Traditionelles und agiles Projektmanagement: Der Mix macht's!
Geschrieben von S. Hagen am 10. April, 2009
Bereits vor einigen Wochen habe ich das Zitat des Bregenzerwälder Mundartdichters Gerhard Wölfle (1848-1904) hier verwendet: “Meor ehrod das Ault und grüozod das Nü …” Ins Hochdeutsche übersetzt heißt das: “Wir ehren das Alte und begrüßen das Neue“.
Dieser Ausspruch lässt sich auch auf das (Projekt)Management übertragen. Nämlich:

1) Vermeintlich traditionelle Planungsmethoden und PM-Prinzipien sind im Projektgeschäft nach wie vor von Bedeutung. Denn mit einem klaren Projektzieleplan, Projektstrukturplan, Balkenplan, Meilensteinplan, Projektkostenplan etc. etc. bringen Sie STRUKTUR in Ihre Projekte.
2) Auf der anderen Seite nimmt aber auch die Relevanz dynamischer und agiler Planungs- und Steuerungsmethoden zu, die primär auf FLEXIBILITÄT und schwer planbare Situationen ausgerichtet sind. Zudem sind iterative Routinen in diesen PM-Ansätzen ein zentrales Element. Diese wiederum spiegeln zu einem großen Anteil den kontinuierlichen Lernprozess wider, der in den meisten Projekten notwendig ist.
3) Erfolgreiche (Projekt)Manager/innen schaffen es, die beiden PM-Paradigmen und Ansätze SINNVOLL zu INTEGRIEREN. Denn Projekte brauchen Struktur genauso wie sie ein dynamisches und flexibles Agieren und Reagieren benötigen.
Diese Grafik werdet Ihr übrigens in keinem Lehrbuch finden. Sie reflektiert vielmehr mein Verständnis eines modernen und “lernenden” Projektmanagements. Respekt vor dem Bewährten und der Erfahrung vermeintlich “alter Hasen”. Offenheit für Neues und dem vermeintlich “jugendlichen Leichtsinn”.
FROHE OSTERN!
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10. April 2009:
Übrigens: Diese Grafik ist in diversen Coaching-Terminen mit Studierenden der FH Vorarlberg entstanden. Ich habe während dieser Termine versucht, ihnen mein Verständnis für modernes und praxisorientiertes PM näher zu bringen. Entstanden ist diese Unterteilung in traditionelles und agiles PM. Nach etlichen Wiederholungen (denn ich betreue dort recht viele Teams) bin ich mir sicher, dass das zugegebenermaßen sehr triviale Modell eine hohe praktische Relevanz hat.
Es hat sich wieder mal gezeigt: Beim lehren lernt der lehrende am meisten
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