Project Collaboration Tools – Wie findet man die richtige Lösung?

Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0

Am Wochenende ist mir folgender Tweet von Jascha Rohr förmlich ins Auge gestochen:

Es ist kein Geheimnis, dass so genannte „Collaboration Tools“ oder „Project Collaboration Tools“ in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen haben. In meiner Wahrnehmung waren Firmen wie 37Signals (mit Basecamp) oder auch Huddle die Speerspitzen dieser Bewegung. Mittlerweile sind aber etliche neue Marktanbieter dazu gekommen.

  • Jascha Rohr testet offensichtlich gerade Teambox – eine sehr übersichtliche Lösung mit vielen guten Features.

B. Jammin hat dann folgende Tools vorgeschlagen:

Alle genannten Lösungen habe ich vorher nicht gekannt – sie sehen aber auf den ersten Blick teilweise sehr gut aus.

Das richtige Tool finden

Bereits 2007 habe ich auf diesem Blog einen Artikel mit dem Titel „Die richtige Projektmanagement Software finden“ geschrieben – weitere folgten (siehe Liste der ähnlichen Beiträge unten). Das Grundproblem bei der Softwareauswahl ist und bleibt immer dasselbe:

  • Es existiert in der Regel eine unüberschaubar große Zahl an möglichen Lösungen.
  • Die Lösungen können üblicherweise in Kategorien eingeteilt werden. Dies erleichtert den Auswahlprozess erheblich, denn so können gewisse Kategorien an Lösungen ausgeschieden werden. DIE Studie für den Bereich der PM Software und Tools, die eine Kategorisierung des Marktes vornimmt, ist war „Project Management Software Systems“ von BARC (Autoren: Mey Mark Meyer, Frederik Ahlemann; Leseprobe PDF). Die Studie nimmt folgende Kategorisierung vor:
    • Single-Project Management Systems
    • Multi-Project Management Systems
    • Enterprise Project Management Systems
    • Performance-oriented Project Management Systems
    • Knowledge-oriented Project Management Systems
  • Die Kategorien der oben genannten Studie negieren aber leider größtenteils die Kategorie der „Online Collaboration Tools“ (eben Lösungen wie Basecamp, Huddle, Genius insideTeambox, Liquidplanner, Trello oder Zoho Projects). Diesen Lösungen gehört aber meines Erachtens die Zukunft.
  • Klar ist, dass man „das richtige Tool“ nur finden kann, wenn man die unternehmensspezifischen Anforderungen kennt. Einen guten Überblick über die typischen Anforderungskategorien von PM Tools gibt die Firma Parameta mit selectPPM.
  • Auf der Grundlage einer guten Vorbereitung macht eine schrittweise Reduktion der in Frage kommenden Tools Sinn:

Ein derartiges Auswahlverfahren kann allerdings richtig aufwändig werden, und im „worst case“ ist man danach auch nicht wirklich schlauer. Der Königsweg ist nach wie vor, wenn Sie ein vergleichbares Unternehmen kennen, welches eine Lösung erfolgreich im Einsatz hat und diese Lösung  (und den entsprechenden Implementierungspartner) weiter empfiehlt.

Nachtrag: Aktuell findet auf openPM eine Umfrage zu diesem Thema statt. Wäre super, wenn der eine oder andere daran teilnehmen könnte.

10 Gedanken zu „Project Collaboration Tools – Wie findet man die richtige Lösung?

  1. Sebastian

    Hallo, vielen Dank für die kluge Übersicht!

    Das Problem ist: Wie soll man sich als neuer Anbieter einen Namen machen, wenn alle nur auf die Tipps der anderen schauen 🙂

    Umso mehr würde es uns freuen, wenn Du Dir Zeit nehmen würdest, um http://www.projecterus.de mal unter die Lupe zu nehmen. Meld Dich gerne bei Interesse auch über die im Kommentarfeld angegebene Adresse!

    Antworten
  2. S. Hagen Beitragsautor

    @Sebastian: Du hast natürlich recht, dass es neue Anbieter nicht ganz einfach haben. Warum sollten sich Unternehmen denn genau für Eure Lösung entscheiden? 😉

    Antworten
  3. Sebastian

    Also der Fahrstuhlpitch war bis vor Kurzem noch sehr einfach:

    Projecterus kann alles, was ein bekannter schwedischer Wettebewerber bietet plus Earned Value Analyse. Und das ganze wesentlich preiswerter und schicker und für deutsche Unternehmen leichter zu greifen.

    Das ist jetzt nicht mehr ganz richtig, weil projecterus kein Kanban-Board anbietet, sollte aber für Projektleiter aus Fertigung und Entwcklung immer noch Anreiz genug sein 🙂

    Antworten
  4. Arad

    Eine super Anwendung für kleine Unternehmen und auch in Deutsch verfügbar: GroupCamp Project!
    Umfassend ausgestattet, um kollaborativ an Projekten zu arbeiten und man kann ebenfalls seinen Kalender synchronisieren.

    Sehr schöne Benutzeroberfläche und sehr einfach zu bedienen!

    Antworten
  5. David

    Vielen Dank, dass dieses Thema mal aufgegriffen wurde. Tatsächlich ist es unlaublich schwierig, die passende Lösung zu finden. Meine Kollegin hat sich kürzlich mit diesem Thema befasst und eine kurze Auswahlhilfe erstellt, die Unternehmen zwar die Auswahl und Entscheidung nicht abnimmt, aber doch einen recht gelungenen Leitfaden darstellt, wie ich finde. Der Auswahlguide ist im Übrigen kostenlos und kann hier heruntergeladen werden:

    http://www.geniusinside.de/ressourcen/dokumentation/auswahlhilfe_ppm

    Antworten
  6. Sofia Hess

    Hallo Stefan,
    bezüglich dieses Themas habe ich noch einen Tipp:
    Eine gute Produktübersicht bietet auch das PM-Software-Verzeichnis: http://www.projektmanagement-loesungen.de/

    Der Vorteil hierbei ist, dass man über Filterfunktionen die Suchkriterien festlegen kann und einen direkten Vergleich zwischen den einzelnen Lösungen erhält. Das ersetzt zwar nicht das eigentliche Auswahlverfahren, trägt aber evtl. dazu bei, schon eine erste Vorauswahl treffen zu können.

    Antworten
  7. Robert

    Viele Tools aus dem Artikel kannte ich noch nicht. Einige wie Trello habe ich schon benutzt. Die Einteilung ist sicherlich sinnvoll, da man sonst den Überblick verliert. Es gibt sicherlich 100+ Lösungen in diesem Bereich. Ich hatte Atlassian Jira benutzt, was aber sehr IT-lastig ist. Daher hatte ich mich später für ActiveCollab entschieden (sehr gut für kleinere Teams). In einem größeren Projekt habe ich Comindware Project benutzt. Vorteil ist dass es sehr einfach an Prozesse anpassbar ist. Letztendlich ist es am besten viel zu recherchieren und auszuprobieren bevor man sich für eine Lösung entscheidet …

    Antworten
  8. Pingback: Die Woche in Links (28/12) | gumpelmaier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.