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	<title>Kommentare zu: Innovationskultur &#8211; Vom Wettbewerbsfaktor zur &#220;berlebensfrage.</title>
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	<description>Projekte - Management - Innovation</description>
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		<title>Von: S. Hagen</title>
		<link>http://pm-blog.com/2009/09/17/innovationskultur-vom-wettbewerbsfaktor-zur-uberlebensfrage/comment-page-/#comment-1479</link>
		<dc:creator>S. Hagen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 09:38:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://pm-blog.com/?p=2279#comment-1479</guid>
		<description>Hallo Hr. Kl&#228;ne,

danke f&#252;r Ihr nettes Feedback.

Ich stimme Ihren Gedankeng&#228;ngen gr&#246;&#223;tenteils zu. Meine Anregungen / Gedanken dazu:

a) Es ist ein Fakt, dass die Rahmenbedingungen in den allermeisten Bereichen komplexer, dynamischer und damit schwerer planbar werden.

b) Dies bedingt automatisch eine steigende Bedeutung agiler Vorgehensweisen.

c) Ich pers&#246;nlich verbinde Agilit&#228;t prim&#228;r mit der Softwareentwicklung (&quot;Agile Manifesto&quot;). Daraus leitet sich auch der Kontext zum Agilen Projektmanagement (APM) ab. Agiles Projektmanagement wiederum wird zuk&#252;nftig nicht mehr nur f&#252;r IT Projekte relevant sein, sondern f&#252;r die allermeisten Projektarten (Kundenprojekte, Innovationsprojekte, Bauprojekte...). Daran f&#252;hrt kein Weg vorbei.

d) Was ich pers&#246;nlich aber spontan nicht f&#252;r zielf&#252;hrend halte ist, den Agilit&#228;tsbegriff auf diverse weitere Themen (&quot;agiles Strategiemanagement&quot; etc.) zu &#252;bertragen. Denn wenn pl&#246;tzlich alles &quot;agil&quot; ist, dann ist gleichzeitig auch nichts mehr agil. Was ich damit sagen m&#246;chte: Der Begriff verliert an Sch&#228;rfe und Wertigkeit.

e) F&#252;r mich ist agiles Vorgehen auch ein &quot;systemisch effektives&quot; Vorgehen. Damit w&#228;ren wir auch automatisch bei der Systemtheorie und bei dem damit verbundenen Management-Paradigma (&quot;systemisch-evolution&#228;res Management&quot; - Malik).

&lt;b&gt;Fazit&lt;/b&gt;: Der Anteil an stabilen und damit &quot;top-down&quot; planbaren Herausforderungen wird unvermeidlich kleiner (wenngleich er nie ganz verschwinden wird!). Im Gegenzug wird der Anteil an komplexen, dynamischen und schlecht planbaren Herausforderungen gr&#246;&#223;er.

Meines Erachtens bietet die Systemtheorie (als Universal- und Querschnittstheorie) viele Antworten auf Fragen, die mit dieser Entwicklung einhergehen.

Mein Vorschlag: Belassen wir die Agilit&#228;t &lt;i&gt;vorerst&lt;/i&gt; mal dort, wo sie herkommt, n&#228;mlich in der Softwareentwicklung und im Projektmanagement.

N&#228;hern wir uns den generellen Fragen und Herausforderungen des Managements und der F&#252;hrung doch besser aus der Richtung der Systemtheorie und der Kybernetik. Dies ist ja &#252;brigens auch nichts Neues, denn Ulrich, Drucker, Malik etc. haben damit bereits vor Jahrzehnten begonnen.

