Schlagwort-Archive: Methoden

Projektplanung leicht gemacht: Planungsmethoden im Überblick

ProjektplanungEs gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, Planungsprozesse im Projektmanagement abzubilden. Dein einfachen und den etwas detaillierteren Weg. Heute möchte ich Ihnen ein Beispiel vorstellen, das in die zweitgenannte Kategorie fällt.

Im Zusammenhang mit meiner externen Dozententätigkeit an der Fachhochschule Vorarlberg habe ich für die Studierenden eine kleine Übersicht erstellt, wie die verschiedenen Prozesse und Methoden zur strukturierten Vorbereitung und Planung eines Projekts ineinander greifen können.

Download der Planungsprozesse als JPEG bzw. PDF. Weiterlesen

(Projekt)Ressourcenmanagement in einer komplexen Welt

Ich habe gerade auf Google News die PM-Neuigkeiten dieser Woche gelesen. Unter anderem ist mir das Stichwort „Ressourcenmanagement“ immer wieder ins Auge gesprungen. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, um folgende Frage in den Raum zu stellen:

Kann (Projekt)Ressourcenmanagement in einer komplexen Welt überhaupt funktionieren?“ (Mal ganz abgesehen davon, dass der Begriff Ressourcenmanagement an sich eine Farce ist, denn Menschen sind keine Ressourcen!Weiterlesen

Die Ei-Henne Metapher

Eine der nützlichsten Metaphern im Projektmanagement ist die „Ei-Henne Metapher“. Bereits vor vielen Jahren bin ich darauf gestoßen, doch erst jetzt ist mir aufgefallen, dass ich noch nie darüber gebloggt habe. Dies möchte ich nun nachholen.  Weiterlesen

Analoge Methoden im Projektmanagement

Wir leben zunehmend in einer digitalisierten Welt. Permanent werden wir von e-Mails, Webseiten, Social Media Plattformen, Wikis, Collaboration Tools etc. mit Informationen „überschüttet“.

Ich zähle sicher zu jenen „Digital Immigrants“, die solche Tools sehr intensiv und mit Freude nutzen. Gleichzeitig halte ich den „analogen Ausgleich“ für essenziell. Was meine ich damit?  Weiterlesen

Interaktive Projektmanagement Landkarte

Neulich habe ich Wolfgang Frank von Volkswagen kennen gelernt. Dabei habe ich u.a. auch erfahren, dass sich VW bei der Gestaltung und Umsetzung ihres Projektmanagement-Systems an der „Project Roadmap“ (kostenloser Download) von IPMA (bzw. GPM) orientiert.

Wir alle brauchen „Landkarten“ und Modelle, an denen wir unser Denken und Handeln ausrichten können. Uns muss natürlich stets bewusst sein, dass die Landkarte niemals die Realität abbilden kann. Sie ist lediglich der Versuch, ein stark vereinfachtes Abbild einer möglichen Realität wiederzugeben. In diesem Sinne können Landkarten die Kommunikation erleichtern, unser Bewusstsein für Wichtiges schärfen oder Kommunikation erleichtern.

Kernpunkt dieses Blogbeitrages: Die IPMA Project Roadmap gibt es nun auch als interaktives Tool mit Beschreibungen zu den einzelnen „hard facts“ und „soft facts“. Coole Sache.

PS: Demnächst wird es dieses Online-Tool auch als App geben.

PPS: Zugegebenermaßen sind die Beschreibungen der einzelnen hard und soft facts sehr rudimentär, und auch inhaltlich stimme ich nicht immer zu 100% zu. Aber als Orientierungshilfe ist die Project Roadmap allemal geeignet. Sie können dann ja immer noch selbst entscheiden, welche Aspekte Sie übernehmen möchten und welche nicht.

