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Buchtipp: Innovationsmanagement
Innovationskultur: Vom Leidensdruck zur Leidenschaft. Wie Top-Unternehmen ihre Organisation mobilisieren (Gebundene Ausgabe) Autoren: Jürgen Jaworski, Frank Zurlino, EUR 39,90 bei Amazon
Rezension: Die Kultur des Erfindens
Von Ursula Schwarzer (ManagerMagazin)
Kurze Sätze, klare Sprache, kein Gedröhne - Beispiele aus 22 Firmen zeigen, wie erfolgreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen anspornen und eine Atmosphäre schaffen, in der Neuerungen gedeihen.
Erkenntniswert: Ratgeber für gutes Management lesen sich oft wie Telefonbücher: gähnend langweilig und letztlich nutzlos, weil die gesuchte Nummer doch nicht zu finden ist. Ganz anders die Fibel “Innovationskultur”.
Sie gibt Antworten auf die Frage, wie Unternehmen eine Atmosphäre schaffen können, in der Neuerungen gedeihen. Die Tipps sind ebenso einleuchtend wie umsetzbar, denn sie beruhen auf prägnanten Beispielen aus der Praxis.22 Firmen, darunter Siemens Chart zeigen, EnBW Chart zeigen, Freudenberg und Air Liquide Chart zeigen, haben ihre Erfahrungen in dieses Buch mit eingebracht. Sie gehören der 2004 gegründeten Initiative “Cultivating Innovation” an, die unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums steht. Die beiden Autoren Jürgen Jaworski (Geschäftsführer von 3M Deutschland) und Frank Zurlino (Geschäftsführender Partner der Unternehmensberatung Droege) haben die Arbeit des Kreises ausgewertet und kommentiert.
Stil: Kurze Sätze, klare Sprache, detaillierte und übersichtliche Gliederung - ein anspruchsvolles Werk, das auf Wortgedröhne verzichtet. Man muss sich den Text nicht erarbeiten, er liest sich leicht weg.
Nutzwert: Der Charme des Buches liegt darin, dass es keine allgemeingültigen Weisheiten verkündet. Eine Innovationskultur, und sei sie in einem bestimmten Unternehmen noch so erfolgreich, lässt sich ja ohnehin nicht kopieren. Das wissen auch die Autoren. Daher bieten sie für einzelne Probleme verschiedene Lösungsansätze.
Sie überprüften etwa die Praktikabilität der “15-Prozent-Regel“, wonach alle Beschäftigten in einem Unternehmen 15 Prozent ihrer Arbeitszeit dafür nutzen dürfen, an neuen Projekten zu forschen, von deren Problemstellung sie fasziniert und von deren Erfolg sie überzeugt sind. Oder sie befassen sich mit verschiedenen Instrumentarien, die zur Steigerung der Risikofreude und Kreativität der Mitarbeiter dienen. Es bleibt dem Leser überlassen, sich die für seinen Betrieb sinnvolle Vorgehensweise herauszupicken.
Googles Innovationsprozess und -prinzipien
Google kann wohl als überdurchschnittlich innovatives Unternehmen bezeichnet werden. In einem extrem dynamischen und auch wettbewerbsintensiven Markt schafft es Google schon seit Jahren, das Maß aller Dinge zu sein.
Bereits vor einigen Wochen habe ich einen kurzen Post zum Thema “How Google Innovates” verfasst. Nun bin ich bei Evelyn Rodrigez auf ein interessantes PDF-File gestoßen, in dem sie Googles Innovationsprozess beschreibt.
Hier einige der “Key Learnings”:
Formula: Smart people + creative environment + outlet for ideas = INNOVATION
Innovationsprinzipien:
- Ideen von überall her akzeptieren
- Top-100 Ideen priorisieren
- kleine, agile Projektteams
- Selbstorganisation und Sichtbarkeit / Visualisierung
- Kunden-zentriertes Design (Kunden ins Zentrum stellen)
Im PDF-File finden Sie weitere Erläuterungen zu den Punkten. Alter Wein in neuen Schläuchen? Was meinen Sie?
