Archiv für den Monat: April 2011

Integriertes Projektmanagement (IPM)

Heute (29.4.) um 11:15 Uhr haben sich Martin Seibert und ich zum Thema „Integriertes Projektmanagement“ unterhalten. Hier der Link zur entsprechenden Video-Dokumentation:

Quasi das Gegenprogramm zu William & Kate 😉

PS: Hier noch die PPT-Präsentation, die wir teilweise als Grundlage für das Gespräch verwendet haben:

Lego® Serious Play™ – Innovative und wirkungsvolle Methode

Meine Überzeugung ist in den letzten Jahren gereift, dass man mit den richtigen Methoden in einem Zehntel der Zeit das Zehnfache erreichen kann. Oder: Wenn Probleme real komplex sind, finden wir in Teams oft NUR durch den Einsatz der richtigen Methoden eine effektive, systemverträgliche und nachhaltige Lösung.

Schon seit längerer Zeit bin ich deshalb auf der Suche nach innovativen, fundierten und wirkungsvollen Methoden. Bei meinen Hamburger Freunden Katrin Elster und Jens Hoffmann (StrategicPlay® / Hoffmann Consulting) bin ich fündig geworden. Die beiden wenden in ihren Projekten und Teams bereits seit vielen Jahren äußerst effektive Werkzeuge und Methoden an – u.a. auch Lego Serious Play.

Spielen, um geschäftliche Aufgabenstellungen und Herausforderungen zu lösen? Wie soll das gehen?„, werden Sie sich jetzt vielleicht denken. Lego Serious Play hat aber nur bedingt etwas mit spielen zu tun. Denn wissenschaftliche Forschungsergebnisse (gerade auch aus der modernen Gehirnforschung) zeigen deutlich, dass die meisten Menschen wesentlich kreativer und besser Probleme lösen können, wenn dabei mehrere Sinne angesprochen werden. Vereinfacht gesagt passiert durch Lego Serious Play genau das. Darüber hinaus werden Denkmodelle einzelner Teammitglieder externalisiert, durch Bildersprache und Metaphern dargestellt, das vierdimensionale Denken in der Gruppe wird angeregt und gleichzeitig macht das Ganze auch noch Spaß.

Hier einige Eindrücke:

Nun aber zurück zum Training. Das Ganze hatte den Titel „StrategicPlay® Fundamentals – Facilitator Training„.

  • Tag 1:  Nach einigen theoretischen und inhaltlichen Inputs machten wir uns mit der Methode und dem Lego Material bekannt. „Skills Building“ nennt sich das dann. Die Teilnehmer/innen sollen mehrere kleine Aufgaben lösen, die sich im Schwierigkeitsgrad ständig steigern – spannend. Danach wurde ein „Team Building“ Prozess durchgespielt, in dem man in mehreren Vorgehensschritten von individuellen Modellen auf ein gemeinsames Team-Modell kommt. Spätestens nach dem ersten Tag wurde deutlich, welches Potenzial Lego Serious Play birgt.
  • Tag 2: Nun stand die Entwicklung eines „Shared Model“ auf dem Programm. Wiederum wechselten mehrere Input- und Reflexionsrunden die einzelnen Vorgehensschritte ab. Wir bearbeiteten das Thema „Change Management / Veränderungsmanagement“. Besonders beeindruckt hat mich persönlich, dass man innerhalb weniger Stunden ein gemeinsames Change-Modell bis hin zu ganz konkreten Maßnahmen und Prinzipien („simple guiding principles“) erarbeiten kann.
  • Tag 3: Nun waren die Teilnehmer/innen am Zug. Wir gestalteten abwechselnd den 3. Übungstag und schlüpften jeweils in die „Facilitator Rolle“. Nun konnte das methodische Vorgehen und die Anleitung einer Gruppe auch praktisch ausprobiert und geübt werden. Glücklicherweise machten wir auch den einen oder anderen Fehler, was den Lerneffekt zusätzlich erhöhte. Auch an diesem Tag war das Ergebnis der Teamarbeit (zum Thema „gute und effektive Führung“) wieder überaus spannend und eindrücklich.

FAZIT: Das StrategicPlay® Training von Katrin Elster kann ich Jedem/Jeder wärmstens empfehlen, der/die in Projekten arbeitet oder Führungsverantwortung für Menschen und Teams hat. Selbstverständlich eignet sich die Methode nicht für alle Problemstellungen – und sie kann und sollte auch nicht  in jeder Situation angewendet werden. Dort, wo aber komplexe Probleme in Teams gelöst werden müssen, ist Lego Serious Play eine echte „Waffe“.

Wertschöpfung in Unternehmen (und Projekten)

Prof. Dr. Rupert Lay ist ein deutscher Philosoph und Theologe, Unternehmensberater und Psychotherapeut. Erstmals aufmerksam gemacht wurde ich auf ihn vor einigen Jahren, als mir Roland Dürre das Buch „Führen durch das Wort“ von Rupert Lay schenkte.

Wie meine regelmäßigen Blog-Leser/innen wissen, vertrete ich folgende These: „Gutes Projektmanagement und gutes Management sind in hohem Maße deckungsgleich.“ Anders formuliert: Gute Projektmanager/innen sind in erster Linie gute Manager/innen.

Wenn Sie sich also im Themenfeld Projektmanagement weiterbilden und weiterentwickeln möchten, sollten Sie sich meines Erachtens vor allem mit (guter) Führungsliteratur beschäftigen. In diesem Zusammenhang sind auch die Theorien und Inhalte von Prof. Lay ein absolutes „Highlight“.

In diesem Video-Mitschnitt erläutert Rupert Lay beispielsweise den „Beitrag des Managements zur Wertschöpfung in Unternehmen„.

Prof. Lay spricht von personaler und funktionaler Optimierung, die eine gute Führungskraft im Zusammenhang mit Wertschöpfung in Unternehmen leisten muss. Diesem Modell kann ich sehr viel abgewinnen.

Denn ich bin davon überzeugt, dass sich gute, wirkungsvolle Führung immer häufiger in Spannungsfelder und potenziellen Widersprüchen abspielen wird. Das, was in der einen Situation richtig ist, kann in der anderen Situation völlig falsch sein. Beispiele für derartige Spannungsfelder, Widersprüche, Paradoxien und Dualitäten:

  • Führung vs. Management
  • Emotionalität vs. Rationalität
  • Selbstorganisation vs. Delegation
  • Funktion vs. Prozess/Projekt
  • Komplexität vs. Einfachheit
  • Effektivität vs. Effizienz
  • etc. pp.

FAZIT: Führung und Management als Beitrag für Wertschöpfung in Organisationen ist alles andere als trivial. Um diese Aufgabe gut und im Sinne der MENSCHEN bewältigen zu können, ist die Fähigkeit zu differenziertem Denken und Handeln in Spannungsfeldern und Widersprüchen notwendig.