5 Strategien für erfolgreiches Projektmanagement. Oder: Es könnte so einfach sein…

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Ich bin davon überzeugt: Gutes und richtiges Projektmanagement ist einfach – wenn man einige zentrale Prinzipien befolgt. Klar ist die Umsetzung und damit die Etablierung einer professionellen Projektkultur im Unternehmen ein teilweise langer und steiniger Weg. Aber nochmals: Die Grundregeln, die zum Erfolg führen, sind einfach.

In der folgenden Präsentation habe ich versucht, einige Erfahrungswerte im Sinne von „5 Strategien für erfolgreiches Projektmanagement“ zusammen zu schreiben.

Kurz einige weiterführende Gedanken zu den einzelnen Punkten:

1) REAL Commitment. Den strategischen Nutzen von Projektmanagement erkennen und klar begründen.

Auch wenn aufgrund des immer dynamischeren Wettbewerbsumfelds die Planbarkeit von Projekten kontinuierlich abnimmt: Die Arbeitsform „Projekt“ wird auch in Zukunft von Bedeutung sein. Von steigender Bedeutung.

Organisationen brauchen – und hier vor allem die verantwortlichen Führungskräfte – ein Bild einer überlebensfähigen Unternehmensorganisation (vgl. Folie 6). Aus diesem Bild ergibt sich die zwingende Notwendigkeit, neuartige und komplexe Problemstellungen in einer entsprechenden Team- und Projektorganisation zu bearbeiten.

Diese Erkenntnis gilt es, kontinuierlich in die Organisation zu tragen. Ohne Wenn und Aber.

2) REAL Leadership. Verantwortung für die Anpassungs- und Zukunftsfähigkeit der Organisation übernehmen.

Die Funktion der Führung ist in Organisationen für die Orientierung am Bedarf im übergeordneten System (= Systemumfeld) und somit die Sicherstellung der Lebensfähigkeit verantwortlich. Wenn dies verstanden wird, kann potenziell jedes Organisationsmitglied auch Führungsverantwortung übernehmen. Oder anders ausgedrückt: In reifen Organisationen ist Führung nicht nur den Führungskräften vorbehalten, sondern geht Schritt für Schritt an mehrere / alle Organisationsmitglieder über.

Organisationen sind gut beraten, jene Menschen mit Führungsverantwortung auszustatten, die den tieferen Sinn von Führung verstanden haben, die führen wollen und dies auch können. Nur so kann sicher gestellt werden, dass nicht nur Arbeit im System sondern vor allem auch Arbeit AM System erfolgt. In Zeiten des Wandels ist diese Fähigkeit überlebenswichtig.

3) REAL Team Work. Kooperation hat Vorrang. Wer nicht kooperiert, der fliegt.

Reinhard Sprenger würde es in etwa so formulieren: Die Kernaufgabe von Führung und Management ist es, Zusammenarbeit zu organisieren. Jede/r, der/die nicht fähig oder willens ist, seine Fähigkeiten in den Dienst des Teams und damit in den Dienst der Aufgabe zu stellen, hat in einer reifen Organisation keine Zukunft.

Es gilt, einen Rahmen zu schaffen, in dem systematische, transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist. Wiederum ganz im Sprenger’schen Sinne: Nicht zur Zusammenarbeit motivieren, sondern jene Einflüsse vermeiden, die gute Zusammenarbeit erschweren oder verhindern.

4) REAL People. Wahrhaftige Menschen, die zu Einheit in der Vielfalt fähig sind.

Eine der größten (menschlichen) Katastrophen, die in hierarchischen Organisationsstrukturen leider sehr häufig passiert, ist die Beförderung bis zur Inkompetenz (Peter-Prinzip). Menschen steigen durch gute Leistungen, Loyalität und viel Engagement in der Hierarchie nach oben. Bis sie Führungspositionen bekleiden, für die sie häufig weder ausgebildet noch talentiert sind.

Die Folge ist, dass inkompetente Führung immer mehr zum Rollenspiel verkommt. Die vermeintlich souveräne Fassade wird gewahrt, obwohl sich dahinter häufig Ohnmacht und Überforderung verbergen.

Damit muss endlich Schluss sein. Wir müssen in Organisationen wieder ein Umfeld schaffen, in dem Authentizität und Vielfalt möglich sind. Erst dann ist lernen möglich – individuell und organisational.

5) REAL Growth. Fokus auf gute Routinen, dann wird die entsprechende Organisationskultur folgen.

Kultur ist die Summe der Gewohnheiten in Organisationen. Professionelles Projektmanagement ist erst dann gegeben, wenn es ein Teil der Organisationskultur geworden ist. Hierzu wiederum müssen „nur“ die guten Routinen verstärkt werden, welche gelingende Zusammenarbeit ausmachen und ermöglichen.

Damit schließt sich der Kreis zu den zuvor genannten Punkten. Denn ob genau dies erfolgt, entscheiden jene, die Führungsverantwortung in Organisationen haben. Idealerweise wächst die Kultur dann „bottom-up“, aber das Wachstum darf „top-down“ nicht blockiert werden.

Fazit

Erfolgreiches Projektmanagement ist schwierig und einfach zugleich. Schwierig deshalb, weil ein Wandel hin zu einer professionellen Projektkultur konsequentes, klares Handeln und Durchsetzungsfähigkeit erfordert. Vor allem von der Unternehmensführung.

Einfach deshalb, weil die Prinzipien, die zu befolgen sind, recht klar identifiziert werden können. Oder sehen Sie das anders?

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