Projektmanagement und Art of Hosting: Geht das?

Vor einigen Monaten habe ich an einem “Art of Hosting Training” (kurz AoH) teilgenommen. Die Methode hat mich vor allem im Zusammenhang mit einigen Projekten im öffentlichen Kontext interessiert, die unser Unternehmen immer wieder begleitet.

Das Training war zu Beginn für mich eher “gewöhnungsbedüftig”. Ganz anders als alle Fortbildungen, die ich bislang besucht hatte. Am letzten Tag des 3-tägigen Trainings hat es bei mir aber förmlich “Klick” gemacht. Es ist nicht ganz leicht zu beschreiben, was da mit den über 60 Teilnehmer/innen passiert ist. Aber es war das, was AoH im Kern will: “Conversations, that matter.”

PM und AoH – Geht das?

Ich habe versucht, auf einigen Folien zusammen zu fassen, welche Ansätze ich für AoH im Zusammenhang mit Projekten und Projektmanagement sehe:

Gibt es jemanden, der Erfahrung mit AoH in Projekten hat? Über einen Erfahrungsaustausch würde ich mich freuen.

Fazit

  • Art of Hosting ist sicher nicht bei allen Projekten relevant. Einsatzmöglichkeiten sehe ich vor allem bei sehr neuartigen, veränderungsintensiven und komplexen Vorhaben, bei denen eine gewisse Anzahl an Menschen für die Lösungsfindung beteiligt werden müssen.
  • Der Kerngedanke von AoH, nämlich ein guter Gastgeber für gehaltvolle Kommunikation und Zusammenarbeit zu sein, wird immer häufiger als relevante Führungskompetenz unserer Zeit genannt (vgl. z.B. Reinhard Sprenger in “Radikal führen“).
  • AoH Prinzipien und Methoden sind für erfahrene Projektmanager/innen nicht wirklich neu. Allerdings werden sie durch AoH in einen neuen Kontext und Gesamtzusammenhang gesetzt. Darin liegt die Chance eines innovativen und wertvollen Impulses für die Disziplin Projektmanagement.
  • AoH ist ein relevantes Methoden-Set zur kooperativen Bewältigung hoch-komplexer Probleme.

Weiterführende Informationen zu AoH:

Ein Gedanke zu „Projektmanagement und Art of Hosting: Geht das?

  1. Frauke

    Hallo Stefan,
    spannendes Thema! Ich arbeite seit 2006 mit Art of Hosting und wende es auch immer wieder in Projekten an. Zum Beispiel haben wir 2008 die Chaordic Stepping Stones (http://chriscorrigan.com/Chaordic%20stepping%20stones.pdf) für die Planung der Eröffnungsveranstaltungen des ersten Hub Berlin benutzt: http://www.netzwerk-gemeinsinn.net/content/view/349/46/

    Oder ich entwickel damit auch Konzepte für gesellschaftlichen Wandel, wie zum Beispiel die Idee, Zukunft als Unterrichtsfach einzuführen.

    Im internationalen AoH-Netzwerk findest du viele Beispiele, wie AoH in der Projektplanung, aber auch Durchführung genutzt wird. Hier ein paar Beispiele:

    http://www.huffingtonpost.co.uk/alan-moore/national-health-system_b_1337401.html
    http://thefinancelab.ning.com/
    http://www.otterndorf2020.de/index.php?seite_id=94

    Über die AoH Email-Liste und die Ning-Gruppe findest du sicherlich mehr Austauschpartner zu deinem Thema: http://www.artofhosting.org/connect/

    Viele Grüße von der Ostsee,
    Frauke

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