Archiv für den Monat: September 2012

pwc: „Transforming collaboration with social tools“

Gerade bin ich auf eine interessante Publikation von PriceWaterhouseCoopers (pwc) gestoßen: „Transforming collaboration with social tools“ (PDF-Download). Hier können Sie ein informatives Video mit einigen Kernthesen der Studie anschauen.

Einige Gedanken dazu:

  • Es ist kein Zufall, dass Firmen wie pwc, IBM oder auch McKinsey eine stark steigende Relevanz sozialer Software im Business-Bereich prognostizieren.
  • Unternehmen müssen eine immer größere Informationsmenge und -vielfalt verarbeiten können – insbesondere in wissens- und technologiebasierten Wirtschaftsbereichen. Der professionelle Umgang mit Komplexität wird zur Schlüsselkompetenz.
  • Neue Informations-, Kommunikations- und Kollaborationstechnologien bieten in diesem Zusammenhang völlig neue Möglichkeiten. Das, was mit Vernetzung von Menschen beginnt, kann mittelfristig Unternehmenskulturen nachhaltig beeinflussen und prägen (sofern die Unternehmensleitung den Einsatz der Technologien propagiert und forciert).
  • Information & Collaboration Tools wie Firmenwikis oder Enterprise Platforms werden in Unternehmen zukünftig unverzichtbar sein.

Vortrag: Integriertes Projektmanagement (IF Forum)

Gestern fand – wie berichtet – das IF-Forum der InterFace AG statt. Für meinen kurzen Input habe ich das Thema „Integriertes Projektmanagement“ gewählt.

Die Kernthesen meines Vortrages waren:

 

Erfahrungen und Gedanken

Einige Gedanken, die mir bei der Heimfahrt durch den Kopf gegangen sind, möchte ich kurz mit Ihnen teilen:

  • Ich wollte (wieder mal) in die 30 Minuten Redezeit möglichst viele mir wichtige Aspekte rein packen. <Notiz an mich: Beim nächsten Mal noch mehr reduzieren.> 😉
  • Das, was ich unter dem Titel „Integriertes Projektmanagement“ verstehe, hat den Ursprung in der Überzeugung, dass (in den meisten Fällen) klassische und agile PM Ansätze sinnvoll miteinander kombiniert werden können (= horizontale Integration).
  • Mittlerweile habe ich das IPM-Konzept um weitere systemische Aspekte und Prinzipien ergänzt (= vertikale Integration). Im Wesentlichen handelt es sich um die Systemlehre meines „Lehrmeisters“ und Kollegen, Kambiz Poostchi (OSM®; Buchtipp).
  • Wichtig ist mir das Verständnis, dass es sich nicht um die bloße Kombination von Ansätzen handelt (= hybrides PM), sondern um den Anspruch, die Integration auf einer höheren Systemebene zu vollziehen (= Ebenenwechsel).
  • Mir ist vollkommen bewusst, dass sich das für viele abstrakt und theoretisch anhört. Ich glaube aber fest daran, dass in dieser Denkweise jetzt und in Zukunft ein Schlüssel zum Erfolg im Projektmanagement (und in vielen anderen Bereichen) liegen wird.
  • Überhaupt muss ich zugeben, dass mir dieser implizit oder explizit geäußerte Vorwurf teilweise etwas auf die Nerven geht: „Nette Theorie, aber lassen Sie uns doch praktisch werden.“ Denn systemische Erkenntnisse und Prinzipien sind ultimativ praktisch. Allerdings muss man sie zuerst theoretisch durchdrungen und in praktischen Übungen erlebt haben, um sie im Alltag schrittweise anwenden und leben zu können.
  • Gleichzeitig nehme ich den zuvor genannten Punkt schon wieder zurück, denn wenn man mit derartigen Themen „auf die Bühne tritt“, muss man auch den Anspruch haben, sie verständlich und nachvollziehbar präsentieren zu können. Daran werde ich weiter intensiv arbeiten.
  • Abschließende Bemerkung: Die gestrige Veranstaltung war wirklich toll. Roland Dürre und seinem Team möchte ich an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank für die Einladung aussprechen. Die Diskussion im Fishbowl Format war wie immer spannende und erfrischend. Allerdings endeten wir in meiner Wahrnehmung irgendwann in einer bekannten Endlosschleife nach dem Muster: A hat eine Frage / ein Problem. B, C und D haben die Lösung dafür.
  • Die meisten Lösungen hatten für mich aber den Charakter von „Rezepten“, die im Projektmanagement immer wieder rauf und runter gebetet werden. Ich glaube daran, dass wir uns wieder stärker auf die dahinter liegenden Prinzipien konzentrieren müssen (≠ Rezepte).

Folien

Hier noch der Vortrag zum Durchklicken bzw. zum Herunterladen:

Eindrücke:

Weitere Fotos auf Google+.

Live ab 14 Uhr: PM Camp meets InterFace AG!

Heute Nachmittag findet das IF-Forum, eine Veranstaltung der InterFace AG, in Unterhaching statt. Titel der Veranstaltung: „Das Beste vom PM Camp„. Mit von der Partie sind (als Vortragende): die geniale Nadja Schröer-Petranovskaja, der überaus smarte Jens Hoffmann, der eloquente Eberhard Huber, Mr. openPM Marcus Raitner und meine Wenigkeit. Der Einladung von Roland Dürre (Gründer der InterFace AG) sind wir natürlich sehr gerne gefolgt.

Live!

Ab 14 Uhr können Sie via UStream live mit dabei sein:

<Live-Übertragung ist abgeschlossen>

Sobald das Video verfügbar ist, wird es hier wieder eingebettet.

Das Programm

Moderation – Roland Dürre

14:00 – 14:15 Begrüßung (Kornelia Hietmann)

Block I

14:15 – 14:45 Integriertes Projektmanagement (Dr. Stefan Hagen)
14:45 – 15:15 Postindustrielles Projektmanagement (Dr. Marcus Raitner)
15:15 – 15:45 “Fishbowl” zu Block I

Pause

Block II

16:15 – 16:45 Systemische Kreativität (Jens Hoffmann)
16:45 – 17:15 Sinn, Unsinn und Chancen des Lebens (Nadja Schröer-Petranovskaja)
17:15 – 17:45 “Von Zwiebeln und Kulturen” (Dr. Eberhard Huber)
17:45 – 18:30 Fishbowl zu Block II

Ich freue mich schon!

Tiba PM-Tag 2013

Unser Partnerunternehmen „Tiba Managementberatung“ aus München veranstaltet am 23. und 24. Januar 2013 bereit den „10. Tiba PM-Tag„. Tiba ist eines der renommiertesten PM Beratungs- und Trainingsunternehmen im deutschsprachigen Raum.

Nähere Informationen zum Programm des PM-Tages 2013 finden Sie HIER (inkl. Programm als PDF). Die Veranstaltung findet in einem besonderen Rahmen statt, nämlich in der Allianz Arena München (Abendveranstaltung am 23.1.) bzw. dem Kempinski Airport Hotel (Ganztages-Event am 24.1.). Der Veranstalter verspricht „praxisrelevante Informationen aus erster Hand für Ihr erfolgreiches Projektmanagement„.

Keynotes gibt es zu folgenden Themen:

  • Thomas Fricke, ehemaliger Bereichsleiter des Organisationskomitees der Fußball-WM 2006: „Ein Tor würde dem Spiel gut tun: emotionaler Erfolg für Ihr Business“.
  • Dr. Marco Freiherr von Münchhausen, einer der gefragtesten Redner in Mitteleuropa: „Work-Life-Balance, Selbstmotivation und Stressmanagement“

Agile Atlas

Nachdem ich letzte Woche die Projektmanagement Landkarte vorgestellt hatte, folgt nun der „Agile Atlas„. Der Agile Atlas gibt einen guten Überblick über die Prinzipien, Rollen und Praktiken des agilen Ansatzes – hier am Beispiel Scrum.

Auch hier gilt (wie beim PM Atlas):

  • Der Agile Atlas gibt einen guten Überblick und ist als Einstieg geeignet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
  • Die erfolgreiche Anwendung eines PM Konzeptes setzt voraus, dass Sie die Prinzipien gelingender Teamarbeit auch abseits der jeweiligen Methode verstanden haben.
  • Mindestens gleich wichtig wie das jeweilige PM Konzept ist die Einbettung und Verankerung in die jeweilige Unternehmensorganisation (Strategie, Prozesse, Struktur, Kultur).

Interaktive Projektmanagement Landkarte

Neulich habe ich Wolfgang Frank von Volkswagen kennen gelernt. Dabei habe ich u.a. auch erfahren, dass sich VW bei der Gestaltung und Umsetzung ihres Projektmanagement-Systems an der „Project Roadmap“ (kostenloser Download) von IPMA (bzw. GPM) orientiert.

Wir alle brauchen „Landkarten“ und Modelle, an denen wir unser Denken und Handeln ausrichten können. Uns muss natürlich stets bewusst sein, dass die Landkarte niemals die Realität abbilden kann. Sie ist lediglich der Versuch, ein stark vereinfachtes Abbild einer möglichen Realität wiederzugeben. In diesem Sinne können Landkarten die Kommunikation erleichtern, unser Bewusstsein für Wichtiges schärfen oder Kommunikation erleichtern.

Kernpunkt dieses Blogbeitrages: Die IPMA Project Roadmap gibt es nun auch als interaktives Tool mit Beschreibungen zu den einzelnen „hard facts“ und „soft facts“. Coole Sache.

PS: Demnächst wird es dieses Online-Tool auch als App geben.

PPS: Zugegebenermaßen sind die Beschreibungen der einzelnen hard und soft facts sehr rudimentär, und auch inhaltlich stimme ich nicht immer zu 100% zu. Aber als Orientierungshilfe ist die Project Roadmap allemal geeignet. Sie können dann ja immer noch selbst entscheiden, welche Aspekte Sie übernehmen möchten und welche nicht.

Microsoft Excel für Projektleiter

Heute möchte ich wieder mal etwas Werbung für meine Freunde vom Projektmagazin machen. In der aktuellen Ausgabe ist ein so genanntes „Spotlight“ mit dem Titel „Microsoft Excel: Fortgeschrittene Techniken für Projektleiter“ enthalten. Tolle Tipps und Vorlagen!

Nun kann man über den Einsatz von Excel (bzgl. vergleichbaren Tabellenkalkulationsprogrammen) in Projekten geteilter Meinung sein. Aber in den meisten Projekten sind Berechnungen, Planung und Auswertungen von Kennzahlen, Übersichten (Funktionen, Termine, Arbeitspakete…) etc. pp. unverzichtbar.

Ein Projektmagazin Abo lohnt sich in jedem Fall – nicht nur wegen des aktuellen Excel-Spotlights.

Servant Leadership – Zukunft der Führung?

In den meisten Unternehmen erntet man schallendes Gelächter, wenn man von „Servant Leadership“ (= dienende Führung) spricht. Der Begründer dieses Ansatzes, Robert K. Greenleaf, publizierte den Ansatz erstmals 1970. Das Konzept ist auch im Projektmanagement schon angekommen, insbesondere in den agilen Ansätzen (z.B. Scrum Master).

Dr. Armin Pircher Verdorfer von der Technischen Universität München (TUM School of Management) führt zu dem Thema aktuell eine Vergleichsstudie durch. Wäre super, wenn Sie sich 5-7 Minuten Zeit für die Beantwortung einiger Fragen zu dem Thema nehmen könnten:

http://ww3.unipark.de/uc/leadership_survey_aut_ger/

Danke!