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Wie kann Veränderung in Projekten gelingen?

Eines der Bücher, das ich über die Sommerpause gelesen habe, war „Das innere Spiel – Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen“ von Heinz Peter Wallner und Kurt Völkl. Um es kurz zu machen: Ich halte das Werk für eines der besten, das ich zum Thema Veränderungsmanagement bislang gelesen habe. Aber dazu später mehr.  Weiterlesen

Leading Change – Wandel muss geführt werden.

John Kotter zählt zu den renommiertesten Experten im Bereich „Change Management“. Mit seinem Modell „The 8-Step Process for Leading Change„, das er 2007 erstmals im HBR veröffentlichte, erlangte er weltweite Bekanntheit.

Bei Slideshare bin ich auf eine Präsentation gestoßen, die Kotters 8 Schritte übersichtlich darstellt:

Ergänzend empfehle ich, Kruses 8 Regeln für den totalen Stillstand in Unternehmen zu „konsumieren“.

Schönes Wochenende!

"Fundamentaler Wandel gefordert"

Ich habe es bislang vermieden, den US Wahlkampf in irgendeiner Form hier zu erwähnen oder zu kommentieren. Doch nun ist es so weit.

Klar hat mit Obama auch für mich der richtige Kandidat gewonnen. So, wie für die meisten Europäer. Obama ist in vielerlei Hinsicht ein Hoffnungsträger. Sein Motto „CHANGE“ trifft gerade in der aktuellen Zeit voll ins Schwarze. Denn der globale Wandel ist radikal, vielfach beängstigend radikal und er vollzieht sich mit rasender Geschwindigkeit.

Auch im Zusammenhang mit der aktuellen Finanzkrise fordern einige EU Politiker nun einen fundamentalen Wandel in den USA:

fundamentaler_wandel

Aber ich denke, dass wir es uns zu leicht machen, wenn wir den Wandel nur von den anderen – in diesem Fall von den Amerikanern – fordern. Wir sollten bei uns selbst beginnen. In unseren Regierungen, Verwaltungen, Industrieunternehmen und KMU’s. Und vor allem, jede/r einzelne sollte bei sich selbst beginnen.

Aber wie? Ich denke, es geht insbesondere um zwei zentrale Punkte:

  1. Wir müssen schneller, effektiver und nachhaltiger LERNEN, als wir es vielleicht bisher getan haben. Damit meine ich sowohl individuelles Lernen wie auch kollektives und organisationales Lernen.
  2. Wir müssen gleichzeitig noch mehr auf unsere GESUNDHEIT achten. Denn die Herausforderungen der Zukunft sind nur von gesunden und (physisch wie psychisch) fitten Menschen zu bewältigen.

Ich hatte übrigens vor einigen Wochen schon mal über dieses Thema geschrieben.

Und was hat das mit Projektmanagement zu tun? Sehr viel. Denn Projektmanagement ist ein Synonym für flexible, temporäre, netzwerkartige und häufig hochkomplexe Arbeitsorganisation. Und genau diese Organisationsform wird zwangsläufig stark zunehmen.

  • Hierarchien werden zu projektorientierten Netzen.
  • Stabilität wird abgelöst durch Dynamik und permanenten Wandel.
  • Evolutionäre Veränderung wird abgelöst durch revolutionäre Veränderung.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

JUST DO IT! CHANGE. LEARN. LIVE.

Hochleistungsteams

Ich bin ein erklärter Fan von Winfried Berner, der unter www.Umsetzungsberatung.de die meines Erachtens beste und umfangreichste Wissensdatenbank zum Thema Change Management betreibt. Im Newsletter, den ich heute von ihm bekommen habe, ist auch ein Link zu einem aktuellen Beitrag „Das Geheimnis gut funktionierender Teams“ – das dürfte Sie als Projektmanager/innen interessieren!

Check it out!

Mitarbeiter für Veränderungsvorhaben begeistern

Die Düsseldorfer Unternehmensberatung C4 Consulting hat gemeinsam mit der TU München eine Studie zur Beantwortung und weiteren Erforschung folgender Fragestellungen durchgeführt:

– Wie erfolgreich ist Change Management?
– Auf welche Voraussetzungen stößt es in deutschen Unternehmen?
– Was sind die wichtigsten Faktoren?
– Und was geht am häufigsten schief?