Kostenloses Know-How: Produktentwicklung und Stage-Gate(r)

Bei Jahooda - danke Patrick
- bin ich auf einen interessanten Link gestoßen: Kostenloses Know-How: Produktentwicklung und Stage-Gate
Wenn Sie sich wirklich ausführlich mit dem Thema beschäftigen möchten, liegen Sie hier genau richtig.
Schönes Wochenende!

Open Innovation in Innovations- und Produktentwicklungsprojekten
Gastbeitrag Thomas Müllner
Das Open Innovation Konzept hat in den letzten Jahren in Innovations- und Produktentwicklungsprojekten stark an Bedeutung zugenommen. Kunden, Lieferanten und auch sonstige Partner werden aktiv in die Entwicklungsvorhaben eingebunden. In dieser Präsentation erhalten Sie einen Überblick über das Open Innovation Konzept:
Weitere Links zu dem Thema:
The seeds of innovation
The book “The Seeds of Innovation” from Elaine Dundon is a top-seller in the US. Here’s a presentation with the core concepts and ideas of the book.
Innovation? Innovation Management? What’s it all about? Here are some answers to these questions:
Don’t forget: Systematic, flexible, and pragmatic project management is crucial for innovation in business (and elsewhere). Or in other words: Project Management should enable and promote innovation - not the opposite!
Net present value (NPV): Wirtschaftlichkeit von Projekten berechnen

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“Eine Investition ist der Einsatz von Finanzmitteln mit der Absicht Gewinn zu erzielen. Aus der Sicht des Auftraggebers ist damit auch jedes Projekt eine Investition, da er die Kosten des Projekts tragen muss.” (PM Glossar des Projektmagazins)
Am Beginn eines Projeks sollte deshalb der quantiative (= Wirtschaftlichkeit) oder der qualitative Nutzen (= Outcome/Impact) geplant werden. “Net Present Value (NPV)” ist eine empfehlenswerte Methode der Wirtschaftlichkeitsberechnung von Projekten - insbesondere im Bereich Innovation und Produktentwicklung. NPV-Definition des PM Glossars:
“Der Net Present Value ist eine finanzielle Kennzahl, die zukünftige Erträge eines Vorhabens auf den aktuellen Zeitpunkt umrechnet. Durch die Berechnung dieses hypothetischen Wertes wird ein Vergleich verschiedener Szenarien oder Vorhaben hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Ertrages möglich. In die Ermittlung des Net Present Value gehen die Prognosen über Kosten und Erlöse ein, er ist somit abhängig vom betrachteten Business Case. Ebenso werden die Investitionen abgeschrieben und die Erträge auf den heutigen Zeitpunkt diskontiert.“
Hier finden Sie eine NPV-Vorlage in Excel-Format:
NPV_Example_startup_euregio.xls
Interpretation (Quelle: Wikipedia):
Eine Investition ist absolut vorteilhaft, wenn ihr Kapitalwert (=NPV) nicht negativ ist.
- Kapitalwert = 0: Der Investor erhält sein eingesetztes Kapital zurück und eine Verzinsung der ausstehenden Beträge in Höhe des Kalkulationszinssatzes. Die Investition hat keinen Vorteil gegenüber der Anlage am Kapitalmarkt zum gleichen (risikoäquivalenten) Zinssatz. An dieser Stelle befindet sich der interne Zinsfuß.
- Kapitalwert > 0: Der Investor erhält sein eingesetztes Kapital zurück und eine Verzinsung der ausstehenden Beträge, die den Kalkulationszinssatz übersteigen.
- Kapitalwert < 0: Die Investition kann eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals zum Kalkulationszinssatz nicht gewährleisten.
Werden mehrere sich gegenseitig ausschließende Investitionsalternativen verglichen, so ist die mit dem größten Kapitalwert die relativ vorteilhafteste. Weiterhin ist es möglich, die Kapitalwerte verschiedener sich nicht gegenseitig ausschließender Investitionen mit unterschiedlichen Kalkulationszinssätzen aufzusummieren, da es sich um ein additives Verfahren handelt.
Festlegung eines entsprechenden Zinssatzes (Quelle: Wikipedia EN):
“Choosing an appropriate discount rate is crucial to the NPV calculation. A good practice of choosing the discount rate is to decide the rate which the capital needed for the project could return if invested in an alternative venture. If, for example, the capital required for Project A can earn five percent elsewhere, use this discount rate in the NPV calculation to allow a direct comparison to be made between Project A and the alternative. Obviously, NPV value obtained using variable discount rates with the years of the investment duration better reflects the real situation than that calculated from a constant discount rate for the entire investment duration.“
Eine NPV-Berechnung sollte einen fixen Bestandteil eines jeden (Produkt)Entwicklungsprojekts darstellen.
Jahooda - die Plattform für Projekt- und Prozessmanagement - geht online!
Unter dem Motto „Gemeinsam erfahren, lernen und entwickeln“ startet am 10. September 07 das digitale Angebot von Jahooda, der Plattform für Projekt- und Prozessmanagement.
Neben „analogen“ Veranstaltungen wie zum Beispiel dem in Vorbereitung befindlichen Arbeitskreis für Produktentwicklung, startet am Montag, 10. September 2007, unter www.jahooda.com das „digitale“ Angebot von Jahooda. Somit erfolgt ein wichtiger Schritt hin zur Verbindung der beiden Wirkungsbereiche der Plattform.
In einem Online-Tagebuch, einem sogenannten Blog, werden tagesaktuell Themen rund um Projekt- und Prozessmanagement aufbereitet. Inhaltlich wird der Fokus speziell auf innovative Produkt- und Softwareentwicklung gelegt. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich beim Jahooda-Newsletter anzumelden, der in regelmäßigen Abständen die neuesten Beiträge nach Hause liefert. In Planung befindet sich derzeit ein Mitgliederbereich, in dem exklusive Leistungen für Mitglieder der Plattform angeboten werden.
Angesprochen sind insbesondere Mitarbeiter und Führungskräfte aus kleineren und mittleren Unternehmen aus den Bereichen Projekt- und Prozessmanagement, Produktentwicklung und –management, Organisations- und Personalentwicklung. Darüber hinaus sind alle mit Interesse an diesen Themen herzlich eingeladen aktiv an Jahooda teilzunehmen und so diese Aspekte im eigenen Unternehmen zu professionalisieren.
Über Jahooda
Im Rahmen eines INTERREG-Projektes arbeitet die Fachhochschule Vorarlberg, zusammen mit den Projektpartnern Hochschule Liechtenstein / KMU-Zentrum und der Hochschule Ravensburg-Weingarten, an der Etablierung der Plattform für Projekt- und Prozessmanagement. Ziel ist es, den überbetrieblichen Austausch auf dem aktuellen Stand des Wissens zu fördern.
Facts
www.jahooda.com startet am Montag, 10. September 2007
Kontakt
Prof.(FH) Dipl.-Ing. Martin Meusburger
Forschungszentrum für Prozess- und Produkt-Engineering an der Fachhochschule Vorarlberg
T +43 (0)5572 792 7109, E-Mail martin.meusburger@fhv.at
Mag.(FH) Patrick Fritz
Forschungszentrum Prozess- und Produkt-Engineering an der Fachhochschule Vorarlberg
T +43 (0)5572 792-7115, E-mail patrick.fritz@fhv.at
IPPM Organisation: Integrierte Prozess- und Projektmanagement Organisation
Prozessmanagement (=Business Process Management - BPM) und Projektmanagement (=Projektportfolio-, Programm- und Projektmanagement) sind zwei Arbeits- und Organisationsformen, deren Bedeutung in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Anwendungsbereiche:
- Mittels Prozessmanagement werden alle wiederholbaren Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen gestaltet, optimiert, kooriniert und operativ geführt.
- (Programm- und) Projektmanagement ist die ideale Arbeitsform zur Bewältigung komplexer, neuartiger und temporärer Aufgabenstellungen.
Bereits vor über 8 Jahren haben Prof. Dr. Jürgen Polke und ich begonnen ein Organisationsmodell zu entwickeln, welches die Stärken einer Linienorganisation mit den modernen Ansätzen des Prozess- und Projektmanagements synergetisch miteinander verbindet (Linie - Prozess - Projekt). Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit ist die “IPPM Organisation” - ein systemisch-integratives Organisations- und Managementmodell.
Die IPPM Organisation stellt bereits seit Jahren die maßgebliche konzeptionelle und theoretische Fundierung vieler unserer Beratungsprojekte dar. Hier eine kurze Executive Summary:
Basic Concepts and Models in Project Management - An Introduction
Träger der Innovation ist immer der Mensch




“Die Innovationskraft eines Unternehmens ist kein Glücksfall, sondern Ergebnis gezielten Managements. Eine Schlüsselfunktion haben dabei die Mitarbeiter. Das ergab eine Vergleichsstudie, die vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien im Rahmen des Projektes „Top 100“ durchgeführt wurde.”
(Quelle)
Hier gibt’s die Pressemeldung zur Innovationsstudie im PDF-Format: innovationsmanagement_studie2007.pdf
Die Key-Findings der Studie:
- Träger der Innovation ist immer der Mensch
- Innovation ist kein Glücksfall, sondern Ergebnis gezielten (Innovations)Managements
- eine konsequente Innovationsstrategie zahlt sich aus - innovative Unternehmen sind weitaus erfolgreicher
- ausgezeichnete Innovatoren investieren mehr Zeit und Geld in die Aktivierung der Unternehmenspotenzials - sprich in die Menschen
- 78 % der innovativen Unternehmen haben ein institutionalisiertes Anreizsystem, um kreative und unkonventionelle Vorschläge von Mitarbeiter/innen zu fördern
- die gezielte Ausbildung der Mitarbeiter/innen ist ein zentraler Faktor
- Freiräume sind wichtig, um unternehmerisches Denken und Handeln zu fördern
- 94 % der Top 100 Unternehmen verfügen über ein systematisches Markt- und Technologiemonitoring
- praktisch alle Innovationsführer (nämlich 99 %) gehen Innovationsprojekte mit einer detaillierten Ideenprüfung, einer Wirtschaftlichkeitsanalyse und einem Konzepttest an (= systematisches Projekt- und Programmmanagement)
- 87 % der Top-Innovatoren leisten sich eine Innovationsabteilung
- 70 % der Top-Innovatoren arbeiten mit Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen
- jedes fünfte Unternehmen öffnet seinen Innovationsprozess sogar für Wettbewerber, Kooperationen mit Kunden und Lieferanten zählen ohnehin zum Standardrepertoire (= Open Innovation)
- Open Innovation ist in mittelständischen Unternehmen noch weitgehend unbekannt
- der spätere Innovationserfolg entscheidet sich wesentlich in den frühen Projektphasen, hier müssen potenzielle Risiken identifiziert, bewertet und minimiert werden
Die Ergebnisse sind nicht wirklich überraschend, doch in dieser Deutlichkeit und Signifikanz für mich doch sehr bemerkenswert. Da bleibt zu hoffen, dass sich unsere “Unternehmenskapitäne” und Top-Manager die Ergebnisse auch zu Herzen nehmen!
Link-Tipp zum Thema: Portal zur Produktinnovation der ETH Zürich


