

Habe hiermit ebenfalls experimentiert und wenn viele Projekte parallel laufen, sehr anschaulich.

Gruß
Christian Mies

Ludwig
23. Oktober 2008:

Hallo Hr. Mies, ich habe gerade eben extra nochmals nachgeschaut. Zumindest die aktuellste Version von OpenProj unterstützt den PDF-Export, und sie funktioniert. Allerdings konnte ich tatsächlich keinen Export in Excel finden, was wirklich sinnvoll wäre. VIele Grüße

Stephan
17. Dezember 2008:

Hallo,
ich arbeite mit OpenPorj auf meinem mac. Exportieren realisiere ich ganz einfach mit copy&paste. Für reines Daten-verarbeiten ist das ausreichend. In der Gantt-Ansicht stelle ich mir die Spalten zusammen, die ich benötige, markiere alle Felder und füge die Daten in Excel (oder Numbers) ein.
Gruß
Stephan

Martin
15. Januar 2009:

Hallo

Ich habe im OpenProj mal ein im Moment aktuelles Projekt bei uns eingerichtet. Leider finde ich keine Möglichkeit eine effektive geleistete Arbeitsdauer einzutragen. Wir wüssten gerne den Unterschied zwischen geplantem Aufwand und geleisteten Aufwand. Mir scheint das fehlt hier leider.
Gruss
Martin

Hacker
21. Januar 2009:

Moin Moin,

wie schon Christian Mies, vermisse ich ebenfalls die Funktion alle Projekte in einer Projektdatei zusammenzufassen, a. um eine Übersicht über alle anfallenden Vorgänge zu erhalten und b. um die Vorgänge zu koordinieren (heißt zu verschieben, mit direkter Auswirkung auf die einzelne Projektdatei). Des Weiteren vermisse ich die Einrichtung eines Ressourcen-Pools, der für alle Projekte verwendet werden kann. Gibt es hierfür Erweiterungen oder sind diese Funktionen lediglich für die web-basierte Lösung vorgesehen?

@ Martin: geplanter Aufwand ist wie der Ausdruck besagt, der Aufwand, den Du bei der Planung für einen Vorgang/Arbeitspaket/Aufgabe einplanst, also ein SOLL-Wert. Geleisteter Aufwand ist dementsprechend das, was tatsächlich an Aufwand angefallen ist, also der IST-Wert. Ich hoffe so ist es verständlicher!

Openproj » MMag. Rainer Präsoll
31. Januar 2009:

[...] mit den Vor- und Nachteilen von Openproj haben sich Stefan Hagen und Michael Ludwig Höfer beschäftigt, deren Blogs ich sehr empfehlen [...]

Jürgen
12. Juni 2009:

Ich habe bei meinen Projektmanagement-Seminaren für Arbeitssuchende (Qualifikationen für die Wirtschaft), die ich für einen Bildungsträger in Hannover durchführe, OpenProject als Tool eingesetzt, damit die Teilnehmer auch zu Hause arbeiten konnten ohne Geld ausgeben zu müssen. Für die “normale” Projektplanung ist OpenProject völlig ausreichend, wenn auch einige liebgewordene Funktionen wie der Ressourcenpool aus MS-Project fehlen.
Ich erarbeite gerade für weitere Seminare ein komplettes Handbuch. Es erscheint mir lohnend.
@Martin Über einen Rechtsklick auf den Schnittpunkt zwischen Zeilen- und Spaltenköpfen (ganz oben links) erhält man eine Auswahl von Tabellenansichten. In der Tabelle Überwachung kann man die Ist-Werte eingeben.
Auf unserer Internetseite http://www.fenixconsulting.eu/openproject.htm haben wir einige weitere Informationen zusammengestellt.

mhonline
19. Juli 2009:

Mir ist nicht ganz klar, welche Projekte mit OpenProj entwickelt werden wollen. Ich versuchte die direktausführbare Version unter W2K und wundere mich doch sehr über die vielen Fehler im ergonomischen Aufbau von Erfassungsmasken, hier transportieren sich möglicherweise Schwächen aus der Linux-Welt, über die dort gern hinweggesehen wird, im wirklichen Leben aber eben nicht tolerierbar sind. Und ich find die Denke nicht wirklich schlau. Projekte entwickeln sich aus Zeit-unabhängigen Anforderungen, Tätigkeiten und Ideen. Das kriegt man in diesem Korsett aber nicht hin. Und wenn dann noch Programm-Fehler dazukommen, dann fehlt mir auch die Toleranz, leider. Martin

Tobi
16. August 2009:

Hi,

ich bin derzeit dabei mich in OpenProj einzuarbeiten und habe ein Problem bei der Änderung der Arbeitszeiten. Am liebsten wäre es mir die Standard-Arbeitszeiten zu ändern. Leider finde ich keine Funktion dazu. Wenn ich Abreitszeiten über dei Funktion Nicht-Standard ändere werden die neu eingegebenen Zeiten nicht übernommen. Wie geht das?

mfg

Tobi

Jürgen
18. August 2009:

Hallo Tobi, über “Werkzeuge” – “Arbeitszeit ändern” den Kalender öffenen.
In der Kopfzeile die Arbeitstage markieren für die die Arbeitszeit geändert werden soll. Mit der Strg Taste kannst Du mehrere oder alle markieren.
Dann links die Arbeitszeiten ändern und mit ok bestätigen. das sollte es sein.
Grüße
Jürgen

Stefan Hagen
18. August 2009:

Vielen Dank für kooperative Problemlösung!

Thomas
29. September 2009:

Hallo Jürgen,

nachdem ich gelesen habe, dass du im OpenProj sehr “fit” bist, hätte ich folgende Frage: Ich habe einen Bauzeitenplan erstellt, der im OP über mehrere Seiten geht. Ich möchte diesen Plan aber auf 1 Seite drucken, habe aber momentan noch keine Lösung gefunden. Kannst du mir da helfen!

Besten Dank.

mfg
Thomas

JBruns
29. September 2009:

Hallo Thomas,
ich richte mir als Drucker ein pdf Programm (free-pdf o.ä.) ein wähle beim Ausdruck in pdf Datei ein entsprechendes Zeichenblattformat (bis DIN A 0) speichere mir das ab und lasse es mir im Copyshop auf ein DIN A 4 Blatt plotten.
Klappt bestens.
Grüße
Jürgen

JBruns
29. September 2009:

Sorry, natürlich auf ein DIN A 0 Blatt plotten.
die Finger waren wieder scheller als der Kopf. ;-) )

Thomas
7. Oktober 2009:

Hallo,

wir haben kürzlich OpenProj, GanttProject und Open Workbench getestet. OpenProj ist für alle optimal, die auch mit MS-Project in der Standardeinstellung leben können (Eingabe der Dauer). Wenn ich aber die Arbeit eingeben will und mit der Auslastungsnivellierung arbeite, fällt OpenProj klar ab. Hier kann Open Workbench empfehlen. Open Worbench ist (abgesehen vom Look and Feel) ein richtig gutes Werkzeug und ebenfalls Open Source. Der Scheduler funktioniert etwas anders, ist aber einfacher zu verstehen als bspw. der Scheduler von MS-Project.
Die Kurz-Reviews findet ihr über http://www.pm-software.org/de/articles.html

Grüße
Thomas

Reinhild
10. Dezember 2009:

Nachdem ich in den letzten Wochen mehr als 20 kostenfreie und kostengünstige Projektmanagement-Anwendungen getestet habe, war ich von allen enttäuscht – mit Ausnahme der von anderen Kommentatoren schon erwähnten “Open Workbench”.

Die Open Workbench hat ihre Schwächen ist aber in allen Teilen (vor allem Taskplanung, Resourcenmanagement, Scheduling, Reporting) erheblich besser als OpenProj, das immer noch das zweitbeste freie Tool war.
Einzig das hierachische Gruppieren von Tasks zu Taskgruppen ist in OpenProj besser gelöst. Der größte Nachteil ist aber das sehr rudimentäre Resourcen-Management.

Nach meiner Erfahrung aus dem Bereich der Software-Entwicklung sind freie Anwendungen oft besser als teure, kommerzielle (Musterbeispiel Eclipse IDE und die Vielzahl der Plugins). Darüberhinaus ist auch der “freie Support” zu diesen Tools in User-Foren oft sehr effektiv und besser als der kommerzielle Support – welcher mir im Falle eines hier nicht zu nennenden Herstellers vor einige Jahren viele Wochen Arbeitszeit zusätzlich gekostet hat.

Daher bin ich mit einer sehr positiven Grundeinstellung auf die Suche nach freier Projektmanagement-Software gegangen, nur um festzustellen, dass sich die Erfahrung bei diesen Tools leider nicht bestätigt.
Teils war schon der Installationsvorgang absolut chaotisch, zeitaufwendig und fehlerhaft, teils wurden Tools als “Projektmanagement”-Software angepriesen, die nur “Issue-Tracking” bieten – ohne die einfachsten Planungsaufgaben zu unterstützen. Die Software im unteren Preissegment war keineswegs besser.
SaaS-Software habe ich nicht getestet, weil mein Arbeitgeber sicherlich nicht mit dem Einstellen unserer Daten ins Internet einverstanden wäre.

Ursprünglich war ich auf der Suche nach einem Tool oder einer Toolkette, die den gesamten Produktentwicklungsprozess (von den Anforderungen bis zur Fehler-Verfolgung) gut unterstützt und zugleich “Groupware”-Funktionalität bietet. Ein solches Tool habe ich nicht gefunden. in-Step von Microtool bietet in dieser Hinsicht Einiges – ist allerdings sehr teuer und steht im eigentlichen Projektmanagement und in der Bedienung m.E. hinter der freien Open Workbench zurück.

Enttäuschtes Fazit:
1. OpenProj ist nicht gut aber immer noch besser als viele andere …
2. Wenn eine OpenSource-Initiative oder eine Firma ein (bezahlbares) gutes integriertes Tool auf den Markt brächte, würden sie eine echte Marktlücke schliessen.

Reinhild
10. Dezember 2009:

Kleiner Nachtrag: Die Suche bezog sich auf Windows- oder Linux-taugliche Software. Wer Mac OS verwendet, ist vielleicht mit Merlin zu frieden – nicht kostenfrei aber bezahlbar.

Mitch
22. Dezember 2009:

Eine gute Ergänzung zu OpenProj ist übrigens saprima. Damit kann man Multiprojektmanagement machen und mehrere Projekte aus verschiedenen PM-Systemen (wie OpenProj) zusammen verwalten und auswerten.

Ich habs bisher nur für OpenProj verwendet, weils dann erst mal kostenlos ist.