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Grundhaltungen

Geschrieben von S. Hagen am 29. September, 2009


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8 Kommentare zum Thema
“Grundhaltungen”

Nicolas Kübler
29. September 2009:

Dem stimme ich vollkommen zu und zugleich zeigt sich hier ein großes Problem. Denn wie du bereits sagst, handelt es sich hier um eine Grundhaltung und nicht um Fähigkeiten. Ausgehend von der Annahme, dass diese nur schwer änderbar oder imitierbar ist, stellt sich doch folgende Frage. Was passiert wenn diese bei einem Manager nicht vorhanden sind?

Wie der Titel des Buches vermuten lässt, geht es hier auch um Fördern (und wahrscheinlich auch Fordern), wo würdest du das sehen? Ist das Teil einer Haltung, des Characters oder eher “nur” eine Fähigkeit?

S. Hagen
29. September 2009:

Hi Nicolas,

ich bin felsenfest davon überzeugt, dass JEDER Mensch seine Haltung verändern kann. In etwa in dieser Reihenfolge:

a) Grundhaltungen hinterfragen und ggf. mit Vertrauten darüber sprechen
b) Entschluss, seine Haltungen zu verändern
c) Tag für Tag an sich arbeiten

It’s easy!

Und: Grundhaltungen sind definitiv KEINE Fähigkeiten. Denn wie gesagt, Jede/r ist dazu fähig, seine Haltungen zu ändern.

Grüße, Stefan

Jan A. Poczynek
30. September 2009:

hi Stefan,

ich stimme Dir zu, wiewohl ich auch die grenzen dessen sehe.
oft entstehen dann nämlich erlernte muster, die solange gut wirken, wie es keinen ausserordentlichen stress- oder angstzustand gibt. dann nämlich kommt der “rückfall” in die ur-muster.

haltungen (restlos) zu erneuern ist nicht unmöglich. ein weites feld, an dem jeder – sein leben lang – arbeiten könnte.

gefährlich sind oberflächliche “abkürzungen”.

sunshine!
Jan

S. Hagen
30. September 2009:

@Jan: Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nicolas Kübler
30. September 2009:

Ich stimme auch Jan’s Antwort zu, denn diese passt besser zu meiner bisherigen Erfahrung.

Stefan, deinen Weg halte ich zwar für richtig, aber ich frage mich, wie groß hier die Auswirkungen in der Änderung der Haltung sind.
Meine bisherige Erfahrung zeigt, dass es doch eher immer größere Einschnitte im Leben sind, die größere Korrekturen in der Haltung bewirken.
Hast du andere Erfahrungen gemacht, die einen Menschen bewegt hatten, seine Grundhaltung zu überdenken? Interessant fände ich auch, bei welchem der drei Punkte du das größte Problem siehst.

S. Hagen
30. September 2009:

Hallo Nicolas,

Du hast sicher recht: Häufig sind es einschneidende Erlebnisse, die uns dazu bringen, unsere Grundhaltungen zu überdenken.

Aber nicht nur: Ich denke beispielsweise, dass sich Haltungen auch durch gute Gespräche (z.B. in einer Partnerschaft oder im Freundeskreis) ändern können. Beispielsweise kann ich behaupten, dass meine Frau bei mir gewisse Veränderungen bewirkt hat – und umgekehrt ;-)

Vielleicht noch eine weitere persönliche Geschichte zum Thema: Vor ca. 6 Jahren habe ich mal einen einwöchigen Hypnosekurs gemacht. Hört sich vielleicht mystisch an – ist’s aber überhaupt nicht. Dort haben wir auch autosuggestive Techniken geübt. 1-2 Jahre später habe ich mich mit diesen Techniken dann bewusst auf “Gelassenheit” programmiert. Anders gesagt: Ich habe an mir gearbeitet. Ich kann nur sagen: Bei mir hat das ENORM viel bewirkt (bzw. gelöst).

Schlussendlich ist das Thema der Grundhaltungen aber sicher immer ein sehr persönliches und individuelles Thema. Trotzdem glaube ich (auch aus eigener Erfahrung) fest daran, dass Grundhaltungen (oder eine Änderung derer) viel bewirken können.

Grüße,

Stefan

Jan A. Poczynek
30. September 2009:

gelassenheit ist eine großartige qualität, weil sie – für mich – auch so nahe mit der achtsamkeit verbunden ist. davon halte ich lebensphilosophisch sehr viel.

Nicolas Kübler
6. Oktober 2009:

Entschuldige für die späte Antwort. Ich bedanke mich für das sehr persönliche Beispiel, da es zeigt, dass viel möglich ist.

Vielleicht stimmst du mir mittlerweile zu, dass es nicht ganz so “easy” ist — aber definitiv möglich. Ich denke wichtig für diese Änderung waren folgende zwei Aspekte, über die ich immer wieder bei solchen Themen stoße: “Drive and Determination”. Das heißt du hattest einen Antrieb und die notwendige Entschlossenheit es durchzuziehen.

Nach meiner Beobachtung fehlen gerade diese beiden Punkte in Fällen, in denen zwar eine Änderung als sinnvoll erkannt wurde, aber eben nicht das von dir genannte ‘Tag für Tag daran arbeiten’ folgt.





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