Archiv für den Monat: Dezember 2012

Project Roadmap nun auch als kostenlose App verfügbar!

Bereits vor einigen Wochen habe ich über die „IPMA Project Roadmap“ berichtet. Dieses kostenlose Angebot für Projektmanager/innen, das von Raimo Hübner mit viel Engagement und Kompetenz erarbeitet wurde, bildet einen tollen Überblick über weiche und harte Faktoren und Methoden im Projektmanagement. Die Methodenübersicht bildet – soweit ich informiert bin – die Grundlage für den PM Standard bei der Volkswagen AG.

Seit einige Tagen gibt es die Project Roadmap nun auch kostenlos als App für mobile Geräte! Hier können Sie die Apps für die verschiedenen Betriebssysteme direkt herunter laden:

Nach wie vor gibt’s die Project Roadmap aber natürlich auch für den Desktop (als Browser Version):

 

Nachtrag

In meinem letzten Blogbeitrag über die Project Roadmap hatte ich u.a. geschrieben: „Zugegebenermaßen sind die Beschreibungen der einzelnen hard und soft facts sehr rudimentär, und auch inhaltlich stimme ich nicht immer zu 100% zu. Aber als Orientierungshilfe ist die Project Roadmap allemal geeignet.“ Daraufhin hat mir Raimo Hübner die Project Roadmap in gedruckter Version (A3) mit Beschreibungen zugeschickt.

Ich revidiere meine Aussage von damals gerne: Die Project Roadmap ist in der beschriebenen Variante (von Volkswagen) alles andere als rudimentär. Ehrlich gesagt handelt es sich um einen der besten „PM Wissenskanons“, die ich bislang gesehen habe.

The Spirit of PM Camps

Das, was vor ca. 2,5 Jahren mit einer Idee begann, ist letztes Jahr Realität geworden: Eine Unkonferenz (ein Barcamp) zum Thema Projektmanagement.

An den Standorten Dornbirn und Wien fanden insgesamt drei PM Camps statt. In 2013 sind weitere Camps in Aberdeen, Stuttgart, Frankfurt, Berlin, Wien, Zürich, eventuell auch in Barcelona und natürlich wieder in Dornbirn geplant.

Es gibt doch schon Dutzende PM Veranstaltungen, Kongresse und Symposien. Warum noch ein zusätzliches Format?

Darum!

Agile Buchtipps zum Wochenende

Ich habe wieder mal ein paar Buchtipps für Sie – heute mehrheitlich „agile“.

Scrum in der Praxis

Sven Röpstorff und Robert Wiechmann (www.projekt-log.de)  haben mit „Scrum in der Praxis“ ein wirklich tolles Buch vorgelegt. Besonders hervorzuheben ist:

  • Der Titel hält, was er Verspricht: Erfahrung und Praxisorientierung.
  • Die Struktur des Buches orientiert sich am logischen Ablauf eines Scrum-Projektes (Werte, Rollen, Vorbereitung, Durchführung, Release).
  • Die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Scrum werden pro Kapitel heraus geschält („Häufigste Probleme“).
  • Auch die Checklisten, die im Buch immer wieder vorkommen, sind – besonders für Einsteiger – sehr brauchbar.
  • Besonders gut gefällt mir auch das Agile Glossar am Ende des Buches.

Scrum in der Praxis ist ein absoluter Kauftipp – besonders für Einsteiger/innen in die agilen Vorgehensweisen.

Der Agile Festpreis

„Agile Entwicklung? Gerne. Aber nur zum Festpreis.“ Dieses oder ähnliche Zitate hört man in der Unternehmenspraxis immer wieder. Aber: Geht das überhaupt? Opelt/Gloger/Pfarl/Mittermayr, allesamt erfahrene Anwender, Berater und Trainer, zeigen im Buch „Der Agile Festpreis“ auf, wie diese Kombination gelingen kann. Besonders hervorzuheben ist:

  • Die Autoren decken die Fachgebiete Scrum und rechtliche Aspekte perfekt ab.
  • Das Scrum Framework wird auf den ersten 30 Seiten kurz erklärt. Dadurch wird der Rahmen für die nächsten 200 Seiten geschaffen, auf denen die Festpreis-Thematik intensiv erläutert wird.
  • Die Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren agiler Festpreisprojekte werden detailliert erklärt. Vor allem wird aber auch an mehreren Stellen klar darauf hingewiesen, wie agile Festpreisprojekte NICHT funktionieren können.
  • Das Buch erfordert zwar ein intensives Studium der relevanten Aspekte. Allerdings wird die „Brücke zur Praxis“ immer wieder geschlagen – z.B. durch Musterverträge oder Checklisten.

