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Wo sind die Unternehmer/innen???

Geschrieben von S. Hagen am 26. Mai, 2009


In der Wochenendausgabe der Österreichischen Zeitung DerStandard war ein Kommentar des Trend- und Zukunftsforschers Dr. Horx zum Thema Kapitalismus enthalten. Ich fand den Text außerordentlich treffend und inspirierend. Leider habe ich den Artikel nicht 1:1 im Internet gefunden, aber fast der identische Text findet sich auf Horx’ persönlicher Webseite:

kapitalismus_horx

Mir gefällt die Idee, dass wir uns wieder stärker dem Unternehmertum zuwenden müssen. Denn die unternehmerischen Werte und Prinzipien, wie sie Horx beschreibt, sind ehrlich und ehrenwert. Denn unternehmerische Führungskräfte und Manager/innen

  • handeln aus Leidenschaft und mit guten Motiven,
  • stellen den Menschen in den Mittelpunkt (und sprechen nicht nur davon),
  • fordern von anderen Menschen selbstbestimmtes und unternehmerisches Denken,
  • sind bescheiden und zurückhaltend,
  • sind demütig und “ge-erdet”,
  • sehen Wettbewerb als etwas wichtiges an und
  • sind im Herzen kreativ und streben ständig nach Weiterentwicklung.

Sie leben hoch, die Unternehmerinnen und Unternehmer!

 

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9 Kommentare zum Thema
“Wo sind die Unternehmer/innen???”

Eberhard Huber
26. Mai 2009:

das ist Unternehmertum wie es sein sollte – nur schade dass es heute zur Seltenheit geworden ist.

Tom Gob
26. Mai 2009:

Hi,

dem kann ich voll und ganz übereinstimmen. Gott sei Dank arbeitet/ handelt mein derzeitiger Arbeitgeber genau so.

Besten Gruß aus Karlsruhe,
Tom Gob

Heiko Kanzler
27. Mai 2009:

In Summe vermisse ich vor allem Leidenschaft und Respekt. Letzteren noch mehr als die Leidenschaft. Den Respekt vor der Arbeit, der Tätigkeit als solcher, der Kollegen, der daraus entstehenden Bedürfnisse Aller und der Zusammenhalt.

Grüße in die Runde,
Heiko

Holger Roloff
28. Mai 2009:

Wunderbar, wenn sich Unternehmer korrekt verhalten, Ihre Mitarbeiter zu schätzen wissen, bescheiden sind u.a. Tugenden besitzen.

ABER – damit lassen sich die antagonistischen Widersprüche, die innere Krisendynamik von Marktwirtschaft und Kapitalismus doch nicht überwinden!!! Wer sowas ernsthaft behauptet, argumentiert systemimmanent und zutiefst ideologisch. Das sieht man allein schon daran, dass Unternehmer Konkurrenz als etwas positives ansehen sollen. Noch deutlicher kann man es ja kaum machen.

Wir befinden uns am Ende eines langen, historischen Prozesses des modernen warenproduzierenden Systems. Dieses Ende ist durch eine generelle, gesamtgesellschaftliche Abwärtsbewegung gekennzeichnet. Das damit verbundene Ausbrennen, in dem sich zunehmend teile der Gesellschaft immer weniger “rechnen”, in der Inflation, Deflation und Stagflation miteinander wechseln und Wachstum (in der “Finanzwirtschaft”) seit 1990 nur noch simuliert werden konnte, um die ganze Veranstaltung überhaupt am Leben zu halten, da retten uns doch keine, auch noch so guten, unternehmerischen Tugenden!

Also bei allem Respekt… Insbesondere Herr Horx, ist diesbezüglich blind, taub und einer der Chef-Ideologen überhaupt. Sein Buch vom “Smart Capitalism” ist genau so eine ideologische Tellermine wie “Mehr Kapitalismus wagen” von Herrn Friedrich März. Die beiden passen wirklich zusammen…

Die wirkliche Ursache für die weltweite Krise seit 2007 ist ein genereller Prozess der Entsubstanzialisierung des abstraktes Wertes und damit aller Kapitalformen überhaupt. Nichts ist schlimmer, als das Unwissen, mit welchem Herr Horx argumentiert und hantiert. Seine Art von strukturellem Antisemitismus ist in seiner Penetranz unerträglich. Er ist mir schon mehrfach negativ, auch in deutschen Zeitungen (Hamburger Abendblatt) aufgefallen…

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem empfehle ich Fachartikel und Literatur der modernen Wertetheorie. – siehe auch http://www.exit-online.org

SH
28. Mai 2009:

Lieber Hr. Roloff,

ich kann Ihre Kritik an Horx’ Artikel nicht nachvollziehen. Denn in dem Artikel ging es nicht in erster Linie um abstrakte Systemfragen, sondern vielmehr um die Haltungen und das daraus resultierende Verhalten von MENSCHEN. Klar sind es aber am Ende die Menschen, die Systeme und Kulturen prägen.

Und was nun antagonistische Widersprüche, Ideologie oder gar struktureller Antisemitismus (???) mit dem Thema zu tun haben sollen, kann ich noch viel weniger nachvollziehen, sorry.

Grüße, Stefan Hagen

Holger Roloff
10. August 2009:

Lieber Hr. Hagen,
ich kann gerne versuchen anzudeuten, was ich meine. Es ist immer eine Frage aus welchem Blickwinkel man solche Argumente betrachten kann. Letztlich ist von einer höheren Ebene aus gesehen alles davon systemrelevant. Hier ein Beispiel für die Horxsche Ignoranz – Zitat:

Stefan Hagen
10. August 2009:

Lieber Hr. Roloff,

ich finde Ihre Argumentation nach wie vor wenig überzeugend.

Zu den Stichworten, die Sie in Ihren Ausführungen verwenden, habe ich im Internet einige interessante Meinungen gefunden, u.a. auch unter dem Titel “verkürzte Kapitalismuskritik”.

Insbesondere den Vergleich zum strukturellen Antisemitismus halte ich für reichlich überzogen und im Kern unrichtig. Sie malen damit in der Person von Matthias Horx (beispielhaft) ein Bild an die Wand, das mit der Realität meines Erachtens wenig bis gar nichts zu tun hat. Oder möchten Sie ernsthaft behaupten, dass Horx ein verkappter Antisemit ist?

Grüße, Stefan Hagen

neunvoltblock
7. September 2009:

Mann, sind Sie freundlich zu einem altlinken Wirrkopf, der auch noch mit der Antisemitismus-Keule schwingt.

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