Viele Gr&#252;&#223;e, Stefan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hr. Kl&auml;ne,</p>
<p>danke f&uuml;r Ihr nettes Feedback.</p>
<p>Ich stimme Ihren Gedankeng&auml;ngen gr&ouml;&szlig;tenteils zu. Meine Anregungen / Gedanken dazu:</p>
<p>a) Es ist ein Fakt, dass die Rahmenbedingungen in den allermeisten Bereichen komplexer, dynamischer und damit schwerer planbar werden.</p>
<p>b) Dies bedingt automatisch eine steigende Bedeutung agiler Vorgehensweisen.</p>
<p>c) Ich pers&ouml;nlich verbinde Agilit&auml;t prim&auml;r mit der Softwareentwicklung (&#8220;Agile Manifesto&#8221;). Daraus leitet sich auch der Kontext zum Agilen Projektmanagement (APM) ab. Agiles Projektmanagement wiederum wird zuk&uuml;nftig nicht mehr nur f&uuml;r IT Projekte relevant sein, sondern f&uuml;r die allermeisten Projektarten (Kundenprojekte, Innovationsprojekte, Bauprojekte&#8230;). Daran f&uuml;hrt kein Weg vorbei.</p>
<p>d) Was ich pers&ouml;nlich aber spontan nicht f&uuml;r zielf&uuml;hrend halte ist, den Agilit&auml;tsbegriff auf diverse weitere Themen (&#8220;agiles Strategiemanagement&#8221; etc.) zu &uuml;bertragen. Denn wenn pl&ouml;tzlich alles &#8220;agil&#8221; ist, dann ist gleichzeitig auch nichts mehr agil. Was ich damit sagen m&ouml;chte: Der Begriff verliert an Sch&auml;rfe und Wertigkeit.</p>
<p>e) F&uuml;r mich ist agiles Vorgehen auch ein &#8220;systemisch effektives&#8221; Vorgehen. Damit w&auml;ren wir auch automatisch bei der Systemtheorie und bei dem damit verbundenen Management-Paradigma (&#8220;systemisch-evolution&auml;res Management&#8221; &#8211; Malik).</p>
<p><b>Fazit</b>: Der Anteil an stabilen und damit &#8220;top-down&#8221; planbaren Herausforderungen wird unvermeidlich kleiner (wenngleich er nie ganz verschwinden wird!). Im Gegenzug wird der Anteil an komplexen, dynamischen und schlecht planbaren Herausforderungen gr&ouml;&szlig;er.</p>
<p>Meines Erachtens bietet die Systemtheorie (als Universal- und Querschnittstheorie) viele Antworten auf Fragen, die mit dieser Entwicklung einhergehen.</p>
<p>Mein Vorschlag: Belassen wir die Agilit&auml;t <i>vorerst</i> mal dort, wo sie herkommt, n&auml;mlich in der Softwareentwicklung und im Projektmanagement.</p>
<p>N&auml;hern wir uns den generellen Fragen und Herausforderungen des Managements und der F&uuml;hrung doch besser aus der Richtung der Systemtheorie und der Kybernetik. Dies ist ja &uuml;brigens auch nichts Neues, denn Ulrich, Drucker, Malik etc. haben damit bereits vor Jahrzehnten begonnen.</p>
<p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Stefan</p>
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	<item>
		<title>Von: Christoph Kl&#228;ne</title>
		<link>http://pm-blog.com/2009/09/17/innovationskultur-vom-wettbewerbsfaktor-zur-uberlebensfrage/comment-page-1/#comment-1478</link>
		<dc:creator>Christoph Kl&#228;ne</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 08:02:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://pm-blog.com/?p=2279#comment-1478</guid>
		<description>Hallo Herr Hagen,
ich habe mich jetzt seit einiger Zeit regelm&#228;&#223;ig in Ihrem Blog umgesehen und muss sagen er hebt sich wirklich positiv von den &#252;brigen Blogs zum Thema Projektmanagement ab. Der Artikel zum Thema Innovationskultur hat mich jetzt aber doch veranlasst mich mal mit einem Kommentar an Sie zu wenden. Was mir an diesem Artikel zum ersten mal in der Szene der Projektmanager positiv auff&#228;llt ist der &quot;Blick &#252;ber den Tellerrand&quot; des Projektmanagements. Das Thema &quot;agiles Projektmanagement&quot; ist in vielen Artikeln hinreichend diskutiert worden und sicher auch unbestritten der richtige Weg, das zeigt auch meine Erfahrung. Eines st&#246;rt mich jedoch immer wieder spontan in der Diskussion. Es wird immer nur von Projektmanagement gesprochen. Woher kommen aber all die Projekte die da so agil gemanaged werden sollen oder sollten? Doch immer nur aus einer (hoffentlich) vorhandenen Strategie?! Dann muss es doch eigentlich in der Begrifflichkeit auch folgerichtig heissen &quot;agiles Strategiemanagement&quot; oder noch besser &quot;agile Strategieumsetzung&quot;. Das gibt dem Kind doch erst den richtigen Namen - finde ich zumindest. Agiles Projektmanagement greift zu kurz. Wie sagte schon Tucholsky? &quot;Erfahrung hei&#223;t gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.&quot;. Also, man kann ein Projekt auch absolut agil durchf&#252;hren, wenn der Strategic Fit nicht kontinuierlich &#252;berwacht und erreicht wird n&#252;tzt alle Bem&#252;hung rein gar nichts. Auf der Ebene der &quot;agilen Strategieumsetzung&quot; jedoch sind die &quot;agilen Methoden&quot; dann jedoch nur noch EIN Baustein von vielen. Auch w&#252;rde hier der Begriff &quot;agil&quot; einen, f&#252;r meine Begriffe, viel besseren Sinn bekommen n&#228;mlich weg von &quot;fummeln und basteln 2.0&quot; (was die direkte &#220;bersetzung des Begriffes aus meiner Diskussionserfahrung mit Kunden ist) hin zu &quot;unmittelbar wirkungsvoll handeln&quot;. Ein weiteres sehr wichtiges Instrument, wenn auch nicht unbedingt aus dem Dunstkreis der agilen Methoden, ist doch auch die Existenz eines sauberen Business Cases f&#252;r ein jedes Projekt, der nat&#252;rlich auch nachgehalten werden muss. Auf diese Weise w&#252;rde sicher der &quot;Fire and forget&quot;-Mentalit&#228;t vieler Projektportfolien Einhalt geboten werden. Fazit: Unternehmen an sich sollten insgesamt agil werden, im Sinne von: alles was wir tun muss auch unmittelbar wirkungsvolles Handeln abzielen, um so schneller als der Wettbewerb zu sein, und nicht nur einzelne Disziplinen.

