Worum es in Projekten eigentlich gehen könnte: Plädoyer für ein integriertes Verständnis.

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Die vermeintlichen Expertendiskussionen im Projektmanagement, an denen auch ich mich immer wieder gerne beteilige, kann man mit etwas Abstand auch durchaus zeitweise als „Schattenkämpfe“ bezeichnen. Jede/r versucht den/die Andere/n, mit seinen/ihren Argumenten zu überzeugen. Damit sollten wir aufhören.

In den letzten Jahren habe ich mir, inspiriert durch viele wichtige und wertvolle Menschen in meinem Umfeld (z.B. auch auf den PM Camps), verstärkt die Frage gestellt, worum es in Projekten und im Projektmanagement eigentlich gehen könnte? Hier ein Vorschlag einer möglichen Antwort oder genauer gesagt einer möglichen Frage.  

Rückblickend betrachtet waren auf meinem bisherigen persönlichen Erkenntnisweg die PM Camps wichtige Meilensteine. Beispielsweise habe ich beim PM Camp 11 erstmals meine Gedanken zu einem „Integrierten Projektmanagement Ansatz“ zur Diskussion gestellt. Der Austausch mit den Kolleg/innen aus den verschiedensten PM-Bereichen war überaus wertvoll.

Beim PM Camp 12 habe ich dann die Frage in die Runde geworfen, worum es uns in Projekten eigentlich gehen könnte? Die spannende Diskussion wurde u.a. auf openPM weiter geführt.

Beim PM Camp 13 haben wir gemeinsam darüber philosophiert, was „Umdenken im Projektmanagement“ bedeuten könnte.

Darauf aufbauend möchte ich nun einige Gedanken im Sinne eines Positionspapiers zum Thema „Integriertes Projektmanagement“ mit Ihnen teilen. Denn ich würde mir eine wesentlich ganzheitlichere Sichtweise auf Projekte und PM wünschen.

Im Kern möchte ich ein weiteres Mal die Frage aufwerfen, worum es in Projekten eigentlich gehen könnte? Denn meine Überzeugung ist, dass dieser gedankliche „Ebenenwechsel“ wesentlich sein wird, um in dem Thema wirklich weiter zu kommen.

Über Ihre Kommentare zu dem Thema – gerne auch kritische – würde ich mich sehr freuen.

PS: Die nächste „PM-Inspirations-Tankstelle“ findet bereits kommende Woche in Form des PM Camp Zürich statt. Gleich anmelden! Denn der Gedankenaustausch in der „analogen Welt“ macht tendenziell mehr Spaß.

4 Gedanken zu „Worum es in Projekten eigentlich gehen könnte: Plädoyer für ein integriertes Verständnis.

  1. Roland Dürre

    Lieber Stefan. Deiner Analyse und Deinen Folgerungen schliesse ich mich an. Ich machs mir mittlerweile einfach. Meine Lösung ist „ALO“ als „Handlungsleitendes Prinzip“. Das steht für agil (im Sinne des „agile manifesto“), lean (im Sinne von „einfach“, Kaizen“ und KVP) und open (klar, offen, transparent).

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  2. Gebhard Borck

    Hallo Stefan,
    Deine Blogbeiträge lösen bei mir immer wieder ein Jucken in den Fingern aus – so auch dieses Mal ;)!
    Mir sind die Schattenkämpfe ebenfalls zusehends aufgefallen – natürlich mehr zum Thema Führung denn zum Thema Projektmanagement. Seit etwas mehr als zwei Jahren habe ich mich deshalb aus den Debatten zurückgezogen.
    Ich konzentriere mich seither auf die Umsetzung. Das tut außerordentlich gut. Es bietet auch viel mehr Erfolgserlebnisse als die Schattenboxerei.
    Meine einzige Kritik an Deinem Blogpost spiegelt sich in der Frage: Ist er nicht ein Aufruf zu weiteren Schattenkämpfen?
    Außerdem setzt sich bei mir der Eindruck durch, dass Du mich abgehängt hast.
    So gesehen freue Ich mich sehr auf unser nächstes analoges Treffen- vielleicht trägt dieses ja zu einer erneuten Annäherung bei ;)!

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    1. Stefan Hagen Beitragsautor

      Hallo Gebhard,
       
      ich freue mich, dass wir nach wie vor gegenseitig in Resonanz zueinander gehen – das ist gut so!
       
      Ich denke, die Schattenboxerei ist eine Frage der Haltung. Denn ich erlebe immer wieder 2 unterschiedliche Situationen:
       
      a) Wir versuchen, andere von unserer Meinung zu überzeugen. (= Schattenboxerei).
      b) Wir stehen für unsere Positionen und Überzeugungen ein, sind aber trotzdem offen, von und mit anderen zu lernen und gemeinsam auf eine „höhere Erkenntnisebene“ zu kommen.
       
      In beiden Situationen werden Standpunkte und Argumente ausgetauscht. Beide Kommunikationsprozesse sind aber in Qualität und Ergebnis nicht vergleichbar.
       
      Abgehängt: Zhhh, sei nicht albern, großer Meister 😉

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