Wer mit Vertragsgestaltung in agilen Entwicklungsprojekten zu tun hat, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Klar ist aber natürlich auch, dass man sich mit dem Thema intensiv auseinander setzen muss, um eine gute, stabile und akzeptierte vertragliche Grundlage für Scrum-Projekte zu schaffen.

Soft Skills für Softwaretester und Testmanager

Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich beim Buch von Heinz Hellerer um ein recht spezifisches Thema. Denn die Tester/innen in Softwareprojekten stellen zwar eine wichtige Funktion in Entwicklungsprojekten dar. Allerdings sind sie in der Regel eingebettet in ein Projekt- oder Scrum-Team.

Heinz Heller schreibt im Vorwort, dass sich das Buch primär an „Tester und Testmanager“ wendet. Darin liegt auch die besondere Qualität des Buches. Fazit: für Tester/innen zu empfehlen!

Soft Skills für IT Berater

Das Buch von Uwe Vigenschow und Björn Schneider gibt einen guten Überblick über relevante „weiche“ Kompetenzen und Fähigkeiten, die sich IT Berater aneignen sollten. Besonders hervorzuheben ist:

  • Das Buch ist sehr klar strukturiert und dadurch gut zu lesen – die Themen bauen logisch aufeinander auf: Handwerkszeug > Kunden beraten > Veränderung gestalten.
  • Diverse bekannte und erprobte Modelle und Methoden zu Themenfeldern wie Kommunikation, Moderation von Workshops oder Change Management werden übersichtlich und komprimiert dargestellt und beschrieben.
  • Den Autoren ist es auch gelungen, einen wirklich guten und praxisnahen Überblick über relevante Soft Skills Themen zu geben.

Die Inhalte, die in dem Buch dargestellt und beschrieben werden, sind für erfolgreiche (IT) Beratung essentiell. Gleichzeitig muss uns klar sein, dass

  • viele Themen einer vertieften Auseinandersetzung bedürfen (z.B. Gestalten von Veränderungsprozessen, Ethik in der Beratung etc.) und
  • dass die Inhalte niemals rezepthaft oder checklisten-artig angewendet werden können.

Mein Fazit: Ein hervorragender Überblick und „Refresher“ für IT Berater, die ihr Geschäft verstehen.

Tatort Projekt

Das Buch von Jacqueline Irrgang ist im Roman-Stil verfasst. Mit einer sehr persönlichen und sympathischen Note erzählt sie „ihr Leben als Projekt“. Dies tut sie aber nicht von oben herab oder aus einer Berater-Rolle, sondern sehr authentisch, lebhaft und teilweise humoristisch.

Dieses Rezept ist schon bei Tom De Marco voll aufgegangen, denn „Der Termin“ ist meines Wissens nach wie vor ein PM-Top-Seller.

Ich persönlich bin (leider) kein leidenschaftlicher Roman-Leser. Deshalb gestehe ich auch, dass ich das Buch nicht ganz zu Ende gelesen habe. Ich bin mir aber sicher:

  • Frau Irrgang weiß, wovon sie spricht bzw. erzählt. Die Geschichte ist „voll aus dem (Projekt)Leben gegriffen“.
  • Für alle Projektmanager/innen, die gerne Romane lesen, ist das Buch sicher ein HIGHLIGHT.
  • Auch inhaltliche Projekt-Aspekte und Methoden werden in dem Buch immer wieder dargestellt und übersichtlich illustriert.
Fazit: Ein absoluter Kauftipp für all jene, die die Tücken und Herausforderungen des Projektgeschäfts gerne in einer spannenden Geschichte erfahren und reflektieren möchten!

Programm-Management

Mit EUR 49,90 ist das Buch von Görtz/Schönert/Thiebus recht hochpreisig. Wenn Sie aber in der Praxis mit anspruchsvollen Programmen zu tun haben, lohnt sich der Kauf und die Lektüre allemal. Denn gerade in der deutschsprachigen PM Literatur hat ein Grundlagenwerk zum Thema Programm-Management bislang noch gefehlt (zumindest war mir keines bekannt). Mit diesem Werk könnte es den Autoren gelungen sein, ein solches PgM-Grundlagenwerk zu schaffen. Zu den Inhalten:

  • Am Beginn werden die grundlegenden Begriffe und Konzepte abgegrenzt und definiert (Projekt, Projektportfolio, Programm…).
  • Die wichtigsten Teilprozesse und Phasen in komplexen Programmen werden in den folgenden Kapiteln detailliert beschrieben: Programmstart, Programm-Setup, Programmplanung, Programmsteuerung und -controlling, Programmziel.

