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Eindrücke vom PM Camp BER

Vergangene Woche war ich zum ersten Mal beim PM Camp in Berlin. Das Berliner Organisationsteam (Heiko Bartlog, Ralf Eichner, Fabian Fier, Christian Vogel) hat ganze Arbeit geleistet. Die PM Camp Mission wurde in hervorragender Art und Weise realisiert.

Wieder mal hat sich gezeigt: Es sind die Menschen, die ein Barcamp zu dem machen, was es ist. Ein lebendiges Forschungs- und Lernlabor. Eine echte Inspirationsquelle für neues Denken im Projektmanagement – wenn man sich drauf einlässt.

Hier einige Eindrücke, die ich aus Berlin mitgebracht habe (Graphic Facilitation: www.visual-braindump.de):  Weiterlesen

PM Camp Karlsruhe und PM Camp Hamburg – Die Projektmanagement Unkonferenz wächst weiter.

2011 haben einige PM Kollegen und ich beschlossen, ein neues Veranstaltungsformat im Projektmanagement auszuprobieren: Das PM Camp. Die Grundidee war:

  • Es braucht keine weiteren langweiligen Fachkonferenzen, sondern ein inspirierendes, neues und offenes Format.
  • Die Teilnehmer/innen müssen zu Teilgeber/innen werden. Das Barcamp Format bietet hierfür eine gute Grundstruktur.
  • Wir wollen Brücken zwischen unterschiedlichen PM Zugängen schaffen (klassisch-agil, verschiedene Brachen, Mittelstand-Industrie etc.) und den wertschätzenden Austausch auf Augenhöhe fördern.
  • Am Ende zählt, dass Projekte gelingen und einen Wert schaffen. Wir brauchen mehr SINNvolles Projektmanagement.

Daraus haben wir folgendes Leitbild abgeleitet:

Leitbild_PMCamp

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Die PM Camp Saison ist eröffnet. Auf zur wichtigsten Unkonferenz im Projektmanagement.

Die regelmäßigen Leser/innen des PM Blogs wissen wahrscheinlich, dass einige Kollegen und ich vor 4 Jahren eine Projektmanagement „Unkonferenz“ ins Leben gerufen haben – nämlich das PM Camp. Was erwartet Sie auf einem PM Camp?

  • Spannende Menschen, die auf vielfältigste Art und Weise mit Projekten und Projektmanagement zu tun haben.
  • Inspirierende Gespräche und Barcamp Sessions auf Augenhöhe.
  • Aktiver Wissens- und Erfahrungsaustausch: Gemeinsam von- und miteinander lernen.
  • Austausch zur Zukunft im Projektmanagement (Trends, Entwicklungen, Hypothesen…).

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Tag 1: PMO Symposium in Berlin

Wie bereits vor einigen Wochen berichtet bin ich heute und morgen beim „European PMO Symposium“ (PMO = Project Management Office) in Berlin. Mein Fazit des ersten Halbtages ist:

  • Das Symposium ist sehr international besetzt. Die geschätzten 80 Teilnehmer/innen kommen aus Deutschland, England, Frankreich, der Schweiz, Österreich und sogar aus Island.
  • Die Teilnehmer/innen kommen fast durchgängig aus großen international agierende Unternehmen.
  • Projekt-, Programm- und Projektportfolio-Management scheint in den letzten Jahren in diesen Bereichen immer weiter an Bedeutung zugenommen zu haben.
  • Die wichtigsten Anwendungsfelder sind Innovation und Produktentwicklung, IT- und Organisationsvorhaben und natürlich auch große Bau- und Anlagenbauprojekte.
  • Die Referenten verfügen durchgehend über langjährige Erfahrung im Aufbau und im Betrieb von PMO’s.
  • Die „Insights“ sind teilweise sehr spannend, teilweise aber natürlich auch nicht ganz neu.
  • Gefreut hat mich, auch einige „alte Bekannte“ wie Regina Wolf-Berleb vom Projektmagazin und Andreas Splett zu treffen. Darüber hinaus habe ich auch Peter Taylor, den Autor des Bestsellers „The Lazy Project Manager“ kennen gelernt, dessen Buch ich zufälligerweise auf dem Flug nach Berlin gelesen habe. (Tipp: Leading Successful PMO’s)
  • Die Unternehmen haben (gefühlt) ähnliche Herausforderungen zu bewältigen, und auch die Lösungsansätze sind nicht wirklich neu.
  • Besonders gefallen hat mir der Vortrag von Jon Donohoe, der über „Agile Project Management at Star Alliance“ referiert hat. Damit hat er aus meiner Sicht ein absolutes Zukunftsthema getroffen. Und auch er hat natürlich die Position vertreten, dass klassische, hybride / integrierte und agile Ansätze und Vorgehensmodelle nebeneinander existieren dürfen und sogar sollen.

