Kategorie-Archiv: Führung

Beyond Project Management – Was bleibt übrig?

Beim diesjährigen PM Camp Dornbirn haben wir das Motto “Beyond Project Management. Was kommt danach?” proklamiert. Einige Wochen sind nun vergangen. Deshalb möchte ich kurz öffentlich reflektieren, was für mich persönlich von der Diskussion übrig geblieben ist.

Zuerst aber folgendes: Was wollten wir mit der Motto NICHT bezwecken?

  • Wir wollten keine weiteren Schattenkämpfe (klassisch vs. agil; Projektmanagement vs. ???) hervor rufen.
  • Wir wollten nicht das Ende des Projektmanagements beschwören oder einläuten (so, wie es u.a. zwei österreichische Kolleg/innen tun, nämlich Dr. Radatz und W. Hanisch).
  • Wir wollten keine Meta-Diskussion führen (was aber – das gebe ich zu – nur zum Teil gelungen ist).

Trotzdem fand und finde ich das Thema spannend und relevant. Nach dem PM Camp übrigens noch umso mehr. Warum?

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Management Y – Organisation und Zusammenarbeit in einer komplexen Welt.

In meiner Wahrnehmung hat sich die Welt in den vergangenen 5 Jahren noch einmal spürbar schneller beschleunigt. Immer noch mehr Informationen und e-Mails, die täglich bearbeitet werden sollen. Noch mehr Projekte, die parallel voran getrieben werden. Noch mehr Angebote und Leistungen, von denen wir uns gegenseitig überzeugen wollen.

Die Diskrepanz zwischen externen und internen Ansprüchen und der Wirklichkeit wird immer größer – in vielen Organisationen (und Projekten) wird der Druck immer größer. Das muss und wird (!) ein Ende haben. Ob wir es wollen, oder nicht.

Ich zähle jedoch NICHT zu jenen Menschen, die sich in Schreckensszenarien oder Opferrollen suhlen. Insgesamt bin ich sehr optimistisch, dass wir uns als Menschen, als Organisationen und als ganze Gesellschaften an die Umfeldbedingungen der “Vernetzen Welt” anpassen werden.

Denn: Es wird immer deutlicher, dass wir kein Erkenntnisproblem haben. Wir haben ein Umsetzungsproblem, und das können (und werden) wir lösen.

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Beyond Project Management: Unterscheide, ohne zu trennen…

Im Zusammenhang mit der Vorbereitung des PM Camp Dornbirn (20.-22.11.2014) ist die Idee entstanden, eine Blogparade zum Thema “Beyond Project Management” zu initiieren. Marcus Raitner hat den entsprechenden Aufruf veröffentlicht.

“Beyond Project Management” ist mir aus drei Gründen ein Anliegen:

  • Die vielfältigen Überlegungen um die (Weiter)Entwicklung des Projektmanagements können nur erfolgreich sein, wenn wir die Grenzen der PM-Disziplin bewusster ziehen. Ansonsten ist irgendwie alles und nichts “Projektmanagement” – und die Diskussion wird beliebig und oberflächlich.
  • Die verschiedenen Denkrichtungen und Ansätze im Projektmanagement (klassisch, agil…) sind nicht gut oder schlecht. Sehr wohl aber sind sie adäquat und wirkungsvoll – oder eben nicht. Klar sollte aber sein: Projektmanagement macht nur dann Sinn, wenn es sich auch tatsächlich per Definition um Projekte handelt. Entsprechend sollte der Titel der Blogparade vielleicht eher “Beyond Projects” lauten?
  • Vermeintliche Expert/innen (insbesondere Berater/innen wie ich) sind verleitet, für jede aufkommende Frage sofort eine Lösung parat zu haben. So sind im Projektmanagement über Jahrzehnte hinweg nichtssagende Patentrezepte entstanden. Was wir aber in einer komplexen Welt brauchen, ist ein Bewusstsein für die richtigen Fragen (die zum Ursprung der Probleme führen). Echtes Umdenken ist gefragt, nicht das Wiederholen der “alten Weisheiten”, die uns in der Praxis offensichtlich nicht mehr weiter bringen.

Das Ende des Projektmanagements?

Hier nun einige meiner Thesen zu “Beyond Project Management”:

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Das Ende der Planbarkeit? Beyond Project Management.

Es dürfte mittlerweile außer Zweifel stehen, dass die Welt in den letzten 20-30 Jahren komplexer und schneller geworden ist. Dramatisch komplexer und schneller.

Die eigentliche Ursache hierfür liegt in den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (Mobile, Internet, Web 2.0…), welche globale Informations-, Waren- und Finanzströme erst in dieser Form möglich gemacht haben.

Fluch oder Segen? Wahrscheinlich von beidem ein bisschen. Klar sollte uns aber sein: Die Entwicklung hin zur “vernetzten Gesellschaft” (vgl. IBM CEO Study 2010 / Prof. Dirk Baecker) wird weiter gehen. Was aber bedeutet das für Unternehmen? Was für das Projektmanagement?

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(Projekt)Ressourcenmanagement in einer komplexen Welt

Ich habe gerade auf Google News die PM-Neuigkeiten dieser Woche gelesen. Unter anderem ist mir das Stichwort “Ressourcenmanagement” immer wieder ins Auge gesprungen. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, um folgende Frage in den Raum zu stellen:

Kann (Projekt)Ressourcenmanagement in einer komplexen Welt überhaupt funktionieren?” (Mal ganz abgesehen davon, dass der Begriff Ressourcenmanagement an sich eine Farce ist, denn Menschen sind keine Ressourcen!Weiterlesen

Erkenne Dich selbst.

In letzter Zeit springt mich ein Thema förmlich immer wieder an: Die Selbsterkenntnis. Denn meine Überzeugung ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, dass darin der Ursprung für ein glückliches und sinnerfülltes Leben liegt. Was aber hat das mit (Projekt)Management zu tun?

Ganz einfach: Menschen, die Führungsaufgaben übernehmen, müssen sich in erster Linie selbst gut kennen und führen können. Erst dann sind sie wahrhaftig, offen für Entwicklung und klar in ihrem Denken und Handeln.

“Das wichtigste Resultat aller Bildung ist die Selbsterkenntnis.” Ernst Freiherr von Feuchtersleben (1806 – 1849)

Ich möchte heute drei Gedanken mit Ihnen teilen, wie Selbsterkenntnis gelingen könnte.

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Dialog zum systemischen Projektmanagement.

Mein geschätzter PM-Camp-Kollege Mike Leber hat zum letzten Beitrag “Systemisches Projektmanagement: Eine Annäherung” einen tollen Kommentar verfasst. Ich habe mir deshalb erlaubt, Mikes Kommentar in Form eines virtuellen Dialogs aufzugreifen. Mikes Kommentar ist im Folgenden kursiv dargestellt: Weiterlesen