5 Thesen zu Führung und Management in der „Vernetzten Gesellschaft“.

Wenn man namhaften Soziologen wie Prof. Dirk Baecker Glauben schenken darf, befinden wir uns mitten im Übergang in die vierte Epoche der menschlichen Entwicklung – die „Vernetzte Gesellschaft“. Diese Erkenntnisse halte ich für essenziell für das heutige Verständnis von Gesellschaft, Organisation, Führung und Management.

Nach Baecker sind die vier Entwicklungsepochen:

  1. Sprache – Tribane Gesellschaft (ca. 100.000 v. Chr.)
  2. Schrift – Antike Gesellschaft (ca. 4.000 v. Chr.)
  3. Buchdruck – Moderne Gesellschaft (ca. 1450 n. Chr.)
  4. Digitale Vernetzung – Vernetzte Gesellschaft (ca. 1980 n. Chr.)

In diesem kurzen Video beschreibt Baecker den anstehenden Übergang in die vierte menschliche Entwicklungsepoche:

Baeckers Analyse habe ich als Ausgangspunkt für ein kleines Gedankenexperiment verwendet – nämlich „5 Thesen zu Führung und Management in der Vernetzten Gesellschaft“. Weiterlesen

Merlin Project (neu): Denken. Planen. Umsetzen.

Das angewendete Projektmanagement (Methoden, Prozesse, Tools…) sollte sich immer vom jeweiligen Projektproblem ableiten – niemals umgekehrt. In der Praxis bedeutet dies häufig eine Kombination klassischer und agiler Prinzipien, Praktiken und Tools.

Wir wenden in unseren Projekten seit einigen Jahren ein integriertes Projektmanagement-Konzept an, welches sich an einer Ebenen-Logik orientiert (siehe Grafik weiter unten). Auf der Planungsebene 1 vertrauen wir vor allem auf das PM Tool Merlin Project von ProjectWizards – quasi das MS Project für den Mac ;-).

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PM Camp Strategieworkshop: Gemeinsam weiter denken. Gemeinsam lernen.

Gestern trafen sich die Organisator/innen der PM Camps in Hamburg, um über den Status Quo und die Zukunft unserer „PM Camp Bewegung“ nachzudenken. Ich habe dem Strategie Meeting in mehrerlei Hinsicht gespannt entgegen geblickt. Denn auch in diesem Jahr kommen voraussichtlich zwei weitere Veranstaltungsorte dazu, nämlich Hamburg und Barcelona und ab 2016 Mallorca.

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Schlankes Projektmanagement: Zurück zum Wesentlichen.

Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber ich finde, man kann es nicht genug betonen. Die DNA eines pragmatischen, funktionierenden Projektmanagements lautet: „Was? Wer? Bis wann?“ Denn am Ende des Tages geht es nur um eines: Die Arbeit zu erledigen. Getting Projects Done.

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Beyond Project Management – Was bleibt übrig?

Beim diesjährigen PM Camp Dornbirn haben wir das Motto „Beyond Project Management. Was kommt danach?“ proklamiert. Einige Wochen sind nun vergangen. Deshalb möchte ich kurz öffentlich reflektieren, was für mich persönlich von der Diskussion übrig geblieben ist.

Zuerst aber folgendes: Was wollten wir mit der Motto NICHT bezwecken?

  • Wir wollten keine weiteren Schattenkämpfe (klassisch vs. agil; Projektmanagement vs. ???) hervor rufen.
  • Wir wollten nicht das Ende des Projektmanagements beschwören oder einläuten (so, wie es u.a. zwei österreichische Kolleg/innen tun, nämlich Dr. Radatz und W. Hanisch).
  • Wir wollten keine Meta-Diskussion führen (was aber – das gebe ich zu – nur zum Teil gelungen ist).

Trotzdem fand und finde ich das Thema spannend und relevant. Nach dem PM Camp übrigens noch umso mehr. Warum?

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Management Y – Organisation und Zusammenarbeit in einer komplexen Welt.

In meiner Wahrnehmung hat sich die Welt in den vergangenen 5 Jahren noch einmal spürbar schneller beschleunigt. Immer noch mehr Informationen und e-Mails, die täglich bearbeitet werden sollen. Noch mehr Projekte, die parallel voran getrieben werden. Noch mehr Angebote und Leistungen, von denen wir uns gegenseitig überzeugen wollen.

Die Diskrepanz zwischen externen und internen Ansprüchen und der Wirklichkeit wird immer größer – in vielen Organisationen (und Projekten) wird der Druck immer größer. Das muss und wird (!) ein Ende haben. Ob wir es wollen, oder nicht.

Ich zähle jedoch NICHT zu jenen Menschen, die sich in Schreckensszenarien oder Opferrollen suhlen. Insgesamt bin ich sehr optimistisch, dass wir uns als Menschen, als Organisationen und als ganze Gesellschaften an die Umfeldbedingungen der „Vernetzen Welt“ anpassen werden.

Denn: Es wird immer deutlicher, dass wir kein Erkenntnisproblem haben. Wir haben ein Umsetzungsproblem, und das können (und werden) wir lösen.

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