Kontextanalyse: Projekte als komplexe Systeme begreifen

(Bilderquelle: PMAktuell)

Projekte sind komplexe, sozio-technische Systeme. Ein/e Projektmanager/in sollte in der Lage sein, solche komplexen Systeme professionell zu gestalten und zu lenken. Die Grundvoraussetzungen hierfür sind einerseits Erfahrung im Umgang und in der Führung von Menschen, andererseits hilft es aber auch ungemein, ein theoretisches Grundwissen (oder auch mehr) zur Funktionsweise sozialer Systeme zu haben.

Aber was sind Systeme eigentlich genau? Systeme können wie folgt definiert werden:

  • Ein System besteht aus unterschiedlichen Systemelementen.
  • Diese Elemente stehen in Beziehung zueinander und beeinflussen sich wechselseitig.
  • Ein System ist gegenüber seiner Umwelt / seines Umfeldes abgrenzbar (Systemgrenzen).
  • Man kann grundsätzlich zwischen der Makro– (System als Ganzes) und der Mikroebene (Betrachtung der einzelnen Systemelemente und Verbindungen) von Systemen unterscheiden.
  • Struktur, Eigenschaften und Verbindungen/Wechselwirkungen der Elemente bestimmen im wesentlichen das Systemverhalten (welches wiederum häufig nur schwer erklärbar – geschweige denn prognostizierbar ist).

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Die Systemelemente eines Projekts sind idR die handelnden Personen (Kunde, Auftraggeber/in, Projektleiter/in, Teammitglieder, Lieferanten etc.) sowie alle technischen, sachlichen, rechtlichen, räumlichen und sonstigen Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen.

In der Projektmanagement-Theorie gibt es eine Methode, die ihren Ursprung im systemischen Verständnis von Projekten hat, nämlich die Kontextanalyse (auch Umfeld- oder Umweltenanalyse genannt). Die Kontextanalyse wird in der Regel nach drei Betrachtungsdimensionen durchgeführt:

  • zeitlich: Was geschah vor dem Projekt? Wie sah die Welt vor dem Projekt aus? Was soll nach der Beendigung des Projekts passieren? Wie sieht die Welt nach dem Projekt aus?
  • sachlich: Welche sachlichen Einflussfaktoren, Rahmenbedingungen und Trends sind für das Projekt von Bedeutung?
  • sozial: Welche Personen und/oder Personengruppen haben ein Interesse an dem Projekt? Wer beeinflusst das Projekt oder wird von dem Projekt tangiert? –> Stakeholder-Analyse

Ich persönlich mache die Kontextanalyse meist mittels MindMapping. Hier ein praktisches Beispiel:

Beispiel Kontextanalyse

Eine derartige Kontextanalyse kann wichtige Aufschlüsse über die relevanten Einflussfaktoren des Projekts geben. Zusätzlich bildet sie auch die Grundlage für weitere, vertiefende Planungsschritte (gerade bei sehr komplexen Projekten). Beispiele:

  • Chancen- und Risikoanalysen
  • Kommunikationsstrategie, Kommunikationsplan, Projektmarketing
  • weitere systemische Analysen des Projekts (z.B. mittels der Methode des vernetzten Denkens)
  • etc.

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Beispiel: Vertiefende systemische Analyse eines Projektkontextes

Buch-Tipp: Tools für Projektmanagement, Workshops und Consulting

Ich bin kürzlich auf ein brandneues und „brandheißes“ Buch gestoßen, das ich Ihnen unbedingt empfehlen möchte:

Tools für Projektmanagement, Workshops und Consulting von Nicolai Andler, erschienen 2008 im Publicis Verlag

Ich kenne derzeit kein umfangreicheres und inhaltlich fundierteres Werk zum Thema PM- und Arbeitsmethoden. Da gerade der Faktor Zeit in vielen Projekten immer zentraler wird, birgt die gezielte Anwendung von effektiven und effizienten Instrumenten ein enormes Potenzial zur Beschleunigung der Bearbeitungszeiten.

Insofern trifft Hr. Andler mit diesem Buch exakt den Nerv der Zeit!