Archiv für den Monat: Februar 2009

Der flexiblen und intuitiven Planung gehört die Zukunft!

lungeWenn wir das Thema schon mal auf dem Tableau haben: Podcasting. Heute früh habe ich mir die aktuelle Episode des „Abenteuer Intuition“ von Dr. Andreas Zeuch angehört.

Dieses Mal hat er Ulf Lunge von Lunge Lauf- und Sportschuhe interviewt. HAMMER! Das sollten sich wirklich ALLE Manager/innen und Projektmanager/innen da draußen anhören.

Lunge ist eine Sport- und Wanderschuh-Manufaktur mit Sitz in Hamburg. Was viele für unmöglich hielten, nämlich Sportschuhe made in Germany, hat die Firma Lunge realisiert. Die Planungs- und Managementphilosophie, die Ulf Lunge in dem Interview mit Andreas Zeuch beschreibt, bringt einen Trend auf den Punkt: Nämlich den Trend hin zu flexibler und intuitiver Planung.

Übrigens: Lassen Sie sich von der schlechten Tonqualität des Interviews nicht abschrecken. Es wird mit zunehmender Dauer besser. Aber vor allem ist der Inhalt des Interviews es wert, auch die mittelmäßige Tonqualität zu akzeptieren.

Und wer ist Andreas Zeuch? Hier erfahrt Ihr mehr…

Fahrt- und Reisezeiten endlich produktiv nutzen!

pic_podcastIch verbringe täglich mindestens 1-2 Stunden im Auto. Viele von Euch teilen sicher ein ähnliches Schicksal. Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr kommt da einiges zusammen.

Seit ca. 2 Jahren nutze ich diese Zeit zum Podcast-Hören. Diese „Methode“ kann ich Euch wirklich wärmstens ans Herz legen. Denn es gibt bei iTunes oder auch in anderen Podcast Verzeichnissen so spannende, unterhaltsame und vor allem lehrreiche Podcasts, dass man davon langfristig wirklich enorm profitieren kann.

Immer wieder erhalte ich so Impulse aus für mich direkt oder indirekt relevanten Themen, die ich privat und beruflich 1:1 umsetzen kann. Auch nach über 2 Jahren begeistert mich das immer wieder.

Hier eine Liste meiner „Favourite Podcasts“:

Manager Tools – Derzeit mein Lieblings-Podcast.

The Project Management Podcast – Ein Klassiker von Cornelius Fichtner.

Das Abenteuer Zukunft – Gute Analysen und Inhalte aus der Zukunftsforschung.

Hans Peter Zimmermann – Ihr werdet ihn lieben oder hassen.

Abenteuer Familie – Super Anregungen mitten aus dem Leben.

Blick über den Tellerrand – Marketing, New Media und Internet-Trends: Wirklich professionell und sehr unterhaltsam umgesetzt.

FTD Nachrichten und Meinungen – Immer super informiert.

Technisch gesehen habe ich einen iPod von Apple und den passenden Griffin iTrip FM-Sender dazu. Funktioniert perfekt. Einziger Nachteil: Die Frequenz muss auf dem Griffin immer wieder neu eingestellt werden. Das nervt ein bisschen, ist aber akzeptabel. Mittlerweile gibt’s sicher bessere Geräte, die ich aber nicht kenne. Hat von Euch jemand dazu einen Tipp? Wenn ja, bitte in den Kommentaren posten.

PM Blitzumfrage 12: Herausforderungen im PM

Auf die Performance kommt es an!

bpm_scheerDie Disziplinen Projekt- und Prozessmanagement haben sehr viele Gemeinsamkeiten. Mehr noch. Diese beiden Organisationsansätze haben das Potenzial, aus einem Unternehmen ein Hochleistungsunternehmen zu machen.

Im Bereich Prozessmanagement (= BPM Business Process Management) ist Prof. DDr. August-Wilhelm Scheer mit seinem Saarbrücker Software- und Beratungsunternehnehmen IDS Scheer ein absoluter Vorreiter. Prof. Scheer hat es geschafft, auf der Basis der ARIS-Architektur in 25 Jahren einen internationalen Konzern mit 3000 Mitarbeitern auf die Beine zu stellen.

