Archiv für den Monat: Dezember 2008

Danke

Kurz vor Jahreswechsel möchte ich mich bei Ihnen, den Leserinnen und Lesern dieses Blogs, herzlich für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit im letzten Jahr bedanken.

Für 2009 sind einige Neuerungen geplant. Ziel ist es, Sie mit noch mehr und noch nützlicheren Informationen zum Thema Projektmanagement zu versorgen. Sie dürfen gespannt sein!

Einen guten Rutsch und ein frohes, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2009 wünscht Ihnen

Stefan Hagen

Basic PM Glossary

English as project language is increasingly important, as projects are more and more international. Therefore, project sponsors, project managers, and also team members have to master a basic project management terminology.

In this presentation you will find definitions of some of the most important terms in project management:


Hier finden Sie ein umfangreiches Glossar D – E von Tom Alby. Danke für diese Arbeit!

Spuren statt Staub – Wirtschaft muss "geil" sein

manifest_fkDie Finanzkrise ist in aller Munde. In praktisch jedem Mittagessen, Geschäftsmeeting oder privaten Treffen ist sie eines der Themen. Die allermeisten Gesprächspartner sind sich einig: „Das wird happig die nächsten Jahre.“ Dieser Meinung bin ich auch. Für ganz viele von uns stehen einige schwierige Jahre an.

Trotzdem glaube ich, dass ganz viele Fehlentwicklungen der letzten Jahre endlich korrigiert gehören – nicht nur Fehlentwicklungen in den weltweiten Finanzsystemen. In diesem Zusammenhang ist die Krise eine riesige Chance. Eine riesige Chance für uns alle!

In solchen Zeiten brauchen wir „Typen“ wie Förster&Kreuz. Zwei Managementvordenker, die seit einigen Jahren mit ihren Büchern, Vorträgen und sonstigen Publikationen auf sich aufmerksam gemacht haben. Ihr aktuelles Buch heißt „Spuren statt Staub„. Ich hab’s noch nicht gelesen, bin mir aber sicher, dass es mir gleich gut gefallen wird wie die früheren Bücher der beiden.

Vor einigen Wochen haben die beiden ein „Manifest“ veröffentlicht, das Sie sich HIER herunter laden können. Das Manifest beinhaltet 10 Thesen, worauf es jetzt und in Zukunft ankommen wird, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Gleich wie Wolf Horbach und viele, viele andere sage ich auch: ICH BIN DABEI!

Eines kann ich Ihnen jetzt schon sagen: Sie werden das Manifest entweder lieben oder hassen sehr kritisch betrachten. Dazwischen gibt’s kaum etwas.

10 Management-Fehler in Krisenzeiten

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Der Psychotherapeut und Berater Dr. Mario Patera hat in der aktuellen Wochenendausgabe der Österreichischen Wirtschaftszeitung DerStandard einen interessanten Artikel mit dem Titel „Zehn große Fehler in der Krise“ veröffentlicht:

  1. Misstrauen: Menschen haben zwei zentrale Grundbedürfnisse – Verbundenheit und Wachstum. Vertrauen ist hierfür eine Grundvoraussetzung.
  2. Nichts gesagt ist genug gelobt: Abwehr zwingt das Gehirn zu Abwehr und Rückzug. Wertschätzung hingegen führt zu Selbstwert und Wertschöpfung.
  3. Drohszenarien: Drohen blockiert das Gehirn.
  4. Stetig beschleunigen und Zuhören als Zeitverschwendung betrachten: Gerade in Krisenzeiten brauchen wir eine Kultur des Zuhörens. Speed kills.
  5. Außenperspektiven ausblenden: Die Konzentration nach innen und das gleichzeitige Ausblenden der Außensicht macht Wachstum und Lerneffekte unmöglich.
  6. Weiterbildung = gestrichen!
  7. Sprunghaftes Verhalten: Glaubwürdigkeit (eine zentrale Grundlage für Entwicklung und Veränderung) braucht Berechenbarkeit.
  8. Militärisches Vokabular: Unser Gehirn lechzt nach Kooperation – permanente „Kriegs-Sprache“ blockiert dieses Potenzial.
  9. 100% Sachlichkeit: Die Konzentration auf Zahlen, Daten, Fakten und das gleichzeitige Ausblenden von Emotionen beschneidet unser geistiges Potenzial enorm. Unser Gehirn „denkt“ in Emotionen.
  10. Klare Appelle: Unser Unterbewusstsein folgt keinen ständigen Appellen, da es in Bildern denkt und Bilder braucht.

Gerade in Krisenzeiten brauchen wir in unseren Unternehmen eine Kultur des Vertrauens. Dass dies eine riesige Herausforderung für Führungskräfte darstellt (die natürlich auch enorm unter Druck stehen), ist klar. Umso mehr sollten wir dieses Prinzip ins Zentrum der Management-Entwicklung stellen.

Simplify your Projects – oder doch nicht?

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Quelle: Malik Management Zentrum St. Gallen

(Wirklich) Komplexe Probleme können nicht ausschließlich mit Einfachheit und Reduktion gelöst werden. Diese Theorie basiert im Wesentlichen auf Ashby’s Gesetz (The Law of Requisite Variety) aus dem Jahr 1956:

The larger the variety of actions available to a control system, the larger the variety of perturbations it is able to compensate.

Entsprechend möchte ich heute auch mal das Motto dieses Blogs „Simplify your Projects“ kritisch reflektieren:

  • Ich glaube fest daran, dass einfache, pragmatische Lösungen in vielen Situationen die besten sind – auch in Projekten.
  • Gerade auch Projekte sollten mit einfachen, verständlichen Methoden, einer gesunden Portion Hausverstand und einer entsprechenden Aktivitäts- und Lösungsorientierung angegangen werden.
  • Je komplexer und größer Projekte aber werden, umso differenzierter muss auch die Problemlösung und damit verbunden die angewendete Methodik werden.
  • Komplexitätsreduktion (Keep it simple.) und Komplexitätsaufbau („Only variety can destroy variety„.) schließen sich gegenseitig aber nicht aus. Im Gegenteil. Es sind zwei Strategien zum Komplexitätsmanagement, die sich in Projekten auch abwechseln können.

Wie so häufig im Leben: Nicht entweder – oder, sondern sowohl – als auch!