Studie: Erfolgskriterien Projektmanagement

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studie_pm_parametaDie parameta Projektberatung ist mit ca. 40 Mitarbeitern eines der größeren Unternehmen im Bereich der PM Dienstleistungen und Beratung in Deutschland. Kürzlich hat parameta eine Studie zu den „Erfolgskriterien Projektmanagement“ veröffentlicht. HIER können Sie die Studie kostenlos anfordern.

Was ist von solchen Studien zu halten? Ich bin eher skeptisch, aus eigener Erfahrung (siehe weiter unten).

Natürlich kommt immer wieder raus, dass im PM noch Nachholbedarf ist.
Natürlich liegen die größten Schwachstellen in einer mangelhaften Zielformulierung, schlechten Kommunikation, fehlenden Management-Unterstützung oder nicht definierten PM Standards liegt. Nichts wirklich Neues.
Natürlich sind die „Studien“ nicht wirklich repräsentativ, da die durchführenden Unternehmen keine satten Forschungsbudgets zur Verfügung haben.

Wir haben ja auch im Jahr 2006 mit einer sehr engagierten Diplomandin der FH Vorarlberg eine PM Studie (Projektmanagement in Vorarlberg) durchgeführt. Die Ergebnisse waren auch bei uns ziemlich vorhersehbar.


Folienpräsentation: Projektmanagement in Vorarlberg

Bericht: Projektmanagement in Vorarlberg

Schlussendlich besteht die Hauptmotivation der durchführenden Unternehmen meist darin, ein Marketinginstrument zu haben, um an Adressen und Ansprechpartner in den Firmen zu kommen. That’s life.

Fazit: Vielleicht finden Sie in einer der beiden „Studien“ ja das eine oder andere Argument, um Ihr Management davon zu überzeugen, dass Sie im Projektmanagement Handlungsbedarf haben. Wenn eine Studie das leisten kann, dann hat sie ihren Zweck erfüllt.

5 Gedanken zu „Studie: Erfolgskriterien Projektmanagement

  1. Andreas Heilwagen

    Hallo Stefan,

    ich schließe mich Dir vollumfänglich an. Es kommt doch immer nur das gleiche raus, verbunden mit Werbung für die eigene Methodik, die angeblich alle Probleme löst. Auf die Spitze treibt es das Gartner mit PMO-Grundlagenwissen, das dann teuer verkauft wird.

    Gruß,

    Andreas

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  2. Pingback: Studien, Werbung und wenig Innovatives « Projekt Management Beratung

  3. Eberhard Huber

    Wenn Projekte meistens gut verlaufen würden bräuchte es all die Studien gar nicht 😉 Spaß bei Seite: Es gibt m.E. keinen Königsweg und keine Methodik, die immer funkioniert, jedes Projekt ist anders. Das eine scheitert an der Zieldefinition, das andere an schlechter Planung, das dritte an einem schlecht funktionierendem Team. Das vierte Projekt funktioniert, das fünfte geht wieder daneben. Es ist die hohe PM-Kunst zur richtigen Zeit in die richtige Werkzeugkiste zu greifen. Und jetzt kommt meine Kritik an ausgefeilten Methodiken: „Ein improvisiertes richtiges Werkzeug, ist immer besser als ein ausgefeiltes und „nicht passendes“ Werkzeug“.

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  4. SH

    Schlussendlich komme ich zu folgendem Fazit:

    1) Der Begriff „Studie“ ist für derartige Befragungen eigentlich gar nicht zulässig. Denn die Befragungen wurden weder nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt, noch sind sie repräsentativ.

    2) Ob quantitativ orientierte Befragung mittels Fragebogen in diesem Thema überhaupt ein valides Mittel zur Erhebung ist, wage ich zu bezweifeln. Denn es gibt kein universal gültiges Modell für erfolgreiches Projektmanagement (siehe hierzu auch letzten Kommentar von Hr. Huber).

    3) Schlussendlich bestätigen die meisten Untersuchungen Hypothesen, die wir auch ohne Untersuchung gehabt hätten. Wirklich neues Wissen entsteht nicht.

    4) Wir haben im Projektmanagement kein Wissens- oder Erkenntnisproblem, sondern vielmehr ein Umsetzungsproblem.

    5) Schlussendlich geht es darum, eine entsprechende Projektkultur zu etablieren, die für das jeweilige Unternehmen passt. Und sie passt dann, wenn die Ergebnisse entsprechend gut sind und die Mitarbeiter gerne in dem Unternehmen arbeiten. Patentrezepte gibt’s keine. It’s as simple as that.

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  5. Michael Streng

    Selbst nach dem schlussendlichen Fazit auch von mir, der die Studie ja mit herausgegeben hat, noch zwei Bemerkungen: Das eigentlich erstaunliche an all unseren studien und Erhebungen ist doch eigentlich nur das: wir alle wissen, was raus kommt, wir alle wissen auch, woran es liegt und trotzdem sind die Dinge so, wei sie sind: Unternehmen und Organisationen tun sich mit dem Thema und der Einbindung in Ihr organisatorisches Umfeld nach wie vor unendlich schwer, was bei mir ein ums andere mal die frage aufwirft, ob funktionierendes PM Fiktion ist oder ob die Methodik gar in der Breite ungeeignet ist.
    Es bleibt spannend. Zum Glück….

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