Bei Dr. Allweyer (Kurze Prozesse Blog) bin ich heute auf einen interessanten Beitrag gestoßen: „Professor Scheer über Business Process/Performance Management“ (PDF). Gefällt mir extrem gut, BPM mit Performance Management gleichzusetzen. Denn schlussendlich geht’s im Kern immer um die „Performance“ (Gesamtleistung) eines Unternehmens. Meine persönliche Formel lautet: „Performance = Effectiveness + Efficiency“. Und das heißt überhaupt nicht, dass die Mitarbeiter/innen eines Unternehmens lediglich als „Ressource“ zur Zielerreichung gesehen werden. GANZ IM GEGENTEIL! Wirkliches Performance Management entspringt einer „menschlichen Unternehmensführung und -kultur“.

Aber nun zum eigentlichen Kern des heutigen Beitrags: Prof. DDr. Scheer hat auch eine persönliche Webseite, nämlich www.professor-scheer-bpm.de. Hier findet Ihr sehr viele interessante Beiträge, Modelle und Grafiken, die kostenlos herunter geladen werden können. Wirklich sehr informativ.

So was Ähnliches sollt’s im Bereich Projektmanagement auch geben… Ich arbeite dran. 🙂

Ähnliche Beiträge auf PM-Blog.com:

Projektmanagement ist in erster Linie MANAGEMENT

41s49fvogql_bo2204203200_pisitb-sticker-arrow-clicktopright35-76_aa240_sh20_ou03_These 1: Theorie und Praxis des Projektmanagements hat mit effektivem Management häufig nicht mehr viel zu tun. Vor lauter Plänen, Ratschlägen, Methoden, Vorgehensmodellen, Berechnungsmethoden etc. vergessen Projektmanager/innen auf das wirklich WESENTLICHE in Projekten.

These 2: Projektmanagement ist in erster Linie MANAGEMENT.

These 3: Management wird häufig als etwas Unmoralisches oder Verwerfliches betrachtet. Das ist es aber NICHT. Zumindest dann nicht, wenn Manager/innen menschlich und verantwortlich managen.

Projektmanager/innen dürfen, sollen und müssen Menschen, Teams und sonstige Anspruchsgruppen managen. Was aber beinhaltet diese Management-Funktion?

  1. Sorge für klare Ziele!
  2. Koordiniere Dein Team durch intensives Kommunizieren.
  3. Entscheide oder führe Entscheidungen herbei.
  4. Sei wachsam – ziehe alle Risiken und Unsicherheiten in Betracht.
  5. Entwickle und fördere Dein Team.

Diese Managementaufgaben sind übrigens angelehnt an die Aufgaben, die Prof. Dr. Fredmund Malik in seinem Top-Seller „Führen – leisten – leben“ beschreibt. Ich denke, dass in diese fünf Kategorien so ziemlich alles einzuordnen ist, was zu den Kernaufgaben eines Managers und auch eines Projektmanagers gehört. Was aber ist Management? Malik sagt hierzu:

„MANAGEMENT IST DIE TRANSFORMATION VON RESSOURCEN IN NUTZEN.“

Simpel, aber eigentlich schlüssig. In seinem Buch „Das A und O des Managements“ führt Malik im Detail aus, was Management NICHT ist und was es IST.

Fazit: Bevor sich Projektmanager/innen einen Haufen Projektmanagement-Bücher kaufen oder reihenweise PM Trainings belegen, sollten sie sich meiner Meinung nach zuerst mit dem Handwerk, dem Beruf und der Kunst des Managements auseinander setzen. Die Bücher von Malik sind in diesem Zusammenhang zu empfehlen. Weiters gehören aber auch die Werke von Peter F. Drucker, Tom Peters und Gary Hamel zur Pflichtlektüre eines effektiven Managers (m/w).

Kooperation und Kommunikation als Schlüsselqualifikation der Zukunft

51t75x0qjxl_sl500_aa240_Niemand kann die Zukunft vorhersehen. Wir können lediglich die Vergangenheit analysieren und daraus Hypothesen ableiten, in welche Richtung es gehen könnte.

Wer sich mit dem Thema Zukunfts- und Trendforschung schon einmal auseinander gesetzt hat, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit über das Modell der Kondratieff-Zyklen „gestolpert“. Nikolai Dmitrijewitsch Kondratieff ( 1892 – 1938 ) ist der Begründer der Theorie der langen Wellen. Im Rahmen seiner Konjunkturforschung identifizierte er Zyklen und Muster, mit denen sich bahnbrechende Veränderungen und Trends in der Menschheitsgeschichte wiederholen.

Das Kondratieff-Modell ist nicht unumstritten – im Gegenteil. Viele Kritiker halten das Modell für wissenschaftlich wenig fundiert und auf die aktuelle Zeit nicht übertragbar. Diese Kritikpunkte mögen teilweise zutreffen. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass wir aus dem Kondratieff-Modell auch noch für die heutige Zeit wichtige und relevante Lehren ziehen können.

Denn das Modell wurde von verschiedenen Wissenschaftern und Experten weiter entwickelt und in die heutige Zeit übertragen – allen voran durch Leo A. Nefiodow. In seinem Buch „Der Sechste Kondratieff“ beschreibt er einerseits relevante aktuelle Entwicklungen und leitet daraus auch drei Kandidaten für die nächste Welle ab:

  1. Kandidat Informationsmarkt
  2. Kandidat Umweltmarkt
  3. Kandidat Biotechnologie

Im Zusammenhang mit dem ersten „Kandidaten“ analysiert Nefiodow das Thema Produktivität in der Informationsgesellschaft. Er zeigt auf, dass wir mittlerweile über (vergleichsweise bahnbrechende) Informationstechnologien verfügen, dass wir deren Potenzial aber vielfach nur zu einem winzigen Bruchteil ausnützen. „In der Informationsgesellschaft mangelt es vielfach nciht an Informationen, das Problem ist vielmehr, an die gewünschten Informationen rasch heranzukommen.“ (Nefiodow 2006, S. 87). Die Lösung:

KOOPERATION UND KOMMUNIKATION

Menschen sind IMMER die wichtigsten Produzenten, Anbieter, Träger, Übermittler, Anwender und Konsumenten von Informationen. Schlussendlich sind es auch Menschen, die Informationen produktiv oder weniger produktiv verwerten. Je besser Unternehmen oder öffentliche Organisationen Informationen verarbeiten können („PS auf den Boden bringen.“), umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie langfristig erfolgreich sein können. Hinzu kommt noch, dass die komplexen, vielschichtigen Informationen heutzutage häufig nur noch in kooperativer Teamarbeit verarbeitet werden können.

Und nun komme ich zum Thema PROJEKTMANAGEMENT. Denn das, was Nefiodow in diesem Kapitel so eindrücklich und klar beschreibt, ist ein zentraler Aspekt des Projektmanagements! Komplexe Situationen analysieren und verstehen, daraus Lösungsalternativen ableiten und diese konsequent in Teamarbeit umsetzen.

Egal, ob man das nun als Projektmanagement, Teamarbeit oder Arbeitskreis bezeichnet: Die Effizienz und Effektivität dieser Zusammenarbeit wird immer wesentlich davon abhängen, wie gut die harten und die weichen Faktoren der Zusammenarbeit gestaltet sind.

Mein persönliches Fazit:

Projektmanagement ist auch darum ein Schlüsselinstrument zur Bewältigung der aktuellen und künftigen Herausforderungen, da immer mehr Probleme nur noch im Team gelöst werden können.

PM Blitzumfrage 11: Bedeutung von Projektmanagement

7 Wege zur Effektivität

Effektivität im (Projekt)Management ist DER Schlüssel zum Erfolg. Zur Wiederholung: Effektiv sein bedeutet, die RICHTIGEN Dinge zu tun. (Die richtigen Projekte. Die richtigen Lieferanten. Die richtigen Kunden. Die richtigen Mitarbeiter. Die richtigen Strategien. etc. etc.)

Bereits vor vielen Jahren habe ich zum ersten mal den Top-Seller von Steven R. Covey gelesen: „7 Wege zur Effektivität„. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das Konzept nichts an Relevanz verloren hat – im Gegenteil. Gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen kommt es mehr denn je EFFEKTIVES MANAGEMENT an. (Management im Sinne von Führung und Koordination, aber auch Selbstmanagement, Projektmanagement, Komplexitätsmanagement…)

Bei Slideshare habe ich kürzlich eine nette Präsentation gefunden, welche die Eckpunkte von Coveys Konzept (emotional aufgeladen) skizziert: