Schöne neue Arbeitswelt? Projektmanagement und Zusammenarbeit 2.0?

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Software Tools haben im Projektmanagement eine steigende Bedeutung. Warum? Die Menge an Informationen, die in Projekten (aber auch anderswo) verarbeitet werden muss, ist stetig im steigen begriffen. Entsprechend braucht es leistungsfähige und einfach zu bedienende Werkzeuge, um den Überblick nicht zu verlieren und Projekte möglichst einfach und klar zu steuern.

Auf dem PM Blog haben wir Aspekte zum Thema PM Software immer wieder diskutiert (nämlich z.B. hier, hier oder hier). Nun hat auch t3n seine Leser/innen nach den beliebtesten und am häufigsten eingesetzten Projektmanagement Tools gefragt.

New Work – Neue Arbeitswelten.

Wenn t3n als eines der wichtigsten deutschsprachigen Medien zu E-Business, Social Media und Web-Technologien seine Leser/innen nach den beliebtesten Projektmanagement Tools fragt, so erregt das Ergebnis meine Aufmerksamkeit. Nämlich deshalb, weil ich die Hypothese vertrete, dass t3n Leser/innen überdurchschnittlich häufig in neuen Arbeitsformen (Stichwort: New Work) arbeiten.

Damit sage ich nicht, dass diese neuen Arbeitsformen die bisherigen ersetzen werden – schon gar nicht kurzfristig. Aber langfristig wird der Anteil an Wertschöpfung in neuen, innovativen Arbeitsformen wesentlich an Bedeutung zunehmen.

Wenn man dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx Glauben schenken darf, so sind dies wichtige Facetten der Neuen Arbeitswelt:

© Zukunftsinstitut 2012

© Zukunftsinstitut 2012

Projektmanagement und Zusammenarbeit 2.0

Zurück zur Umfrage von t3n. Es haben gut 1.300 Leser/innen daran teilgenommen, und das war das Ergebnis:

t3n_PM

Interpretation der Ergebnisse

Ich mach’s kurz: In meinem Unternehmen nutzen wir die Lösungen von Atlassian (natürlich auch JIRA) seit vielen Jahren. Da wir diese Tools auch bei unseren Kunden implementieren, um Projektmanagement nachhaltig zu professionalisieren, ist mein Urteil bzgl. JIRA natürlich nicht objektiv. Trotzdem (oder gerade deswegen): Ich halte JIRA (in Kombination mit Confluence und HipChat) für eine der flexibelsten und wirkungsvollsten PM Lösungen, die es aktuell am Markt gibt – vor allem für den professionellen Business-Einsatz.

Auch Trello haben wir schon häufig verwendet – u.a. für die Organisation der PM Camps. Ein wirklich tolles Tool, das rasch und flexibel eingesetzt werde kann. Ob es jedoch auch für die Organisation von Projekten und Projektportfolios mittelständischer oder größerer Unternehmen etwas taugt, wage ich zu bezweifeln. (Ich lasse mich hier aber von den Leser/innen des PM Blogs gerne eines besseren belehren.)

Kurz zu den weiteren Tools in den vorderen Rängen:

  • HQ Simplified Business: Kenne ich nicht, sieht aber auf den ersten Blick interessant auch (vor allem auch für den Einsatz in Unternehmen).
  • Redmine: Seit vielen Jahren ein maßgeblicher Player. Aber das Design und die damit verbundene Usability ist für mich ein absolutes No-Go.
  • Evernote: Kann man mit Evernote wirklich anspruchsvolle Projekte managen? Ich bezweifle es – und schon gar nicht im Multi-PM-Umfeld. Ansonsten ist Evernote aber natürlich eine Top-Collaboration-Lösung, keine Frage.
  • Wunderlist: Ach, die gibt’s immer noch…?
  • Asana: Gegründet von Facebook „co-founder“ Dustin Moskovitz und „ex-engineer“ Justin Rosenstein – entsprechend gut sind das Marketing und die „social integration“. Ansonsten kann ich zu Asana nichts sagen.
  • Microsoft Project: Klar, dass MS Project (bzw. die Mac-Alternative Merlin Project) immer noch häufig angewendet wird. Im Unternehmens- und Industriebereich ist das Tool wahrscheinlich sogar noch Marktführer.

Fazit: Ich bin davon überzeugt, dass jene Tools, die eine „social philosophy“ verfolgen, weiter an Bedeutung gewinnen werden.

  • Denn einerseits sind Projekte immer seltener in einer Wasserfall-Logik (und somit einer Balkenplan-Logik) plan- und steuerbar.
  • Und andererseits ist und bleibt „Transparenz und Kommunikation“ der Erfolgsfaktor #1 in Projekten. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Jene Tools, die Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten und den Stakeholdern am besten unterstützen und ermöglichen, werden langfristig die Nase vorne haben. Und dies völlig zurecht.

4 Gedanken zu „Schöne neue Arbeitswelt? Projektmanagement und Zusammenarbeit 2.0?

  1. Markus Wolf

    Schöne Übersicht, gute Tools sollten nicht unerwähnt bleiben. Wir nutzen wegen der Verschlüsselung Stackfield (www.stackfield.com)

    Antworten

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