10 Management-Fehler in Krisenzeiten
Geschrieben von S. Hagen am 14. Dezember, 2008
Der Psychotherapeut und Berater Dr. Mario Patera hat in der aktuellen Wochenendausgabe der Österreichischen Wirtschaftszeitung DerStandard einen interessanten Artikel mit dem Titel “Zehn große Fehler in der Krise” veröffentlicht:
- Misstrauen: Menschen haben zwei zentrale Grundbedürfnisse – Verbundenheit und Wachstum. Vertrauen ist hierfür eine Grundvoraussetzung.
- Nichts gesagt ist genug gelobt: Abwehr zwingt das Gehirn zu Abwehr und Rückzug. Wertschätzung hingegen führt zu Selbstwert und Wertschöpfung.
- Drohszenarien: Drohen blockiert das Gehirn.
- Stetig beschleunigen und Zuhören als Zeitverschwendung betrachten: Gerade in Krisenzeiten brauchen wir eine Kultur des Zuhörens. Speed kills.
- Außenperspektiven ausblenden: Die Konzentration nach innen und das gleichzeitige Ausblenden der Außensicht macht Wachstum und Lerneffekte unmöglich.
- Weiterbildung = gestrichen!
- Sprunghaftes Verhalten: Glaubwürdigkeit (eine zentrale Grundlage für Entwicklung und Veränderung) braucht Berechenbarkeit.
- Militärisches Vokabular: Unser Gehirn lechzt nach Kooperation – permanente “Kriegs-Sprache” blockiert dieses Potenzial.
- 100% Sachlichkeit: Die Konzentration auf Zahlen, Daten, Fakten und das gleichzeitige Ausblenden von Emotionen beschneidet unser geistiges Potenzial enorm. Unser Gehirn “denkt” in Emotionen.
- Klare Appelle: Unser Unterbewusstsein folgt keinen ständigen Appellen, da es in Bildern denkt und Bilder braucht.
Gerade in Krisenzeiten brauchen wir in unseren Unternehmen eine Kultur des Vertrauens. Dass dies eine riesige Herausforderung für Führungskräfte darstellt (die natürlich auch enorm unter Druck stehen), ist klar. Umso mehr sollten wir dieses Prinzip ins Zentrum der Management-Entwicklung stellen.










15. Dezember 2008: