Gute Komplexität. Schlechte Komplexität.

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In den letzten Tagen habe ich immer wieder an einer Präsentation gearbeitet, die ich diesen Donnerstag bei der spm – Schweizer Gesellschaft für Projektmanagement in Glattbrugg halten werde. Das Thema dieses Projektmanagement Dialogs lautet: „Haben Sie Ihr Projekt im Griff? – Komplexität im Projektalltag: was ist Komplexität und wie geht man souverän mit ihr um.“

Da man Komplexität nicht beherrschen oder „im Griff haben“ kann, führt uns der Titel natürlich gedanklich auf die falsche Fährte. Aber darauf werde ich im Vortrag dann näher eingehen.

Heute möchte ich – quasi als kleinen Appetizer – einen Aspekt des Vortrags kurz kommentieren, nämlich die gute und die schlechte Seite von Komplexität (wie ich es etwas überspitzt gerne formuliere).

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Der Komplexitätsbegriff wird häufig undifferenziert und unscharf verwendet. Ich denke, dass wir ZUMINDEST zwischen institutioneller und individueller Komplexität unterscheiden sollten (siehe hierzu auch dieses McKinsey-Paper).

Nach dieser Definition geht es bei Institutioneller Komplexität um die Einflüsse, die von außen auf ein System wirken. Der professionelle Umgang mit dieser Form der Komplexität ist essenziell, um die Überlebensfähigkeit von Organisationen zu gewährleisten. („Höhere Fähigkeiten erwachsen nur aus mehr Komplexität.“ [C. Bresch]).

Jener Teil der Komplexität, der uns im Alltag aber häufig Probleme macht, ist die individuelle Komplexität. Hierbei geht es um die Komplexität, die in Systemen aufgebaut wird (und sogar werden muss). Die renommierte Kybernetikerin Maria Pruckner bezeichnet dieses Phänomen als „Komplexitätsfalle„.

Fazit

Es geht – wie fast immer im Leben – um das richtige Maß der Komplexitätsgenerierung und -reduktion. Peter E. Schumacher hat dies gut auf den Punkt gebracht:

Es müsste ein brauchbares Mittelding geben zwischen lückenloser Informiertheit und glücklicher Ahnungslosigkeit.“

PS: Den gesamten Foliensatz werde ich voraussichtlich noch Ende dieser Woche auf dem PM Blog veröffentlichen.

2 Gedanken zu „Gute Komplexität. Schlechte Komplexität.

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