Archiv für den Monat: September 2009

Checkliste: So werden Ihre Projekte erfolgreich

fachbeitrag_haufe_pmBereits seit einigen Jahren habe ich die Ehre, einer der Moderatoren im „Projektmanagement Center“ der Competence Site zu sein.

Hier hat Fr. Kern von der Haufe Akademie kürzlich eine recht kompakte Checkliste (PDF) mit Erfolgsprinzipien für das Projektmanagement veröffentlicht. Die Punkte sind zwar „common sense“, trotzdem ist es immer wieder mal sinnvoll, sie sich ins Bewusstsein zu rufen.

Vorschlag:

a) Checkliste herunter laden und ausdrucken
b) durchlesen und ggf. Notizen anfügen
c) hinterfragen, inwiefern die Prinzipien in der eigenen Organisation befolgt werden

Und, werden in Deinem Unternehmen die grundlegenden Spielregeln für erfolgreiche Projekte eingehalten? Wenn ja, Gratulation! Wenn nein, warum nicht? Welche tieferen Ursachen könnte das Verhalten der verschiedenen Protagonisten haben?

PM Jobtrends in den USA

trends_jobs_USAKürzlich habe ich mich bei der XING Gruppe Kooperation im Projekt angemeldet. Immerhin hat diese Gruppe mit heutigem Datum beeindruckende 39.311 Mitglieder. Das konnte und wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Schnell habe ich im Forum ein für mich spannendes Diskussionsthema gefunden: „Scrum – Für den Vertrieb nur ein WORT?“. Im Zuge der Diskussion hat Markus Sprunck von „UniCredit Global Information Services S.p.A.“ einen sehr interessanten Link bereit gestellt. Denn offensichtlich gibt es mittlerweile Suchmaschinen (konkret verweist Hr. Sprunck auf „indeed“), bei denen man Jobtrends mitverfolgen kann.

Eine vergleichende Anzeige der Suchbegriffe

  • SCRUM and project management,
  • AGILE and project management und
  • PMI and project management Job Trends

zeigt für den Markt USA ein wirklich interessantes Bild.

Bei aller (berechtigten) Skepsis, mit der man solchen Datenbanken gegenüber stehen kann: Den Trend, den man auch „gefühlt“ am Markt wahrnehmen kann, bestätigt dieses Chart bei mir zumindest. Gemeint ist der Trend, dass agiles Projektmanagement (und damit auch agile Softwareentwicklung oder SCRUM) im Vergleich zu klassischen Methoden, Vorgehensmodellen und Standards rasant an Bedeutung gewinnt.

Gleichzeitig sagt mir mein Bauchgefühl, dass die klassischen Methoden des Projektmanagements, wie sie in den letzten 50-60 Jahren an Hochschulen, in der Weiterbildung oder anderswo gelehrt wurden, tendenziell an Bedeutung verlieren oder zumindest neu interpretiert werden müssen.

Was ist Management? Prof. Dr. Malik meldet sich zu Wort.

Malik2

Prof. Dr. Fredmund Malik

Den regelmäßigen Leserinnen und Lesern dieses Blogs wird es nicht entgangen sein: Mein Beitrag „Was ist Management?“ hat eine intensive und interessante Diskussion ausgelöst. Vor gut einer Woche hat sich nun überraschenderweise Prof. Dr. Malik persönlich bei mir gemeldet. Hier einige Auszüge seiner e-Mail:

Mehrfach war ich versucht, in der Diskussion mitzumachen, die Sie Ende Juli durch Ihre Meinung über den 1. Band meiner Buchreihe über Management ausgelöst haben. Vermutlich wäre das aber nicht zielführend, weil der Meinungsaustausch dann möglicherweise nicht mehr so entspannt und frei laufen würde.“

Weiters geht Malik kurz auf sein Verhältnis zum Begründer der St. Galler Managementlehre ein: Prof. Hans Ulrich. Denn Malik war während der Entwicklung des St. Galler Management Modells der 1. Generation einer der engsten wissenschaftlichen Mitarbeiter von Hans Ulrich. Dieses Modell hat Malik später weiter entwickelt. Entsprechend hält er auch die Definitionsunterschiede des Managementbegriffs, wie ich sie in meinem Blogbeitrag zwischen ihm und Prof. Ulrich getroffen habe, für unnötig.

Zur Kritik meines Kollegen Gebhard Borck schreibt Malik:

Die interessanten Einträge von Herrn Borck, dessen Kritik sich zurecht gegen weitverbreitete Realitäten in der heutigen Managementpraxis richtet. Seine Kritik ist u. a. deshalb berechtigt, weil er das ins Visier nimmt, was ich falsches und schlechtes Management nenne und aus diesem Grunde meinen Ansatz für richtiges und gutes Management entwickelt habe, wie ich im diskutierten Buch ausführlich begründet zu haben glaube.“

Spätestens am Fr, den 27.11. werde ich in Ludwigsburg die Gelegenheit bekommen, diese Frage mit Gebhard persönlich intensiv zu diskutieren.

Prof. Dr. Malik schließt seine Mail mit folgenden vier Punkten („Kontextinformationen“ zu unserer Management-Diskussion, wie er sie nennt) ab:

„1. Meine Management-Lehre und Management-Systeme sind  zum Unterschied anderer – völlig transparent, weil ich seit Jahren alles publiziere. Das hat mir häufig Kritik von Consulting-Konkurrenz eingetragen, dadurch würde ich das Consulting Geschäft schädigen, weil die Kunden dann alles Wissen hätten. Mit dieser Transparenz lade ich jedoch zu Auseinandersetzung und Kritik ein.
Management halte ich für gesellschaftlich zu wichtig und schlechtes Management für zu schädlich (siehe Krise), um es als geheimes Geschäftswissen zu behandeln.

