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Integriertes Managementsystem: Prozess | Projekt | Produkt

Den Managementdisziplinen Prozess-, Projekt- und Produktmanagement kommt aus meiner Sicht im Kontext der Unternehmensorganisation noch nicht jene Bedeutung zu, die sie eigentlich verdient hätten. Denn ich glaube, dass vor allem die Kombination von Prozess-, Projekt- und Produktmanagement große Effzienz- und Effektivitätspotenziale birgt.

Diese Thematik versuche ich auch immer wieder, „meinen“ Student/innen an der FH Vorarlberg näher zu bringen.


Übrigens: Wenn Ihr auf das Slideshare-Logo klickt, könnt Ihr die Präsentation als PDF herunter laden.

Über eine rege und kritische Diskussion zu diesem Thema via Kommentarfunktion würde ich mich freuen.

Kunden in Innovationsprojekte involvieren

gesunde_fuesseChristian Skokan, seines Zeichens E-Media Beauftragter bei der Bauerfeind AG, hat mich auf ein aktuelles Innovationsprojekt in seinem Unternehmen aufmerksam gemacht. Auf der Internetplattform meine-fuesse-bei-der-arbeit.de werden Ideen für gesündere Füße von der „Internet-Community“ eingeholt:

„Sag uns, wie es Deinen Füßen geht. Wir möchten, dass sie ab sofort gut gelaunt sind! Du kannst selbst entscheidend dazu beitragen, denn wir suchen Deine Idee. Schreib uns auf, wie man Deiner Meinung nach mit Pflege, Hilfsmitteln, Schuhen oder anderen Produkten zu mehr Fußgesundheit beiträgt und skizziere uns einen Lösungsweg. Wir freuen uns auf Deine Idee!“

Ideenmanagement im Rahmen von Innovationsprojekten nach dem Crowdsourcing-Prinzip ist zwar nicht neu, aber dieses Beispiel finde ich wirklich gut und innovativ umgesetzt. Bei openinnovators.de finden Sie übrigens eine schöne Übersicht über aktuelle Projekte (meist Ideenwettbewerbe) verschiedener Unternehmen dieser Art.

Ich denke, dass die Einbeziehung von Kunden, Lieferanten oder anderer Anspruchsgruppen in Innovationsprojekte in vielen Bereichen Standard werden sollte. Denn Innovation (oder Projektentwicklung) ist meines Erachtens in vielen Unternehmen noch wesentlich zu „innen-gerichtet“ und „ingenieurs-getrieben“.

Die Grundlage für Innovation ist Kollaboration

Förster&Kreuz schreiben in ihrem aktuellen Newsletter:

Wir stehen an der Schwelle zu dramatischen Veränderungen der Organisation, Innovation und Wertschöpfung. Die neue Grundlage der Innovationsfähigkeit lautet KOLLABORATION. Unternehmen müssen über die Mauern der eigenen F&E Abteilungen hinweg die Kreativität und die Ideen von klugen Köpfen in der ganzen Welt anzapfen. Wer sagt denn, dass die angestellten Weißkittel in der eigenen Entwicklungsabteilung das Monopol auf die besten Ideen haben?

Und dennoch sieht die Realität oftmals ganz anders aus: F&E-Abteilungen in so manchem Unternehmen gleichem einem Hochsicherheitstrakt. Schon von weitem ist das rote Stoppschild gut sichtbar: Zutritt für Betriebsfremde strengstens untersagt! Hausausweispflicht! Schusswaffengebrauch! Das ist geradezu grotesk, finden wir. Unternehmen, die weiterhin alles allein machen wollen, werden im Wettbewerb zurückfallen. Punkt.

Fakt ist: Forschung, Produktentwicklung oder Innovationen finden zunehmend in Netzwerken statt. Dabei spielen die Informationstechnik und speziell die Vernetzung im Internet eine zentrale Rolle.“

So ist es. Nieder mit den Mauern in unteren Köpfen und Organisationen. Teamwork ist angesagt. Wer das nicht kapieren will, fliegt in hohem Bogen. Destruktive Querulanten, ewige Bewahrer und Egoisten werden nicht länger akzeptiert. Egal, wie fachkompetent oder erfahren sie sind.

Wir brauchen kollegiale, offene und vertrauensvolle Unternehmenskulturen. Damit meine ich nicht, dass es in solchen Organisationen keine klaren Ziele, Anweisungen und Vorgaben gäbe – im Gegenteil. Aber im Unterschied zu anderen Organisationen wurde die Teamarbeit und Kollaboration unter Experten und Profis kultiviert. Oder anders ausgedrückt: DAS UNTERNEHMEN LEBT EINE PROFESSIONELLE PROJEKTKULTUR, vom CEO bis zum Azubi.

Management von Innovationen: Klare Rollen

Unternehmen müssen heutzutage kontinuierlich Innovationen hervor bringen (bzw. innovativ sein), um in globalisierten Märkten bestehen zu können. Allerdings beschränken sich Innovationen nicht nur auf Produkte, sondern immer mehr auch auf Services, Geschäftsprozesse, Unternehmensstrukturen – ja, sogar ganze Business Models, wie die aktuelle IBM CEO Study wieder einmal heraus gefunden hat.

Die Übergeordnete Managementdisziplin, die sich in Unternehmen mit Innovationen beschäftigt, wird häufig (logischerweise) als Innovationsmanagement bezeichnet. Allerdings gibt es nicht DAS Innovationsmanagement, sondern jedes Unternehmen interpretiert das Thema etwas anders.

Mir persönlich erscheint in diesem Zusammenhang absolut wesentlich, die Begriffe Produkt, Projekt und Prozess im Unternehmen ganz klar zu definieren! Denn daraus leiten sich auch die Rollen und Funktionen eines Produktmanagers, Projektmanagers und Prozessmanagers ab. Ich hatte kürzlich schon mal einen Blog-Post zu diesem Thema verfasst: Prozesse – Projekte – Produkte.

Bei Leica Geosystems habe ich mal eine bildhafte Erklärung der unterschiedlichen Rollen im Innovationsmanagement gesehen, die mir sehr gut gefallen hat. Die ging in etwa so:

Dass die Projektmitglieder Fahrgäste sind, sollte nicht so interpretiert werden, dass sie lediglich eine passive Rolle einnehmen. Ansonsten finde ich die Zug-Metapher sehr gut.

Innovationsmanagement in der Steinzeit

Früher verliefen Meetings von Innovationsprojekten auch nicht viel anders als heutzutage. Sehen Sie selbst (das Video dauert übrigens nur 2 Min – eine gute Investition):

Und die Moral von der Geschichte: Wahre Innovationen benötigen Mut, Kreativität, Offenheit und Entschlossenheit.

Am Ende des Videos finden Sie einen Link zu idee-ade.de. Hier können Sie Ihre verworfenen Ideen zu Grabe tragen…

Skype – radikal innovativ

Innovations- und Projektmanagement sind zwei Managementdisziplinen, die große Schnittmengen und gegenseitige Synergiepotenziale in sich bergen. Denn durch ein systematisches, zielgerichtetes Projektmanagement können Wirkungsgrad und Effizienz von Produktentwicklungs- und Innovationsprojekten wesentlich optimiert werden.

Niemals aber darf die PM Methodik die für bahnbrechende Innovationen notwendige Kreativität und Flexibilität behindern oder einschränken. Im Gegenteil: Projektmanagement muss einfach, kreativitäts- und somit innovationsfördernd sein. Ein Widerspruch in sich? Ich denke nicht!

Ein Unternehmen, das eine für damalige Verhältnisse radikale Innovationen hervor gebracht hat, ist Skype. In diesem knapp 5-minütigen Video erfahren Sie einige interessante Details zu Skype.

Ich bin ein großer Freund der Ansichten, Konzepte und Publikationen von Förster&Kreuz. Sie machen anhand plakaiver Beispiele deutlich, was es heutzutage heißt, quer zu denken, innovativ zu sein, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, alte Glaubenssätze aufzugeben. I love it!

Tipp: Abonnieren Sie den Querdenk-Cast von Förster&Kreuz. Es lohnt sich.