Menschen-zentriertes Design trifft agiles Projektmanagement

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Eines der „heißesten“ Themen im Projektmanagement ist aus meiner Sicht derzeit die sinnvolle Kombination und Integration klassischer und agiler Vorgehensweisen, Methoden und Techniken.

Denn das „klassische Projektmanagement“ (der Begriff ist übrigens in der Theorie noch nicht klar definiert), das seinen Ursprung in den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts hat, ist auf unsere dynamische Wirtschaftswelt nicht mehr 1:1 anwendbar. Auf der anderen Seite sind agile Methodiken, wie sie hauptsächlich im IT Projektmanagement und der Softwareentwicklung angewendet wurden, für diverse andere Anwendungsbereiche (wie z.B. Anlagenbauprojekte, Bauprojekte, Produktentwicklungsprojekte) nicht 1:1 übertragbar. Fazit: Wir brauchen in vielen Bereichen eine sinnvolle Integration und Kombination aus beiden „Welten“.

In den letzten Monaten wurde einiges über dieses Thema geschrieben und publiziert, wie beispielsweise hier, hier, hier, hier oder hier. Trotzdem glaube ich, dass wir mit der Entwicklung noch ziemlich am Anfang stehen. Ähnlich wie in der gesamten Führungs- und Managementlehre, wo Ansätze zwischen Stabilität und Dynamik bzw. zwischen Hierarchie und Heterarchie von Experten intensiv diskutiert werden. Meine Überzeugung: Die „Wahrheit“, wenn man in diesem Zusammenhang diesen Begriff überhaupt verwenden darf, liegt häufig in der Mitte. Differenzierung, Diversität und ganzheitlich-systemisches Denken werden unsere Zukunft bestimmen.

Zurück zum Thema: Auch in dieser Präsentation wird ein weiteres Mal die Frage ins Zentrum gerückt, wie traditionelle mit agilen PM Ansätzen kombiniert werden können. Besonders interessant ist diese Präsentation auch darum, weil die Zentrierung auf MENSCHEN (human-centered design) zusätzlich noch propagiert wird. Der einzig sinnvolle Weg!


7 Gedanken zu „Menschen-zentriertes Design trifft agiles Projektmanagement

  1. Andreas Christian Habicht

    Hallo,
    nachdem ich jetzt mehr als zwanzig Jahre PM mache, scheint mir der Gedanke des sich kontinuierlich erst im Verlauf eines Projektes entwickelnde Ablaufs (ähnlich SCRUM) der bessere Ansatz zu sein als die sehr „stabilen“ Ansätze von früher. Wie wäre es wenn wir ansatzweise die heisenbergsche Unschärferelation / Unbestimmtheitsrelation und das durch bestimmte Vorgaben wie bei der Analytik schon Eingrenzungen stattfinden, berücksichtigen. Demnach müssen wir uns von den früheren Gedanken des PM etwas lösen und nicht schon alles vorbestimmen was passieren soll und wie es passieren soll. Das Risiko der Eingrenzung durch die Vorwegnahme von Denkrichtungen und damit Ausklammerung der Kreativität ist extrem groß. Individualität anstatt Perfektionismus unter Berücksichtigung eines kreativen Chaos und Verwendung alter Werkzeuge des PM. Aus meiner Sicht müssen wir in vielen Projekten auch noch lange nach ihrem Start dafür sorgen, dass Energie in Form von Motivation bis hin zur Kreativität erhalten bleibt. Ich stimme Dir Stefan zu, dass der Weg in der Mitte liegt. Weil ich aus dem Anlagenbau komme und jetzt zehn Jahre im Changemanagement arbeite, glaube ich an die „Mitte“: an die Möglichkeit eines PM, bei dem der Mensch wieder mehr in den Mittelpunkt rückt als die Methode. Ich denke nicht gerne an die Zeit zurück, als ein Projektmanager danach beurteilt wurde, welche PM-Softwaresysteme und Techniken er beherrschte. => Der Mensch macht den Unterschied. Ich freue mich sehr über die Diskussion. Zur Zeit arbeite ich an einem Buch zu dem Thema PM – Mensch und Motivation / Management und Methode. In den Unterkapiteln geht es unter anderem um Wahrnehmung, Beurteilungsfähigkeit, Bewusstsein, Leidenschaft …, aber auch um die Aufgabe des (PM-) Managers diese Dinge zu berücksichtigen.

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  3. Andreas Christian Habicht

    Als Ergänzung zu meinem Kommentar: Wir sollten als Manager lernen besser mit Unschärfen und einigen ehemaligen Randbereichen umgehen zu können als zu viele Dinge vorzugeben. Mir ist bewusst, dass z.B. Projekte im Anlagenbau sehr durch vorgegebene Abläufe geprägt sind. Aber es kommt immer wieder zu Problemen. Die Frage ist wie gehen wir als Manager damit um? Haben wir dann den Raum um aus Fehlern lernen zu können? Haben solche Projekte nicht auch einen Bestandteil zur kontinuierlichen Optimierung von Abläufen, Kommunikation und Methoden? Hier besteht eine große Chance des PM auch für sehr stringente Projekte. PM hat die Aufgabe des KVP und HRM!

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