Archiv des Autors: Stefan Hagen

Ressourcenmanagement im Projektmanagement – So kann’s gelingen.

Viele Unternehmen sind aktuell in der glücklichen Lage, mehr Projekte durchführen zu können, als dies die Ressourcensituation erlaubt. Entsprechend groß ist häufig der Kampf um Kapazitäten und die „besten Köpfe“.

Nebenbei erwähnt: Natürlich ist der Begriff Ressourcenmanagement nicht schön, denn Menschen sind keine Ressourcen. Da wir aber keinen besseren und vor allem in der PM Disziplin gängigen Begriff dafür haben, werden wir weiterhin Ressourcenmanagement verwenden.

Warum ist Ressourcenmanagement so schwierig?

Einige Aspekte, warum die Planung und Steuerung von Ressourcen in vielen Unternehmen nur unzufriedenstellend gelöst ist:

  • Ein aussagekräftiger und aktueller Überblick über die aktuelle und künftige Ressourcensituation erfordert eine saubere und disziplinierte Datenerfassung und Planung auf der Ebene ALLER Projekte.
  • Gleichzeitig hat die Dynamik des Projektgeschäfts in vielen Bereichen stark zugenommen. Eine stabile Planung ist vielfach schwierig bis unmöglich.
  • Das bedeutet aber nicht, dass Planung und Steuerung generell nicht möglich wäre. Umgekehrt: Das, was wir einigermaßen stabil planen können, MÜSSEN wir planen.
  • Für die schwer oder nicht planbaren Anteile gilt es, Kapazitäten und Puffer einzuplanen.

Die Kombination dieser Punkte macht vielen Unternehmen zu schaffen, da wir mit einem klassischen, auf Stabilität ausgelegten Managementverständnis nicht mehr weiter kommen.

Kostenloses E-Book

Die Kollegen von TPG – The Project Group haben mit viel Erfahrung und Akribie ein kostenloses E-Book erstellt: Taktische Ressourcenplanung zwischen Projekt und Linie

Ich durfte die 11 Kapitel bereits im Vorfeld lesen und kann bestätigen: Es lohnt sich!

Was mir besonders wichtig erscheint: Das Thema wird im E-Book am Beispiel der Microsoft Tools veranschaulicht. Die Erkenntnisse können aber grundsätzlich mit allen den meisten modernen PM Tools umgesetzt werden.

Umfrage: Vorgehensmodelle im IT Projektmanagement

Christoph Albers von der Universität Duisburg führt aktuell eine Expertenbefragung zum Thema IT Vorgehensmodelle durch. Teilnehmer/innen sollten EINES der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Umfassende Erfahrung als Projektleiter unter der Verwendung eines oder mehrerer gängiger Vorgehensmodelle,
  • Projektleiter mit Zertifizierung für eines oder mehrere Vorgehensmodelle (z.B. PMI, IPMA, PRINCE2, CSPO, CSSM, TKP etc.),
  • Lehrender im Umfeld des IT-Projektmanagements, IT-Managements, Prozessmanagements, Vorgehensmodelle oder ähnlich,
  • aktive Mitgliedschaft oder nahestehende Angehörigkeit zu einschlägigen Usergroups, Communities oder Forschungsgruppen (z.B. Gesellschaft für Informatik, Agile Alliance, P2UG, Best Practice User Group, Limited WIP Society, etc.).

Den Fragebogen finden Sie unter: https://www.soscisurvey.de/vm-it-pm/.

Durch die Teilnahme an diesem Fragebogen tragen Sie einen wertvollen Beitrag zu meiner Arbeit bei. Die Beantwortung des Fragebogens wird in etwa 20 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Reichen die diese Einladung gerne an Kollegen aus dem Umfeld des IT-Projektmanagement weiter.

Bei weiteren Fragen oder Anmerkungen stehe ich Ihnen gerne unter christoph.albers@stud.uni-due.de zur Verfügung.

Masterstudium im Projektmanagement – Lohnt sich das?