2. Meine Ergebnisse wende ich nicht nur bei Kunden an, sondern zuerst und vorrangig in meinem eigenen Unternehmen, das heisst, wir probieren alles zuerst aus, bevor wir es Kunden empfehlen.

3. Im Laufe der Zeit habe ich die Rechte am Know How und am geistigen Nachlass vieler Pioniere erworben, mit denen ich zu ihren Lebzeiten eng zusammenarbeitete, so z. B. Aloys Gälweiler, Stafford Beer (Viable System), Frederic Vester, Wolfgang Mewes (EKS), und auch die Rechte am St. Galler Management Modell (Ulrich / Krieg) gehören mir, die ich der Universität St Gallen aber zur Nutzung überlasse.

4. Seit einigen Jahren organisieren wir die Ökopoliciade, einen Schüler-Politiker-Wettbewerb im vernetzten Denken. 2008/09 haben 90 000 deutsche Schüler mitgemacht. Die Siegerehrung war am 19. 6. 09 im Deutschen Bundestag. Die nächste Durchführung hat soeben begonnen. Diesmal werden wir 200.000 Schüler erreichen, die innert weniger Wochen systemisch-vernetzt Denken und Handeln lernen.“

Mein persönliches Fazit:

Ich halte die Management-Lehre von Prof. Dr. Malik nach wie vor für eine der besten und schlüssigsten. Selbstverständlich muss (und wird) sich das Management und die Führung von Organisationen in den nächsten weiterentwickeln. Ich denke aber, dass Maliks Werke schon sehr viel von dem beinhalten, was „richtiges und gutes Management“ heutzutage ausmacht.

ES BLEIBT SPANNEND.

Was Menschen im 21. Jahrhundert wirklich motiviert: SINN.

Mein von mir sehr geschätzter Kollege Gebhard Borck hat den SINN ins Zentrum seines Beratungsansatzes gestellt. Nicht ohne Grund: Denn es ist mittlerweile ausreichend erwiesen, dass uns SINN-losigkeit Milliarden kostet.

Nun habe ich bei ScrumSense.com einen wirklich hervorragenden TED-Vortrag von Dan Pink gefunden. It’s really worth watching the video!

Im übrigen spricht Dan Pink auch diverse Aspekte an, die Teil der kontrovers geführten „Management-Diskussion auf diesem Blog sind.

Emotionen in einer rational geprägten (Geschäfts)Welt

Eine Emotion ist ein psychophysiologischer Prozess, der durch die bewusste und/oder unbewusste Wahrnehmung und Interpretation eines Objekts oder einer Situation ausgelöst wird und mit physiologischen Veränderungen, spezifischen Kognitionen, subjektivem Gefühlserleben und einer Veränderung der Verhaltensbereitschaft einhergeht. Emotionen treten beim Menschen und bei höheren Tieren auf.“ (Quelle: Wikipedia)

Wir alle sind emotionale Wesen. Und ich glaube fest daran, dass Emotionen unser Leben maßgeblich bestimmen können. Und: Wir können unsere Emotionen (bis zu einem gewissen Maß) beeinflussen. Nämlich dadurch, wie wir die Welt sehen (möchten) – durch unsere kognitive Landkarte.

Kurz ein gedanklicher Sprung zum gestrigen Blogeintrag. Ich habe hier einen Vortrag von Tony Robbins verlinkt (den ich vorher übrigens nicht kannte). Eines war mir zu dem Zeitpunkt klar: Nämlich dass dieser Beitrag sicher die eine oder andere Reaktion hervorrufen wird. Warum? Weil

  • Tony Robbins „ach so amerikanisch ist„,
  • und weil „wir Europäer“ doch mit dieser „oberflächlichen und kulturlosen“ Art der Amis so wenig anfangen können,
  • und weil er in dem Vortrag doch „inhaltlich eh nichts wirklich Gescheites sagt„,
  • etc. etc.

Mir würden noch viele weitere mögliche Kritikpunkte einfallen, die dem einen oder anderen Zuseher des Videos sicher durch den Kopf gehen.

Ich gebe zu:

  • Man kann und soll solche Vorträge bzw. Menschen wie Tony Robbins durchaus kritisch betrachten und analysieren.
  • Es gibt sicher viele Punkte, die man an seinen Inhalten, seiner Haltung oder auch seiner Art zu recht beanstanden kann.
  • Und, es ist sicher größtenteils nicht „wissenschaftlich fundiert“, was der gute Tony da von sich lässt.

Trotzdem glaube ich, dass in dem Video einige gute und wirklich wichtige „Learnings“ enthalten sind.

Zurück zu den 3 zentralen Thesen dieses Blogbeitrags: „Wir sind emotionale Wesen. Emotionen beeinflussen unser Leben maßgeblich. Emotionen können wir beeinflussen.“

Wenn man sich (so wie ich hier) mit solchen Themen exponiert, läuft man immer Gefahr, sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Denn es ist wesentlich einfacher, über rationale, überprüfbare und wissenschaftlich fundierte Inhalte zu sprechen oder zu schreiben (

Dieser Beitrag wurde am von in Sonstiges, Video veröffentlicht. Schlagworte: , .

Warum tun wir, was wir tun? Und wie können wir es besser tun?

Anthony Robbins ist ein amerikanischer Bestseller-Autor, Speaker und NLP-Trainer.

Was Ihr von ihm haltet, überlasse ich Eurer eigenen Kritik. Ich finde zumindest seine Vortragsweise ziemlich elektrifizierend und seine Thesen durchaus anregend. Offensichtlich geht’s nicht nur mir so, denn dieser Vortrag ist unter den Top 10 TEDTalks of all times: „Why we do what we do, and how we can do it better?“