Das Internet wird unsere Gesellschaft verändern

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Immer wieder führe ich kontroverse Diskussionen zum Thema „Web 2.0“ mit Kolleg/innen, Kund/innen und Geschäftspartner/innen. Denn aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen mit dem Internet und den jüngsten Entwicklungen bin ich felsenfest davon überzeugt, dass das Internet unsere Wirtschaft und auch unsere Gesellschaft nachhaltig verändern wird.

Solche Thesen werden von „gestandenen Führungskräften“ und „etablierten Berater/innen“ häufig vehement in Frage gestellt. Denn sie sind der Ansicht, dass das Web 2.0 primär was für Teenager, Freaks und Nerds ist. Auch die Wissenschaft misst dem Thema (nach meiner Wahrnehmung) noch relativ wenig Bedeutung zu.

Anders sieht es Prof. Dr. Kruse. Er ist als hochkompetenter Wissenschaftler, Vortragender, Berater, Unternehmer und aktiver Internet-Prosument davon überzeugt, dass die Netzwerkkultur die Gesellschaft sehr wohl verändern wird. Sein Keynote-Vortrag zum Thema „Revolution 2.0 – Wie die Netzwerkkultur die Gesellschaft verändert“ ist vollgepackt mit fundierten Fakten, Beispielen und Hypothesen zur weiteren Entwicklung des Internets. Hochspannend und in vielen Punkten auch eine Bestätigung für „internetaffine Manager/innen“ 🙂

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Die Slides zum Vortrag können Sie sich auf Peter Kruses Blog herunter laden.

Nachtrag: Unsere Zukunft in der Matrix (ZEIT online)

14 Gedanken zu „Das Internet wird unsere Gesellschaft verändern

  1. Oliver Ruhm

    Ich denke, dass das Internet die Welt so stark bzw. schwach verändern wird wie der elektrische Strom: eine absolut selbstverständlich immer verfügbare „Grundlage“ – wie fließend Wasser, Strom und Gas. Und in dieser Selbstverständlichkeit der ständigen Verfügbarkeit wird die Normalität eintreten, die doch jetzt schon anklopft:

    Klar, wenn man wollte, könnte man jederzeit und stundenlang im heißen Whirlpool sitzen und Fernsehen. Aber man tut es nur, solange es nicht Gewohnheit wird.

    Die Pioniere – so will ich sie jetzt mal nennen – der Web 2.0 gelten heute als Nerds, aber sie schaffen die Verhältnisse der zukünftigen Normalität.

    Ich für meinen Teil schalte mein iPhone seit einigen Tagen am Abend aus, lass meinen Mac oft im Büro und bin froh, keine Social Media und Blogs um mich zu haben. Und keine Emails.

    Meine Projektion: der Zenit der Entwicklung ist überschritten worden. Nun kommt – langsam aber sicher – das Zeitalter der maßvollen und zielgerichteten Verwendung von Webapplikationen (und Social Media).

    Nur meine zwei Groschen.
    Oliver

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  2. Gebhard Borck

    Was mir dabei auffällt ist, auch Prof. Kruse, den ich wirklich mag, bringt nur Beispiele für die öffentliche Meinungsbildung und die Reaktion auf öffentliche Informationen.

    Mit keinem Wort erwähnt er die Revolution in unseren Firmen, in unseren Unternehmen.

    Ich bin der Meinung, dass alles was die 2.0 Wave behauptet für unser Privatleben und für einige Freiberufler stimmt, ebenso revolutionär, wie es Dr. Kruse beschreibt.

    Meinungsbildung, Meinungstranpsarenz, Menschenrechtsvergehen usw. alle dacord.

    Doch für unsere Unternehmensstrukturen sehe ich noch nichts revolutionäres passieren.

    Ich bin ein Freund der neuen Technologien, jeden Tag im Netz, Tauche ein, probiere aus, schaue an usw. und doch habe ich eine leise Stimme im Hintrkopf die mir ständig etwas von Brot und Spielen erzähhlt.
    Was, wenn das Internet ein globaler, vernetzer hoch dynamischer Circus Maximus ist, der uns davon ablenkt, wirklich etwas zu verändern?

    Die Revolution ist genauso Fakt wie sie von Prof. Kruse aufgezeigt wird. Ebenso ist es Fakt, dass ein schlecht geführter Automobilkonzern nicht nur fähig ist, Regierungen zu fobben, sondern es aucht tut!

    Ich sehe die Revolution heute vor allem im Marketing, in den Medien, in der öffentlichen MeinungsBILDung.

    Wir müssen noch einiges dafür tun, dass 2.0 Technologien Einzug in unsere Unternehmen halten, dass sie überholte Strukturen aufbrechen und eine gute Alternative dazu anbieten.

    Ich freue mich, wenn uns am 27. September auch dazu etwas einfällt ;o)!

