In Memoriam: Eliyah M. Goldratt (1947-2011)

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Gestern starb der israelische Physiker, Wissenschafter und Management-Vordenker Eliyah M. Goldratt (1947 – 2011). Auf wandelweb.de (Paul Bayer) können Sie einen ausführlichen Nachruf lesen.

Das Lebenswerk von Eli Goldratt kreist um die Frage, wie komplexe Systeme (wie z.B. Projekte) gestaltet, gesteuert und gemanaged werden können. Mit seiner „Theory of Constraints“ (TOC) hat Dr. Goldratt einen wichtigen Beitrag zum modernen (Projekt)Managementverständnis beigetragen. (siehe hierzu die Concept Map von P. Bayer)

Goldratt hat sich übrigens auch intensiv mit der Frage beschäftigt, die auch in meinem letzten Blogbeitrag zum Thema „Komplexität“ angeschnitten wird: „Innere Einfachheit“ (inherent simplicity) in komplexen Systemen:

Danke, Eli Goldratt.

 

 

2 Gedanken zu „In Memoriam: Eliyah M. Goldratt (1947-2011)

  1. Peter Addor

    Oh ja, bezüglich innere Einfachheit stimme ich Goldratt absolut zu. Sinngemäss hat das auch Einstein gesagt, und als Mathematiker glaube ich zu verstehen, was die beiden Physiker meinten. Nur finde ich der blosse Hinweis auf die „innere Einfachheit“ nicht hilfreich im Umgang mit Komplexität.

    Ich liebe Goldratts OPT und unterrichte sie intensiv. Die „innere Einfachheit“ besteht in der OPT vielleicht darin, dass drei Unternehmenskenngrössen genügen: Durchsatz, Bestände und Betriebskosten. Du erinnerst Dich, dass Jonah Alex widersprach, als dieser von Gewinn, Cashflow und Deckungsbeitrag anfing zu reden. Aber schaue Dir mal die Modulpläne in Finanz- und Rechnugswesen an. Versteht jemand Goldratts „innere Einfachheit“? Vielleicht will sie niemand verstehen, weil sonst gewisse Leute ihre Interessen nicht wahrnehmen könnten, ich weiss nicht. Sicher aber ist die Art und Weise, wie Unternehmen gemanagt werden in einer Pfadabhängigkeit gefangen, die uns das Leben noch lange schwer macht.

    Wir müssen also die „innere Einfachheit“ lehren und vor allem, wie man sie erkennt.

    Von CCPM hingegen, bin ich nur mässig überzeugt. Es ist in Projekten mit hoher Variation (gem. DeMeyer et al. http://bit.ly/jiSkSM) sehr mächtig, aber nicht hilfreich in Projekten mit hoher Ungewissheit und viel Unvorhergesehenem. Dort habe ich nicht die Voraussetzungen, in Ruhe Puffermanagement zu betreiben, wie es CCPM empfiehlt.

    Gruss,
    Peter

    Antworten
  2. Pingback: schlossBlog » #474 Nachrufe auf Eliyah M. Goldratt

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