Klar zählt das Thema Programm-Management nicht gerade zu den „spannendsten“ Aspekten des Projektmanagements. Aber für alle, die Verantwortung in komplexen Programmen wahrnehmen, ist dieses Buch ein Muss!

PS: Ich habe mir erlaubt, Amazon Affiliate Links zu verwenden.

Zentrale Führungsaufgabe: Zusammenarbeit organisieren!

Kürzlich habe ich bei chanceX einen Artikel gelesen, der mir sehr gut gefallen hat. Es handelte sich um ein Interview mit Dr. Reinhard Sprenger, Führungsexperte und Bestsellerautor (z.B. „Mythos Motivation„). In dem Artikel / Interview ging es um die Kernthese von Sprengers neuem Buch „Radikal führen„:

Die erste Kernaufgabe von Führung ist es, Zusammenarbeit zu organisieren!

Zu dem Interview, das changeX Chefredakteur Winfried Kretschmer geführt hat, gibt es auch ein kurzes Video:

Sprengers Argumente in dem Video-Interview sind u.a.:

  • Das alte „Vorgesetzt-sein“ (Planung, Kontrolle…) nimmt an Bedeutung ab.
  • Das Einstellen auf das „Nicht-vorhersehbare“ nimmt an Bedeutung zu.
  • Kernfrage: Wie kann ich ein Unternehmen resilient machen? > Das ist qualitativ neu.
  • Der logische Kern des Unternehmens ist die Zusammenarbeit von Menschen!
  • Führung muss zu allererst Zusammenarbeit organisieren (strukturell und bei der Personalauswahl).
  • Eine gute Führungskraft ist wie ein/eine gute/r Gastgeber/in. Er/sie lädt Menschen ein, lässt sie ihre vielfältigen Potenziale in der Gruppe entfalten. Er/sie lädt aber auch gewisse Leute gar nicht ein bzw. wieder aus, die Kooperation verhindern oder blockieren.
  • Führung muss versuchen, die Rahmenbedingungen für gelingende Zusammenarbeit zu gestalten.
  • Unterschiede:
    • Märkte = Koordinationsarena (wettbewerbsorientiert; hohe Transaktionskosten)
    • Unternehmen =  Kooperationsarena (vertrauensbasiert, geringe Transaktionskosten)
  • Unternehmensleistung ≠ Summe der Einzelleistungen!
  • Bezahl- und Entlohnungssysteme müssen Kooperationsleistungen belohnen

Fazit: Die Pointierung auf die Notwendigkeit der Organisation von Zusammenarbeit, die Sprenger in seinem neuen Buch macht, gefällt mir extrem gut. Er schafft es, die „erste Kernaufgabe gelingender Führung“ mit einfachen Worten und Beispielen auf den Punkt zu bringen. Touché, Herr Sprenger.

PS: Hier finden Sie ein kurzes Video-Interview zu allen fünf Kernaufgaben, die Sprenger in „Radikal führen“ beschreibt.

Gewinnspiel: 12 Monate InLoox now! zu gewinnen

InLoox ist ein Münchner Unternehmen, das mit seinen Projektmanagement Software Produkten in den vergangenen Jahren dynamisch gewachsen ist. Der USP von InLoox besteht in der Integration in Microsoft® Outlook®. 20 % der DAX 30 Unternehmen haben sich deshalb für InLoox entschieden, und mehr als 30.000 Anwender nutzen die InLoox Produkte weltweit.

Seit kurzem bietet InLoox auch eine Cloud-Lösung an, nämlich InLoox now! Sabine Pfleger, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, hat angeboten, auf dem PM Blog ein 12-Monats-Abo zu verlosen. Da das Tool für den einen oder anderen Leser interessant sein könnte, habe ich gerne zugesagt.

Was müssen Sie tun? Sie müssen lediglich in diesem Google Docs Formular angeben, warum Sie das Tool gerne testen möchten. Selbstverständlich werden Ihre Daten von mir nicht weiter gegeben und nach Abschluss des Gewinnspiels verlässlich wieder gelöscht. Teilnahmebedingungen:

  • Das Gewinnspiel läuft bis 31.12.2012.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Der Gewinner / die Gewinnerin wird mittels Losentscheid gezogen.

Alle, die nicht gewinnen, aber InLoox now! 30 Tage kostenlos testen möchten, können hier unverbindlich ein Konto anlegen.