Ein viel diskutiertes Thema im Projektmanagement ist die Frage nach geeigneten und sinnvollen Aus- und Weiterbildungsangeboten. Firmeninterne oder -externe Trainings? Eine Zertifizierung bei einem der großen PM Verbände? Oder gleich ein Hochschulstudium?

Natürlich kann es auf die Fragen keine allgemein gültige Antwort geben. Für mich ist aber klar:

  • Wir brauchen eine gemeinsame Sprache im Projektmanagement – so wie in jeder anderen Disziplin. Hier orientiere ich mich vor allem an den großen PM Verbänden (PMI, IPMA) und Normenorganisationen.
  • Auf dieser Grundlage braucht es ein fundiertes konzeptionelles und theoretisches Verständnis von Themen wie Komplexität, Systemen, Organisation und Projektmanagement.
  • Erst danach sehe ich die konkreten Methoden und Werkzeuge, die notwendig sind, um Projekte strukturiert abzuwickeln.
  • Last but not least: DER entscheidende Faktor ist natürlich immer wieder die Frage, ob die jeweilige Person das Talent mitbringt, Projekte und Teams zu führen.

Klar ist: Es gibt nicht DAS Patentrezept für erfolgreiches Projektmanagement. Sehr wohl aber braucht es eine bewusste und möglichst vielfältige Auseinandersetzung mit der Frage, wie komplexe Projekte gelingen können?

Lohnt sich ein akademisches Studium?

Heute möchte ich kurz auf die formal höchste Ausbildungsebene eingehen – nämlich die Stufe des Hochschulstudiums. Macht sowas Sinn? Oder lernt man Projektmanagement besser in der Praxis?

Sowohl als auch. Natürlich braucht es die praktischen Erfahrungen, um zu lernen und sich zu entwickeln. Gleichzeitig wird der Wert guter Theorien und Konzepte vielfach unterschätzt. Denn wir brauchen in einer zunehmend dynamischen Welt ein stabiles theoretisches Grundgerüst, um wirksam mit Komplexität und Kompliziertheit umgehen zu können.

Studiengang Projektmanagement (Master of Arts)

Neulich wurde ich auf das Angebot der Management Akademie Heidelberg (kurz MAH) hingewiesen. In der Studiendauer von 21 Monaten kann man hier berufsbegleitend zum Master of Arts in Project Management kommen. Zielgruppe sind Fach- und Führungskräfte mit PM-Erfahrung.

  • Fact Sheet Master of Arts im Studiengang Projektmanagement (PDF)
  • Broschüre Master of Arts im Studiengang Projektmanagement (PDF)

Dieses erfahrene Team steht hinter dem Lehrgang:

Ein interessantes Studienangebot, das sich gute und motivierte Teilnehmer/innen verdient hat!

PS: Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich diesen Beitrag aus der Überzeugung heraus geschrieben habe, dass es sich hier um ein gutes und fundiertes Angebot handelt (siehe hierzu den Social Media Kodex des PM Blog).

PM Camp Dornbirn – das war’s…

2011 haben wir in Dornbirn das erste PM Camp durchgeführt. Aus einer Idee ist eine internationale Erfolgsgeschichte geworden. Das PM Camp ist heute die größte Unkonferenz in Europa im Themenfeld Projekte und Projektmanagement.

Für mich ist die Zeit gekommen, meine Rolle in der PM Camp Bewegung zurück zu legen – das Staffelholz zu übergeben. Damit ist auch die Entscheidung verbunden, dass es vorerst kein weiteres PM Camp Dornbirn geben wird.

Die PM Camp Bewegung ist und bleibt aber lebendig und aktiv. Die anderen 9 PM Camps werden weiter machen – eventuell kommen in den nächsten Jahren noch weitere Standorte dazu.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmer/innen und besonders bei meinen Orga-Kolleg/innen für den Weg, den wir gemeinsam gegangen sind. Das PM Camp hat mein Leben verändert und bereichert. Ich durfte hunderte wertvolle Menschen persönlich kennen lernen, von und mit ihnen lernen und über die Zukunft der Projektarbeit nachdenken und philosophieren.