Zwischenfazit: Eine perfekt organisierte Veranstaltung, bei der geballtes PMO-Wissen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Einziger Kritikpunkt: Der Fokus liegt klar auf „Wirtschaft 1.0“. Ein paar frische, junge, agile, verrückte Impulse würden dem Event wahrscheinlich gut tun 😉

Weitere Berichte folgen…

Bericht: PM Blogger Treffen in Berlin

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vlnr: Andreas Heilwagen, Stefan Hagen, Patrick Fritz, Frank Blome (hinter der Kamera)

Am 4. und 5. Juni trafen sich folgende PM Blogger in Berlin: Frank Blome (Merlin), Andreas Heilwagen (PJMB), Patrick Fritz (Jahooda), Stefan Hagen (PM-Blog). Tom Alby (Projektmanagement Definitionen) ging’s gesundheitlich nicht gut, drum musste er sich entschuldigen. Gute Besserung an dieser Stelle!

Warum ein Treffen unter PM Bloggern? Wir wollten heraus finden, ob es Möglichkeiten zur Kooperation und Netzwerkbildung gibt. Zudem wollten wir uns endlich mal persönlich kennen lernen und austauschen.

Was ist raus gekommen? Für mich das wichtigste Ergebnis: Es waren spannende 1,5 Tage mit super-netten Kollegen. Wir haben schlussendlich einige konkrete nächste Schritte beschlossen, alles weitere wird die Zukunft weisen. Das nächste Treffen wird’s im Herbst 09 geben.

Ich habe gerade einige Stichworte und Notizen in einem MindMap zusammen gefasst. Vielleicht interessiert’s Euch ja…

pm_bloggertreffen_mindmap

Projektmanagement in der öffentlichen Verwaltung

PM_ÖV_Hagen

Öffentliche Verwaltungen sind einem ständig steigenden Reformdruck ausgesetzt. Mehr und bessere Leistung mit weniger Geld lautet die Devise. In diesem Zusammenhang ist Projektmanagement ein Schlüsselinstrument. Warum?

  • Komplexe Reformvorhaben müssen gut vorbereitet, effektiv koordiniert und systematisch umgesetzt werden. Projekte sind hier häufig die einzig sinnvolle Lösung.
  • Um politische Zielsetzungen und Vorgaben auf Verwaltungsebene umsetzen zu können, ist immer häufiger fachübergreifende Kooperation nötig.
  • Der Anteil an Routineaufgaben in Verwaltungen ist zwar immer noch groß. Der Verhältnis verschiebt sich aber in Richtung ständig neuer und innovativer Aufgaben.

Diese Liste ließe sich noch lange fortführen. Klar ist: Die häufig starren und hierarchischen Organisationsstrukturen öffentlicher Verwaltungen müssen durch flexible Arbeits- und Organisationsformen ergänzt werden. Die Kernfrage ist nur: WIE?

In den vergangenen sechs Jahren habe ich mich im Rahmen meiner berufsbegleitenden Dissertation an der TU Berlin (bei Prof. Dr. Klaus W. Döring und Prof. Dr. Frederic Fredersdorf) intensiv mit dieser Frage auseinander gesetzt:

Wie müssen die personellen, strukturellen und kulturellen Rahmenbedingungen in einer öffentlichen Verwaltung gestaltet sein, damit Projektmanagement effizient und effektiv eingesetzt werden kann?

Antworten und Hypothesen zur Beantwortung dieser Frage finden sich in meiner Dissertation (veröffentlicht im Gabler Verlag, hier bei Amazon erhältlich). Das erweiterte Modell „Projektmanagement in der öffentlichen Verwaltung“ bildet das Kernergebnis der Arbeit. An dieses Modell wurden 10 konkrete Hypothesen sowie Empfehlungen für die Verwaltungspraxis geknüpft:

Modell_PM_OEV

An wen richtet sich das Buch?

  • Dozenten und Studenten der Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften
  • Führungskräfte und Entscheidungsträger/innen in öffentlichen Verwaltungen
  • Beamte mit Personal- und Organisationsentwicklungs-Verantwortung (New Public Management)
  • Berater öffentlicher Verwaltungen

PS: An alle Student/innen da draußen: Vielleicht könnt Ihr die Bibliothekare an Euren Unis und Hochschulen ja davon überzeugen, dass das Buch für die Bibliothek beschafft werden sollte 🙂