Archiv für den Monat: Januar 2011

Studie: Komplexität in Beratungsprojekten

Bastian Hanisch arbeitet derzeit am Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship an seiner Promotion. Thema: Komplexität in Beratungsprojekten. Den Hintergrund seines Formschungsprojekts beschreibt er folgendermaßen:

„Warum ist diese Studie von Bedeutung?
Die effiziente und effektive Durchführung von Projekten stellt für Unternehmen einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Untersuchungen zeigen, dass Komplexität die Projektarbeit stark beeinflusst; beispielsweise kann die fachliche Komplexität des Projektinhalts Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Projektteams haben. Projekte, an denen Unternehmensberater beteiligt sind, weisen durch die Beteiligung externer Kräfte in Bezug auf Komplexität spezielle Charakteristika auf. […] Die Studie richtet sich an Unternehmen aller Branchen, die Beratungsprojekte durchführen, sowie an Unternehmensberatungen, es wird sowohl die Kunden- als auch die Auftragnehmer-Perspektive untersucht.“

Der Zeitaufwand beträgt ca. 15. Minuten. Ich würde mich freuen, wenn der Eine oder die Andere an der Umfrage teilnimmt. Die Ergebnisse werde ich dann – sobald die Studie fertig ist – auf dem PM-Blog veröffentlichen.

3 Freikarten für virtuelle SCRUM-Konferenz

Neulich habe ich darüber berichtet, dass von der Pionierbasis, einem Spin-Off der Fachhochschule Vorarlberg, eine virtuelle SCRUM-Konferenz veranstaltet wird. Mit folgenden 8 Praktikern wurden Video-Interviews geführt:

Zusätzlich zu den Videos, die natürlich rund um die Uhr abgerufen werden können, besteht die Möglichkeit, mit den Referent/innen über das „WorkNet“ direkt in Verbindung zu treten und offene Punkte zu diskutieren. Ein gutes und innovatives Konzept, wie ich finde.

Und das Beste ist: SIE KÖNNEN NUN EINE VON 3 FREIKARTEN GEWINNEN!

Schreiben Sie einfach eine e-Mail an info@pionierbasis.com und geben Sie in der Betreffzeile „PM-Blog.com“ an. Patrick Fritz von der Pionierbasis wird alle Einsendungen, die bis zum 24.1.2011 eintreffen, sammeln und daraus den/die Gewinner/in ziehen. Wert eines Konferenz-Tickets: EUR 300.

Agiles Management: Delegation und Authorität

Der Niederländer Jurgen Appelo ist ein erfahrender und sehr kompetenter Blogger, Buchautor, Manager, Speaker und Berater. Er beschäftigt sich u.a. auch mit den Themen

  • Projektmanagement,
  • agiles Management,
  • Komplexität oder
  • selbstorganisierte Systeme.

.
Kürzlich hat Jurgen eine sehr gute Präsentation zum Thema „Delegation und Authorität in agilen Unternehmen“ veröffentlicht. Dabei erklärt er in einfacher und trotzdem sehr fundierter Form, welche Rolle Führungskräften in agil geführten Unternehmen zukommt und welche Management- und Steuerungsinstrumente ihnen grundsätzlich an die Hand gegeben werden.

Ein überaus wertvoller Aspekt dieser Präsentation ist, dass das Thema „Macht“ im Zusammenhang mit Management und Führung offen angesprochen wird. Denn es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass in selbstorganisierten Netzwerkorganisationen keine Führung notwendig ist. Führung ist sehr wohl notwendig, allerdings ist diese Rolle mit jener eines „Gärtners“ zu vergleichen (wie es Jurgen auch in der Präsentation auf Folie 8 macht).

IT-Projektmanagement: Informativer Leitfaden

Der Oldenbourg Verlag betreibt eine informative „Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik„. Die Seite bietet einen guten Überblick über relevante Themenfelder der Wirtschaftsinformatik, u.a. auch über das IT-Projektmanagement. Zugegebenermaßen sind neuere, agile PM Ansätze noch nicht enthalten. Allerdings werden „klassische“ Vorgehensmodelle und Themen gut und vor allem prägnant beschrieben. Ich persönlich finde die Beschreibungen beispielsweise wesentlich besser und prägnanter als jene in Wikipedia (zu diesem Thema).

Besonders das Denken in unterschiedlichen PM-Perspektiven (PM als Führungskonzeption, PM als Funktion, PM als Organisationsform etc.) entspricht auch meiner eigenen Denkweise. Denn auf diese Art und Weise wird das Projektmanagementkonzept aus verschiedenen Richtungen differenziert betrachtet und beleuchtet, was zu einer integrierten und ganzheitlichen Sichtweise führt – sorry für die vielen Buzz-Words ;-).