Beste Gr&#252;&#223;e nach Lustenau</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Hagen,<br />
ich habe mich jetzt seit einiger Zeit regelm&auml;&szlig;ig in Ihrem Blog umgesehen und muss sagen er hebt sich wirklich positiv von den &uuml;brigen Blogs zum Thema Projektmanagement ab. Der Artikel zum Thema Innovationskultur hat mich jetzt aber doch veranlasst mich mal mit einem Kommentar an Sie zu wenden. Was mir an diesem Artikel zum ersten mal in der Szene der Projektmanager positiv auff&auml;llt ist der &#8220;Blick &uuml;ber den Tellerrand&#8221; des Projektmanagements. Das Thema &#8220;agiles Projektmanagement&#8221; ist in vielen Artikeln hinreichend diskutiert worden und sicher auch unbestritten der richtige Weg, das zeigt auch meine Erfahrung. Eines st&ouml;rt mich jedoch immer wieder spontan in der Diskussion. Es wird immer nur von Projektmanagement gesprochen. Woher kommen aber all die Projekte die da so agil gemanaged werden sollen oder sollten? Doch immer nur aus einer (hoffentlich) vorhandenen Strategie?! Dann muss es doch eigentlich in der Begrifflichkeit auch folgerichtig heissen &#8220;agiles Strategiemanagement&#8221; oder noch besser &#8220;agile Strategieumsetzung&#8221;. Das gibt dem Kind doch erst den richtigen Namen &#8211; finde ich zumindest. Agiles Projektmanagement greift zu kurz. Wie sagte schon Tucholsky? &#8220;Erfahrung hei&szlig;t gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.&#8221;. Also, man kann ein Projekt auch absolut agil durchf&uuml;hren, wenn der Strategic Fit nicht kontinuierlich &uuml;berwacht und erreicht wird n&uuml;tzt alle Bem&uuml;hung rein gar nichts. Auf der Ebene der &#8220;agilen Strategieumsetzung&#8221; jedoch sind die &#8220;agilen Methoden&#8221; dann jedoch nur noch EIN Baustein von vielen. Auch w&uuml;rde hier der Begriff &#8220;agil&#8221; einen, f&uuml;r meine Begriffe, viel besseren Sinn bekommen n&auml;mlich weg von &#8220;fummeln und basteln 2.0&#8243; (was die direkte &Uuml;bersetzung des Begriffes aus meiner Diskussionserfahrung mit Kunden ist) hin zu &#8220;unmittelbar wirkungsvoll handeln&#8221;. Ein weiteres sehr wichtiges Instrument, wenn auch nicht unbedingt aus dem Dunstkreis der agilen Methoden, ist doch auch die Existenz eines sauberen Business Cases f&uuml;r ein jedes Projekt, der nat&uuml;rlich auch nachgehalten werden muss. Auf diese Weise w&uuml;rde sicher der &#8220;Fire and forget&#8221;-Mentalit&auml;t vieler Projektportfolien Einhalt geboten werden. Fazit: Unternehmen an sich sollten insgesamt agil werden, im Sinne von: alles was wir tun muss auch unmittelbar wirkungsvolles Handeln abzielen, um so schneller als der Wettbewerb zu sein, und nicht nur einzelne Disziplinen.</p>
<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e nach Lustenau</p>
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