Archiv für den Monat: Juni 2009

XMind – sensationell gut und kostenlos!

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Stephan List vom Toolblog hat mich dankenswerterweise auf XMind aufmerksam gemacht. Unglaublich, dass mir dieses Tool bislang durch die Lappen gegangen ist (existiert offensichtlich seit 2007).

Aber Schritt für Schritt. Ich habe XMind vor ca. einer halben Stunde installiert und ich bin absolut BEGEISTERT! XMind ist von der Funktionalität her wohl fast so gut wie professionelle Tools – und es ist KOSTENLOS (für PC, Mac und Linux). Zudem kann man ganz einfach Maps, die man lokal erstellt, ins Netz hochladen und teilen. Genial.

Hier einige Testberichte und Blogbeiträge, die Ihr Euch als zusätzliche Info durchlesen solltet:

Und hier noch ein Video, das Euch einige erste Eindrücke gibt.

Aber am besten installiert Ihr XMind einfach gaaaanz schnell. Dann könnt Ihr Euch selbst ein Bild machen.

PS: In der Mac-Version könnt Ihr Unterknoten mit der Tabulator-Taste einfügen (nicht wie angegeben mit „Einf“, denn eine Einfügen-Taste gibt’s ja beim Mac bekanntlich nicht).

MindMapping – bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit

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Seit vielen Jahren bin ich ein überzeugter „Mind-Mapper“. Ich nütze die MindMapping-Methode praktisch täglich:

  • Selbstmanagement: To-Do Listen, Ideensammlung, konzeptive Überlegungen, Lernhilfen…
  • Projektmanagement: Ideensammlung, 7-W-Fragen, Aufgaben- und Terminplanung…
  • Sitzungsmanagement: Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung (Protokollierung) von Besprechungen…
  • Komplexitätsmanagement: Informationen und Daten sammeln – Zusammenhänge verstehen – Dinge vereinfachen – Handeln

Ich persönlich haben den Marktführer Mindmanager von Mindjet in Verwendung. Aber auch die kostenlose Open Source Variante FreeMind ist für den Einstieg ganz OK. Im Bereich Online Mindmapping empfehle ich Mindmeister – sehr innovativ und cool (wurde ja auch von Ösis entwickelt).

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An alle Projektmanager/innen, die Mindmapping noch nicht einsetzen: Fangt damit an! 🙂

PS: Für unterwegs empfehle ich übrigens bunte Stifte und weiße Blätter zum Mind-Mappen…

Controlling als Basiskompetenz erfolgreicher Projektmanager/innen

controlling_scorecardControlling zählt zu den wichtigen Funktionen und Aufgaben von Projektmanager/innen. Controlling beinhaltet aber nicht nur die „Kontrolle“ sondern wesentlich auch die pro-aktive Steuerung von Projektprozessen.

In der aktuellen Ausgabe des (kostenlosen) Scorecard-Magazin sind einige hervorragende Fachbeiträge zum Thema Controlling enthalten. Es geht zwar nicht speziell um Projekt-Controlling, aber ich denke trotzdem, dass auch für Projektmanager/innen sehr relevante Informationen enthalten sind.

Übrigens: Ich hatte bereits vor längerer Zeit auf das Scorecard-Magazin hingewiesen. Aber diese Publikation verdient es, auch öfters beworben zu werden.

Blitzumfrage 15: Woran scheitern Projekte am häufigsten?

Spannungen erkennen, zulassen, steuern und nutzen

Der Begriff „Spannung“ spielt in meinem Leben eine große Rolle. Spontane Assoziationen, die ich mit dem Begriff habe:

  • Mein Job als Projektmanager und -begleiter ist extrem spannend.
  • Ich treffe laufend auf spannende Leute, die mich inspirieren, fordern und teilweise auch angreifen.
  • Natürlich erlebe ich aber auch immer wieder negative Spannungen oder „Über-Spannung“.
  • Projekte müssen für mich Sinn machen, nur dann sind sie spannend.
  • Ich versuche, meine Freizeit noch mehr als früher zur Ent-Spannung zu nützen.

Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Mit dem Spannungsbegriff (und dem, was dahinter steht) habe ich mich erstmals vor ca. 6 Jahren intensiver auseinander gesetzt. Damals war ich auf einem Vortrag von O.Univ.Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Bruno Buchberger (wow, was für ein Name…). Er referierte damals über Spannungsmanagement.