Vor allem aber war und ist das PM Camp ein Experiment, wie Selbstorganisation und -verantwortung gelingen kann.

Danke.

Rückblick: Das war das 6. PM Camp Dornbirn

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Puh, das war wieder mal intensiv. Aber wieder gut. Irgendwie noch besser als in den letzten Jahren. Ich würde sogar sagen: Die Teilnehmer/innen haben das PM Camp Format in diesem Jahr ziemlich ausgereizt – im positiven Sinne.

Aber Schritt für Schritt.

Vorfreude ist die schönste Freude…

Immer wieder toll ist es mitzuerleben, dass sich die Vorfreude bei uns und auch bei den Teilnehmer/innen über Wochen hinweg aufbaut. Auch dieses Jahr war’s wieder so. Es wurde schon im Vorfeld viel gewittert und geschrieben – u.a. auch im Rahmen der Blogparade, in der Sich diverse Blogger/innen Gedanken über das diesjährige Motto machten: „Unterscheide, ohne zu trennen.“

Tag 1

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PM Camp DOR live

pm_dornbirn_rgbAm 18. und 19. November findet in Dornbirn bereits das sechste PM Camp statt. Wir sind stolz, dass das PM Camp zur wichtigsten Unkonferenz im deutschsprachigen Raum in Sachen Projekte und Projektmanagement geworden ist. Der Ursprung war 2011 in Dornbirn.

Hier bekommen Sie einen Eindruck, was JETZT GERADE auf dem PM Camp so los ist 😉

5 Strategien für das postfaktische Zeitalter

5-strategien-fu%cc%88rdas-postfaktischezeitalterIn letzter Zeit bin ich immer wieder über die Formulierung „postfaktisches Zeitalter“ gestolpert. Sie auch?

Die Popularität dieser Redewendung haben wir wohl Frau Merkel zu verdanken. Aber die deutsche Kanzlerin hat recht: Zustände, Situationen und Probleme werden immer widersprüchlicher, immer schwerer (be)greifbar, immer diffuser. Dies gilt natürlich für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gleichermaßen.

Deshalb habe ich mich kurzerhand entschlossen, einige für mich wichtige Gedanken in diesem Zusammenhang zusammen zu tragen und in einer Infografik darzustellen. Gedanken, die in 15 Jahren Unternehmensberatung und 10 Jahren Blogger-Praxis zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Gedanken, die zu persönlichen Prinzipien und Überzeugungen reiften.

Aber Schritt für Schritt.  Weiterlesen

PPM Software Studie 2016

bildschirmfoto-2016-10-17-um-20-26-20Projekte sind als Arbeits- und Organisationsform nach wie vor im Vormarsch. Immer mehr und immer komplexere Projektvorhaben werden initiiert und abgewickelt, um auf die Anforderungen des Umfeldes effektiv und effizient zu reagieren.

Niemand wird ernsthaft behaupten, dass eine IT Lösung per se Probleme löst. Aber umgekehrt gilt auch: Ohne leistungsfähige und akzeptierte Projekt- und Portfolio Management Software sind Planungs-, Controlling- und Abstimmungsprozesse häufig mühsam, fehlerhaft und ineffizient.

Durch die PPM ToolstudieStatus Quo von Projekt- und Portfoliomanagement (PPM) Software im deutschsprachigen Raum“ sollen Erfolgsfaktoren und Stolpersteine bei der Auswahl, Implementierung und dem laufenden Einsatz einer Projekt- und Portfoliomanagement Software erforscht werden.

Ihr Nutzen, wenn Sie daran teilnehmen (ca. 25 Minuten):

  • Auf Wunsch erhalten Sie die Studienergebnisse nach Fertigstellung zugeschickt.
  • Zudem werden diverse Sachpreise unter allen Teilnehmer/innen verlost.

Link zur Studie: http://ppm-toolstudie.com/#teilnahme

Ihr Beitrag ist ein wertvoller Baustein in der weiteren Erforschung des Themas Softwareakzeptanz von Projekt und Portfoliomanagement Software.
Herzlichen Dank!