    Gruß
    Gebhard

    Antworten
  3. Thomas Bäro

    Danke für den Verweis auf den Beitrag von Dr. Kruse. Dass das Thema der Kommunikation in Unternehmen nicht von ihm thematisiert wurde, halte ich für nicht so schlimm.

    Ich glaube, dass wir gerade eine gesellschaftliche Veränderung erleben. Menschen ändern ihr Kommunikationsverhalten. Auf einer der letzten Folien waren dies Menschen von ca. 30 Jahren (im Maximum der Kurve der Residents und Visitors). Ein Teil dieser Menschen wird in ca. 10-15 Jahren in den Schaltzentralen der Firmen angekommen sein. Diese Menschen werden Rollen wie

    Antworten
  4. Pingback: Professor Peter Kruse über die Revolution 2.0 - Netzlogbuch

  5. Nik Ostertag

    Aber natürlich verändert sich’s.

    Wenn ein Glaubenskrieg losbricht, wie hier in der Schweiz geschehen, darüber, ob Angestellte der öffentlichen Institutionen Facebook nutzen dürfen – ob das der Arbeit abträglich sei oder nicht -, wenn unsere Schüler und Schülerinnen sich auf Nachhilfe-Seiten einloggen, um sich interaktiv bei ihren Projekten unterstützen lassen, wenn ich bestimmte Ordner mit meiner Geschäftsleitung synchron halte und wir gemeinsam an Texten schreiben, wenn ich nun „aktuelles“ auf unserer Homepage einfach mal kurz in meine Vernetzung schicken kann, wenn die Wasserversorgung von London automatisiert von einem Ort in Indien aus gesteuert wird und die Klimaanlagen grosser Geschäftshäuser in Singapur von einem kleinen Dorf am Zürichsee aus, wenn Wahlen entscheidend von „Online“ mitbestimmt werden, wenn, wenn, wenn.

    Was heisst denn schon Web 2.0? Es geht doch darum, dass einfach immer mehr alles mit allem verbunden wird und alle Verbundenen beteiligt aktiv mit dabei sind.

    Ich bin überzeugt davon, dass wir erst am Anfang einer Entwicklung stehen, die wir noch überhaupt nicht begriffen haben: allein die nun allmählich anlaufende kommerziell relevant werdende Nanotechnologie hat ein unvollstellbares Potential.

    Ich habe das Privileg, dass ich als „älterer Herr“ und Digital Immigrant täglich mit Digital Natives zu tun habe (Nerds also). Was ich von ihnen lerne ist, dass ich trotz lebenslangem Lernen die Dinge immer noch so tue und vor allem in Strukturen denke, wie sie es sich schlicht nicht vorstellen können und nie vorgestellt haben.

    Jede neue Technologie wird zunächst dazu benutzt, das was gemacht wird, anders gemacht wird: schneller, einfacher, und mit einigen Verbesserungen. Das Potential der neuen Technolgie, einen paradigmatischen Wechsel zu bewirken, wird erst nach einger Zeit erkannt und genutzt.

    Und ich bleibe dabei: diese Jugendlichen werden eines Tages (wann ist eine sehr berechtigte Frage) in grossen und kleinen Firmen Entscheidungen darüber treffen, wie es nun gemacht wird und bis dahin werden dann andere die Nerds sein, von denen man nicht so recht weiss, wie ernst mann sie nehmen soll. Und was werden wir dann meinen, wenn wir von „Firmen“ und „Unternehmen“ sprechen?

    Vermutlich wird auch dann in den Stiefeln der Vorgänger weitergemacht, aber die Richtung in die gegangen wird, ist eine andere. Dass Macht, wenn man sie denn hat, das Verhalten prägt, das ist gewiss wahr, aber die Druckverhältnisse ändern sich doch sehr starkt. In meinem eigenen Bereich, Bildung mit besonderen Jugendlichen, ist das so. Wer nicht bereit ist zu einer gewissen Transparenz, zur Veröffentlich von Information, gerät sehr schnell unter Druck. Vergleiche ich die Informationsfreigabe der öffentlichen Verwaltung heute mit jener vor 5 Jahren, dann ist das überdeutlich.

    Es ist sicher so, dass grosse Unternehmen und die öffentliche Verwaltung nur sehr langsam von der Veränderung erfasst werden (und das ist auch gut so – nicht alles was neu möglich ist, muss auch gleich gemacht werden, Gott bewahre), aber die Veränderung findet statt. 10 Jahre zurückschauen und dann 10 Jahre in die Zukunft zu denken versuchen. Hat irgendwer „Veränderung“ gesagt?

    Aber natürlich verändert sich’s. Wenn wir nur wüssten wie!

    Antworten
  6. Pingback: Susanne & Norbert Hayduk » Revolution 2.0

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