Hier einige Gedanken und Anregungen zum Thema Spannungsmanagement:

  • Spannung bedeutet Leben.
  • Wir sollten Spannung, Widersprüche und Unterschiedlichkeit (Diversity) als etwas Wichtiges und ungemein Nützliches begreifen.
  • Gute Manager/innen und Führungskräfte entwickeln ein Gefühl für Spannungen, sie können gut zuhören, sie können durch effektive Kommunikation Spannungen gezielt kanalisieren, ent-spannen oder auch verstärken.
  • Innovation, Kreativität und Entwicklung passiert nur, wenn wir Spannungen zulassen und Grenzen überschreiten.

Ein Ansatz, der im Bereich des Personalmanagements sehr nahe an das heran kommt, was ich meine, ist Diversiy Management.

Zum Abschluss noch ein Interview mit dem genialen Prof. Kruse, der Spannung, Unterschiedlichkeit und Vielfalt am Beispiel der Kreativität beschreibt:

Ist schlechtes Projektmanagement an der Krise der Automobilindustrie mitschuldig?

autobranche_pmDie Universität Erlangen-Nürnberg hat gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen maxence business consulting eine Studie in Unternehmen verschiedenster Branchen durchgeführt. Dabei kommen sie u.a. zum Schluss, dass ein wesentlicher Grund für die Krise der Automobilindustrie mangelhaftes Projektmanagement ist.

Als Indikator dafür – so lese ich es zumindest aus dem InformationWeek-Artikel heraus, soll das Nichtvorhandensein eines PMO (Project Management Office) sein.

Na ja…

Klar kann ein PMO das Projektmanagement in Unternehmen wesentlich voran bringen – aber ist es ein Allheilmittel oder Patentrezept? Ich denke nicht. PMO’s funktionieren dann, wenn sie vom Top-Management voll unterstützt werden und wenn sie einen starken Platz in der Hierarchie des Unternehmens bekommen. Dann kann ein PMO mit seinen Expert/innen KULTURVERÄNDERND in die Organisation eingreifen, durch Support, Coaching, Trainings und auch durch entsprechendes Performance Measurement und Controlling.

Wenn dies nicht gegeben ist, führt ein PMO ein Schattendasein in einer Organisation – ähnlich wie viele QM-Abteilungen.

Fazit: Die Leistungsfähigkeit des Projektmanagements einzig und allein an der Existenz eines PMO aufzuhängen ist meines Erachtens wesentlich zu kurz gedacht.

Über die Studie (Quelle Pressebox)

 

Die Universität Erlangen und maxence business consulting hatten Anfang 2009 mit Unterstützung von Compuware in Deutschland 232 Unternehmen nach dem Einsatz einer zentralen Instanz zur Koordinierung von Projekten befragt. Die Unternehmen kamen aus den Branchen Informationstechnologie, Automobil, Banken und Versicherungen, Pharma/Chemie, Transport und Logistik, Telekommunikation sowie Energieversorgung. Die Befragten sind in ihren Unternehmen überwiegend Projektleiter (24,1 Prozent), gefolgt von Leitern des Projektbüros im Fachbereich Projektmanagement (22,8 Prozent), Mitarbeitern in diesem Büro (15,5 Prozent), Fachbereichs- und Abteilungsleitern (15,5 Prozent) sowie Vorständen und Geschäftsführern (8,6 Prozent).

Bericht: PM Blogger Treffen in Berlin

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vlnr: Andreas Heilwagen, Stefan Hagen, Patrick Fritz, Frank Blome (hinter der Kamera)

Am 4. und 5. Juni trafen sich folgende PM Blogger in Berlin: Frank Blome (Merlin), Andreas Heilwagen (PJMB), Patrick Fritz (Jahooda), Stefan Hagen (PM-Blog). Tom Alby (Projektmanagement Definitionen) ging’s gesundheitlich nicht gut, drum musste er sich entschuldigen. Gute Besserung an dieser Stelle!

Warum ein Treffen unter PM Bloggern? Wir wollten heraus finden, ob es Möglichkeiten zur Kooperation und Netzwerkbildung gibt. Zudem wollten wir uns endlich mal persönlich kennen lernen und austauschen.

Was ist raus gekommen? Für mich das wichtigste Ergebnis: Es waren spannende 1,5 Tage mit super-netten Kollegen. Wir haben schlussendlich einige konkrete nächste Schritte beschlossen, alles weitere wird die Zukunft weisen. Das nächste Treffen wird’s im Herbst 09 geben.

Ich habe gerade einige Stichworte und Notizen in einem MindMap zusammen gefasst. Vielleicht interessiert’s Euch ja…

pm_bloggertreffen_mindmap