10 Gründe für den Einsatz von Mindmapping

Die für mich wichtigste Methode für das Selbst-, Team- und Projektmanagement ist Mindmapping. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich Mindmapping nicht für das Sammeln und Strukturieren von Gedanken, das Moderieren von Sitzungen oder die Planung von Projekten verwende. Mein Kollege und Freund Dr. Stephan List hat auf dem Toolblog einen interessanten Artikel von Chuck Frey kuratiert: “10 reasons why mind mapping software should be the foundation of your personal productivity system”.

Dies möchte ich gerne zum Anlass nehmen, meine persönlichen Top-10-Gründe für den Einsatz von Mindmapping (genauer: Business Mapping, nämlich Mindmapping mit dem Computer) zu präsentieren. 

Gründe für den Einsatz von Mindmapping sind:

  1. Mit keiner anderen Methode können Inputs, Gedanken, Überlegungen etc. rascher dokumentiert und gleichzeitig strukturiert werden.
  2. Besonders die Moderation von Besprechungen gestaltet sich durch “synchrones Mindmapping” sehr effizient (unter der Voraussetzung, dass man das Tool in der Anwendung gut beherrscht).
  3. Mit keinem anderen Tool (außer Video/Audio) können Besprechungen effizienter und lückenloser dokumentiert werden. Dies ist besonders für die Protokollerstellung und die weiterführenden Planungsschritte von großer Bedeutung.
  4. Mit Mindmaps kann man sowohl den Prozess des gedanklichen “Aufmachens” (divergieren) wie auch des weiteren Konkretisierens und Priorisierens (= konvergieren) unterstützen.
  5. In kleinen Projekten reichen Mindmaps völlig aus, um die Essenz guten (Projekt)Managements zu gewährleisten: Wer macht was bis wann?
  6. Mindmaps helfen Teams, gemeinsame Bilder und gedankliche Strukturen. Dadurch können vielfältige Informationen und Beiträge in eine gemeinsame Logik gebracht werden.
  7. (Fertige) Mindmaps sind ein hervorragendes Kommunikationsinstrument, in Teams aber auch in Richtung verschiedener Projektbeteiligter (z.B. Auftraggeber).
  8. Mindmaps helfen, persönliche Klarheit über Themen zu erlangen. Rechercheergebnisse, Gedanken etc. können kontinuierlich ergänzt, korrigiert etc. werden.
  9. Mindmaps sind ein effizientes Tool zum Selbstmanagement. Aufgaben, Termine, Prioritäten etc. können übersichtlich dokumentiert und verwaltet werden.
  10. Wenn sie Mindmaps mit Farben, Symbolen etc. auch grafisch ansprechend gestalten, werden Inhalte “gehirn-gerecht” und somit einfach kommunizierbar.

Fazit: Mindmapping ist ein “Killer-Tool” für das Selbst-, Team- und Projektmanagement.

Sitzungsmoderation mittels Mindmapping

Vor einigen Jahren habe ich ein kleines “Screencast-Experiment” zum Thema “Mindmapping zur Sitzungsmoderation” erstellt.

Tool-Tipps

Obwohl ich mit dem Tool “Aufs und Abs” erlebt habe, nutze ich nach wie vor die Lösung von Mindjet. Trotz einer meines Erachtens unglücklichen Produktstrategie in den letzten Jahren ist der Client nach wie vor mein Favorit in Sachen Mindmapping.

Kostenlose Tools sind XMind oder Freemind.

8 Gedanken zu „10 Gründe für den Einsatz von Mindmapping

  1. Klaus Reichert

    Am Mindmapping scheiden sich die Geister: es gibt eine große Zahl begeisterter Anhänger (wie ich auch). Und es gibt meiner Beobachtung nach eine größere Zahl Menschen, die damit nichts anfangen können und mehr oder auch weniger “Struktur” verlangen.

    Auffallend finde ich bei meinem eigenen Mindmapping Einsatz, wie die “alte” und die “neue” Software-Welt aufeinandertreffen:
    - alt: Mindjet Mindmanager ist eine lokal installierte Software, die man alleine nutzt und nur schwer teilen kann. Die Software ist relativ teuer, was verhindert, dass es “Wenignutzer” auch installieren und so außen vor bleiben. Die Bedienung ist einfach und gerade bei großen Maps viel besser als Mindmeister.
    - neu: Mindmeister als Cloud-Tool erlaubt die gemeinsame Bearbeitung über Standorte hinweg und ein Teilen der Inhalte. Eine Map wird einfach verlinkt wie eine Webseite und ist damit leicht verfügbar. Die User Experience ist dafür (noch) vergleichsweise langsam und große Maps schnell unübersichtlich und weniger gut navigierbar.

    Antworten
      1. Jonathan

        … ja und nein. Ja weil es tatsächlich eines von vielen MindMap Tools ist. Nein weil SubTask meines Wissens eines der wenigen MindMap Tools ist, bei dem der Produktentwickler von Tag 1 das Management von Task bzw Projekten mit gedacht hat.

        Dazu kommt das es Realtime Collaboration erlaubt und das mit sehr schlanken Technologien (Web App aus HTML5 und JavaScript, also internetfähiges Endgerät und los geht’s.

  2. Winfried Eitel

    Als altes Gewohnheitstier nutzte ich für den Eigenbedarf bis vor Kurzem immer noch die Mindjet-Version von 2002…
    Problematisch war zunehmend die fehlende Verfügbarkeit bzw. der Datenableich auf mehreren Plattformen.
    Da ich keine Monatsmiete (wie z.B. bei Mindmeister) bezahlen möchte, habe ich mich für SimpleMind Pro entschieden. Das geht mit Windows und Android (und Apple).
    Über die Dropbox können die Maps synchronisiert werden.

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