Diese perspektivische Sichtweise kenne ich persönlich aus dem Werk „Projektmanagement: Leitfaden zur Steuerung und Führung von Projekten“ von Keßler/Winkelhofer. Dieses Buch ist für mich eines der Grundlagenwerke im Projektmanagement überhaupt.

Pragmatisches IT-Projektmanagement

Informationstechnologie (IT) und Softwareentwicklung ist eines der wichtigsten Anwendungsfelder im Projektmanagement. Besonders im IT-Projektmanagement ist seit einiger Zeit ein klarer Trend in Richtung agiler Vorgehensmodelle und Methodiken (wie z.B. SCRUM, Extreme Programming, Crystal, Feature Driven Development etc.) festzustellen. Trotzdem tun sich viele Unternehmen schwer, agile Methodiken in ihrer Reinform zu implementieren. Zudem ist eine rein agile Vorgehensweise in manchen Projekten gar nicht sinnvoll, was dazu führt, dass klassische und agile Ansätze miteinander kombiniert werden müssen (siehe hierzu „Integriertes Projektmanagement“ oder „ScrumBut„.)

Klassische vs. Agile PM-Ansätze

Internationale Standard und Rahmenwerke wie das PMBOK von PMI, die ICB von IPMA, PRINCE2 oder auch die DIN 69901 können den klassischen PM Ansätzen zugeordnet werden. Die oben genannten agilen Vorgehensmodelle, die bislang größtenteils in der Softwareentwickung Verwendung finden, sind hingegen Ansätze des Agilen Projektmanagements (APM). Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir in vielen Bereichen Wissen und Fähigkeiten aus „beiden Welten“ benötigen werden (= Integriertes Projektmanagement).

Buchtipp

Neulich habe ich ein Rezensionsexemplar des Buches „Pragmatisches IT-Projektmanagement“ von N. von Briniski und G. Vollmer erhalten.  Der Untertitel des Buches gibt Aufschluss über die Besonderheit dieses Buches: „Softwareentwicklungsprojekte auf Basis des PMBOK® Guide führen“. Die Autoren haben damit ein Werk geschaffen, das in einer sehr systematischen und gleichzeitig praxisorientierten Art und Weise eines der wichtigsten „klassischen“ Rahmenwerke, nämlich das PMBOK, mit agilen Prinzipien und Vorgehensmodellen verbindet und daraus das PITPM Vorgehensmodell ableitet.

Das Buch ist meines Erachtens ein großer Wurf in dem Thema. Denn gerade mittelständische IT Unternehmen oder IT-Abteilungen in Unternehmen stehen häufig vor dem Problem der Entwicklung einer PM Methodik für die Planung und Steuerung der IT Projekte. In diesem Zusammenhang kommt man in der Regel auch zu der Frage, ob agile oder klassische Methoden Anwendung finden sollen. Das Buch „Pragmatisches IT-Projektmanagement“ kann in diesem Zusammenhang schlüssige Antworten und eine individuell anpassbare Vorlage für eine spezifische PM-Methodik bieten.

Ein weiteres Highlight: Auf der Seite www.PITPM.net können (vorausgesetzt, Sie legen einen Benutzer an) kostenlos zum Buch passende Vorlagen und Templates herunter geladen werden. Ein echter Mehrwert!

Weitere Buchempfehlungen:

Prozess- und projektorientierte Organisation (PPO)

Organisationen stehen angesichts des dynamischen und tiefgreifenden Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft vor enormen Herausforderungen. Die Organisation der Zukunft ist

  • lernfähig und innovativ,
  • flexibel und agil und trotzdem
  • gut organisiert und effektiv geführt.

Das mag sich (zu) trivial anhören, in der Umsetzung ist dieses Organisations- und Führungsmodell aber alles andere als trivial. Denn es gilt, tagtäglich auftretende Spannungsfelder und Widersprüche auszugleichen und professionell zu managen. (Hoch)Standardisierte Prozesse vs. agile Projekte, Komplexität vs. Einfachheit, vertikale vs. horizontale Führungs- und Machtstrukturen, schnell vs. langsam, Erneuerung vs. Optimierung, Führung vs. Management, top down vs. bottom up, Rationalität vs. Emotionalität etc. pp.

Organisationen müssen zukünftig vor allem auch in der Lage sein, Spannungen sinnvoll auszugleichen und mit Widersprüchlichkeiten umzugehen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass es keine einfachen, eindeutigen Lösungen (mehr) gibt. Vielmehr muss die Organisation der Zukunft auf vielfältige und komplexe Umweltsituationen flexibel, gezielt und professionell eingehen und reagieren können.

Unser Organisationsansatz dazu lautet „Prozess- und projektorientierte Organisation – kurz PPO“. In mehr als 10 Jahren haben wir diesen Ansatz in Theorie und Praxis konzipiert, erprobt und kontinuierlich weiter entwickelt. Hier ein paar wesentliche Aspekte in Form einer „Management Summary“: