PM Software: Zwischenergebnis (2)

Aktualisierung vom 20.2.2010:

Sensationell, sage und schreibe 473 Stimmen wurden in den letzten 8 Tagen abgegeben – absoluter Rekord für den PM-Blog. VIELEN DANK an alle, die sich an der Umfrage beteiligt haben!

Aufgrund der Masse an Tools habe ich mich entschlossen, nur noch die Tools mit mind. 3 Rückmeldungen in die Statistik aufzunehmen. Hoffe, das ist für Euch OK so. Hier das aktuelle Zwischenergebnis:

Das Blatt hat sich gewendet. Nach knapp 300 Rückmeldungen sind die MindMapping Tools (z.B. Mindmanager, Freemind, Xmind, Mindmeister…) mit 72 Stimmen vorne. Unmittelbar danach kommt die Microsoft-Phalanx mit den Office Produkten, MS Project und MS Share Point.

Meine persönliche Vermutung ist, dass bei den Office-Produkten insbesondere Excel stark genutzt wird.

Für mich überraschend ist auch, dass Google Docs schon eine recht hohe Verbreitung hat (18 Stimmen). Auch die A-Plan Fans haben sich zu Wort gemeldet (15 Stimmen). Der PM-Blog-Werbepartner ZCOPE ist schon bei 6 Unternehmen im Einsatz.

9 Gedanken zu „PM Software: Zwischenergebnis (2)

  1. Pingback: Umfrage zu Software-Tools im Projektmanagement » MacPM.net

  2. Nina Braschler

    Sehr spannend, diese Umfrage. Danke! Was mich extrem erstaunt ist, dass MS Office immer noch so weit vorne ist. Ich fürchte, dass die meisten Proljektleiter tatsächlich immer noch alles über Excel machen.
    Ich frage mich, wo beispielsweise ein Produktbacklog geführt wird? Wo die Tasks verwaltet werden? Wo der Fortschritt gemessen wird? Macht man das wirklich alles noch im Excel? Gewiss hat Sharepoint auch ein gutes Resultat erziehlt und mit Sharepoint lässt sich zumindest einiges besser darstellen. Aber gerade bei der agilen Methodik kommen die MS Produkte doch relativ schnell an ihre Grenzen. Hier gibt es Tools wie JIRA oder Targetprocess, die besser unterstützen.
    Und warum erstaunt mich das so? Weil in vielen Blogs und auch in Twitter die dynamischen, selbstorganisierenden Teams hoch gelobt werden und die agile Methodik scheint hoch im Trend zu sein. Dynamische Teams brauchen meiner Meinung nach auch gute, “dynamische” Tools und keine statischen MS Dokumente, wie beispielsweise Excel.

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  3. Eberhard Huber

    Spannend in der Tat.

    @Nina Braschler … ich kenne einige gute Teams, die mit Whiteboard und Zetteln arbeiten, die “Ein-Blick-Visusalisierung” ist in SW Tools für meinen Geschmack noch nicht überzeugend gelöst. Wenn man sich die Beispiele hier

    http://www.xqa.com.ar/visualmanagement/

    anschaut, wird klar, dass eine GUI eines Software-Tools immer noch Schwierigkeiten hat das zu leisten.

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  4. S. Hagen Artikelautor

    Hallo Eberhard,

    danke für diesen Tipp!

    Ich bin auch davon überzeugt, dass man Projekte ohne irgendwelche Software Tools managen kann. Allerdings

    - nicht alle Projekte,
    - nicht mit allen Teams und
    - nicht in jedem Unternehmen.

    Trotzdem: Ein super Input und ein sehr interessanter Link.

    Viele Grüße! Stefan

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  5. Nina Braschler

    @Eberhard Huber: Vielen Dank für den Input. Das schaue ich mir gerne genauer an.

    @Stefan Hagen: Ja, dem stimme ich zu. Es braucht nicht immer Software Tools um Projekte abzuwickeln. Allerdings sind die Tools doch manchmal ganz hilfreich. Bei physischen Teams, die in einem Raum sitzen, wäre eine Post-it oder Flipchart Lösung sicher auch möglich und umsetzbar. Bei virtuellen Teams, welche an unterschiedlichen Standorten arbeiten sehe ich das noch nicht ganz. Aber ich muss zuerst noch den Post von Eberhard Huber ganz durchlesen ;o)

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  6. Andreas Christian Habicht (Benutzer)

    Danke Eberhard Huber, das Beispiel auf der Seite: http://www.xqa.com.ar/visualmanagement/ ist toll.

    Die Geschichte mit dem “Post-It-Wahnsinn zeigt die Grenzen. Meine Erfahrung mit PM Systemen sind, dass wir vor allem in Changeprozessen nur wenige Leute haben, die mit MSP, ARTEMIS, MERLIN etc. wirklich umgehen können. Wir verwenden deshalb sehr weit entwickelte EXCEL Projektablaufpläne, Terminlisten, Balkenterminpläne, Checklisten und nutzen Gliederungsfunktionen in großen Projekten bis zu 2.500 Aktivitäten (+-), Autofilter etc., zusätzlich setzen wir MindManager auch als Dokumentationssystem ein. Nicht weil das perfekt ist, sondern weil die meisten Teammitglieder sich sehr schnell darin zurecht finden. Leider können wir mit EXCEL keine komplexen Netzpläne abbilden, aber die haben unsere Projektleiter dann eben im Kopf, das geht wirklich! Das perfekte System gibt es eben nicht, aber mit unserem Kompromiss sind wir und die Kunden zufrieden.

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  7. Gebhard Borck

    Ich teile diese Tools ganz anders ein und aus dieser Einteilung lässt sich evtl. auch die Beliebtheit von Excel, MindMap und Co. begründen.

    Ich trenne in anarchische und strukturierte Tools. Anarchische sind eben MS-Office, Mailsoftware, MindMaps etc. Was ich da rein schreibe, wie ich es rein schreibe, wann wer was verändert usw. alles unkontrolliert, Freitext, statistisch kaum verwertbar, unsicher, instabil und eben höchst agil, wenn man so möchte.

    Dem gegenüber stehen strukturierte Tools mit fixen Statimeldungen, Pflichteingaben, festgelegten Ressourcen- und Terminzuordnungen, die nicht von Jedermann geändert werden können, statistische Auswertbarkeit und weniger Agilität, wenn man so möchte.

    Menschzentriert im aktuell vorherrschenden Sozialsystem (mehr dazu unter http://bit.ly/aeY6Cq) ist anarchisch. Denn wenn sich Menschen im System offen legen/ transparent machen, haben sie vor allem mit Bestrafung zu rechnen, mit Lob in keinem Fall.

    In dieser Gesellschaft ist der Wahlspruch, den ich aus einigen Unternehmen im Bezug auf Projekmanagement kenne wohl angebracht und Excel und Co. absolut ausreichend für die Umsetzung.

    “Den Masterplan dokumentieren wir, wenn das Ergebnis erzielt ist.”
    oder wie es Steve Jobs so nett »connecting the dots« (http://bit.ly/cyVfK1) nennt.

    Gruß
    Gebhard

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  8. Bernd

    Das “Stift und Zettel” genannt wurden, finde ich aus mehreren Blickwinkeln betrachtet Klasse *Daumen hoch*. …auch wenn ich diese Software selbst nicht kenne ;o) )

    Im IAW (Aachener Institut für Arbeitswissenschaften), gibt es nun, (seit 2009) im HRM-Bereich, Vorlesungen zum Thema “Moderation”. *Bin schon gespannt auf die ersten (öffentlich zugänglichen) Scripts zu diesem Thema* :o)

    Meiner Meinung nach (ich verwende neben Mindmapping vorallem Excel und Word) ist Excel, auf einer anderen Ebene, ebenso ein “Schweitzer Taschenmesser” wie Mindmapping Tools.

    Herr Huber hat kürzlich einen weiteren “genialen” Beitrag “veröffentlicht” (…und nein, ich habe keine Verträge oä mit Ihm…)

    http://www.pentaeder.de/projekte/2010/02/23/aus-4-mach-5-das-kommunikationsfunfeck/

    –> Als Anregung meinserseits (da Empathie einer der größten Hebel im PM ist^^) könnte man die Ohren auf den 5 Notenlinien auch in “Giraffen-” oder “Wolfsohren” unterscheiden. (Das Thema “GFK”…) …ebenso wie die daraus resultierenden Worte :o)
    *Jupp, da sind wir schon fast beim Thema “Menschen-, Weltbild -> Und nein, soweit will hier niemand abschweifen ;D )*

    Technologisch habe ich einen Tipp für die “Stift und Zettel – Gemeinde”:

    http://www.youtube.com/watch?v=uJNWlOhSyhA

    Vlt. lässt man in Zukunft tatsächlich den Schlepptop zuhaus ;o)

    Interessant fände ich übrigens auch, wie Blog-Software etc.* in so einer Umfrage abschneidet…

    Vielen Dank für diesen Blog / diesen “Austauschraum”

    Bernd

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  9. Mitch

    @Stefan Hagen:
    Na dann will ich mal sehen wie Ressourcenmanagement gemacht wird, wenn die Ressourcen in mehreren evtl. größeren Projekten verplant werden… ich kenne ein Beispiel in einem Konzern, da treffen sich die Projektleiter monatlich um in langen Sitzungen irgendwie ein Excel-Sheet zu überarbeiten/erarbeiten. Was das kostet mag…

    Dabei gibt’s echt praktische Tools die einem das abnehmen können. Mit einem Klick die Ressourcenauslastung über mehrere Projekte berechnen lassen und das obwohl dabei die Daten aus verschiedenen PM-Tools kommen, DAS ist die Zukunft des PM. :)

    @Andreas Christian Habicht:
    Und wenn mal (warum auch imemr) ein Projektleiter nicht mehr verfügbar ist? Dann herrscht das große Informationsloch. :)

    Ich muss dazu sagen, dass wir uns mit integrativem Projektmanagement beschäftigen, also damit wie man die Informationen in einem heterogenen Umfeld, also aus verschiedenen PM-Systemen, zusammenführen kann.
    Dabei haben wir ein System entwickelt, das den PM-Managern einiges an Arbeit abnimmt. Wir haben uns sehr sehr viele Gedanken zu genau dem Thema hier gemacht, inklusive groß angelegter Studien.
    Bin mal gespannt, was der Markt über das Ergebnis denkt. :)

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