Die Antworten darauf sind wenig überraschend. Lediglich ein Drittel der Veränderungsvorhaben in Unternehmen sind erfolgreich, obwohl die erfolgsentscheidenden Faktoren eigentlich recht klar wären.

Lesen Sie diesen Artikel des ManagerMagazins, um einige Essentials zur Studie zu erfahren.

Besser noch: Hier finden Sie eine Executive Summary der Studie im PDF-Format. Ein Auszug:

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Auf die Projektkultur kommt es an!

Gestern habe ich für einen Kunden einen Impulsvortrag zum Thema „Prinzipien für erfolgreiches Projektmanagement“ gehalten. Es ging darum, den Führungskräften wie auch den Mitarbeitern zu vermitteln, welche Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Projektmanagement geschaffen werden müssen, welche gemeinsamen Spielregeln einzuhalten sind und vor allem, was erfolgreiche von weniger erfolgreichen Unternehmen unterscheidet – zumindest in Bezug auf das Projektmanagement.

Der Vortrag hat mir riesigen Spaß gemacht. Und ich glaube, der „Funke“ ist auch recht gut über gesprungen. Wenn auch Sie den Funken in Ihrem Unternehmen rüber springen lassen möchten, dann können Sie sich gerne in den Präsentationsfolien von gestern einige Anregungen holen.


Für mich ist’s glasklar: Es geht immer mehr und ganz wesentlich um Emotionen, gemeinsame Werte und Visionen, um das Projektmanagement in einem Unternehmen „zum Fliegen zu bringen“. Die rein kognitiven Ansätze mit bürokratischen Standards, Richtlinien, Handbüchern etc. sind schon lange zum Scheitern verurteilt.

Klären Sie die „Sinnfrage“, machen Sie Ihre Mitarbeiter und Führungskräfte für den Veränderungserfolg mitverantwortlich, schaffen Sie gemeinsame Visionen und „bestrafen“ Sie Handeln, das gegen die gemeinsamen Spielregeln geht. Das ist die Grundlage für nachhaltigen Projekterfolg.

PS: Ich habe mir für die obige Präsentation eine eigene „Story“ zurecht gelegt. Sie sollten sich für Ihren eigenen, emotionalen Power-Impulsvortrag eine eigene Story ausdenken. Nur dann wird ein solcher Vortrag richtig authentisch und überzeugend.

Projektizismus und Unwirksamkeit

Dr. Gunter Dueck (Bild) ist ehemaliger Professor für Mathematik, nun Cheftechnologe bei IBM und erfolgreicher Buchautor. Über Jens Schauders Blog bin ich auf einen überaus scharfsinnigen und gehaltvollen Artikel von Gunter Dueck gestoßen: „Projektizismus und Unwirksamkeit“.

Hier können Sie den Artikel im PDF-Format herunter laden.

Darin beschreibt er, wie Projekte und Projektmanagement eben NICHT eingesetzt werden soll und kann, um Verhaltens- und Kulturveränderungen in Unternehmen zu bewirken. Denn allzu oft wird Projektmanagement nach wie vor als „technisch-systematisches“ Instrumentarium gesehen, um Veränderungsprozesse auf den Boden zu bekommen. Und genau dieses Vorgehen ist in den allermeisten Fällen zum Scheitern verurteilt.

Sehr pointiert und praxisnah beschreibt Hr. Dueck einige typische Dummheiten und Sinnlosigkeiten, wie sie tagtäglich zu Hunderten – nein zu Tausenden – in den Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen da draußen stattfinden.

Konkrete Lösungsansätze und Erfolgsprinzipien für Veränderungsprozesse bleibt Mr. Dueck in diesem Beitrag schuldig. Aber oft ist es doch auch schon sehr wertvoll, zu wissen wieder einmal darauf gestoßen zu werden, wie Veränderung definitiv NICHT funktionieren kann.

Link-Tipp: Omnisophie