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Podcast-Tipps zum Wochenende

Ich höre täglich mind. 45 Min. Podcast-Sendungen – nämlich beim Autofahren. Dadurch sind für mich die Autofahrten in den letzten Jahren zu wertvoller Inspirations- und Weiterbildungszeit geworden. Wenn Sie es auch mal ausprobieren möchten, habe ich hier ein paar Podcast-Tipps für Sie:

Projektmanagement:

  • Project Management Podcast – der „PM-Podcast-Klassiker“ von Cornelius Fichtner. Dieser Podcast ist vor allem für jene Projektmanager/innen interessant, die im internationalen Umfeld Projekte leiten. Denn Cornelius orientiert sich einerseits stark an den Standards von PMI®, und andererseits macht man sich durch das Zuhören in den „PM Terms“ fit.
  • Business Transformation Tools – etwas gewöhnungsbedürftig, aber inhaltlich anregend. Der Podcast v0n Mike und Jay beleuchtet PM als eines der Kernthemen, geht aber auch darüber hinaus. Zugegebenermaßen ist der Podcast recht „amerikanisch“ und marketingtechnisch auch etwas „platt“ konzipiert, aber die Inhalte und Konzepte sind teilweise hervorragend.

Management und Führung:

  • managerSeminare Podcast: Sehr gute und aktuelle Themen, professionell produziert und inhaltlich wertvoll. Ich picke mir immer die Themen raus, die mich interessieren. Der Fundus ist groß, da der Podcast bereits seit Ende 2006 besteht.
  • Manager Tools: Für diesen Podcast habe ich bereits öfter Werbung gemacht – insbesondere für die Episoden zum Thema Projektmanagement. Mir gefällt die erfrischende und praktische Art der Macher sehr gut – konnte mir hier schon viele gute Gedanken und Anregungen mitnehmen.

Technologie:

  • //SEIBERT/MEDIA Podcast: Meine Freunde von Seibert Media produzieren mit großer Regelmäßigkeit und Professionalität ihren Podcast zu Technologie-, Kollaborations- und Projektmanagementthemen. Gerade auch die aktuellen Informationen zum Confluence Wiki und zum Jira Taskmanagement sind für mich sehr wichtig.
  • Geek Week ist für mich einer der besten Podcasts zu Technologie-Themen. Alles, was man über Technologien, Internet & Co wissen muss, wird hier äußerst kompetent präsentiert und diskutiert.

Anregendes, Informatives und Inspirierendes:

  • FOCUS von Radio Vorarlberg: Der Macher von Focus, Dr. Johannes Schmidle, beschreibt die Sendung wie folgt: „Focus versteht sich als Sendung mit „Themen fürs Leben“: Dabei bieten renommierte Referenten vertiefende Betrachtungen, Impulse und Anregungen an, um das Leben und die Zeit, in der wir leben, besser zu verstehen. „Focus“ soll lebensbegleitende und lebensberatende Akzente setzen. Die Sendung versteht sich als vielschichtiges öffentlich-rechtliches Angebot: der Mensch soll in einer Welt voller Widersprüche und Gegensätze Orientierungshilfe erhalten.“ Für mich persönlich zählt dieser Podcast zu den wichtigsten und wertvollsten Impulsquellen überhaupt. Ein Geheimtipp!
  • ECO von SF (Schweizer Fernsehen): Die ECO Sendung beleuchtet zwar häufig Schweiz-spezifische Themen, ist für mich aber überaus informativ und interessant.
  • Frontal21 von ZDF: Aktuell, kritisch, informativ. Mehr gibt es zu Frontal21 nicht zu sagen.
  • Blick über den Tellerrand: Der Podcast von Alex Wunschel ist für mich einer der „Klassiker“ schlechthin. Witzig, professionell produziert und unterhaltsam. Themen sind vor allem Internet, Web 2.0, Social Media und Marketing. TOP!

Die DNS des Projektmanagements: Wer macht was bis wann?

Ich versuche, die täglichen 1-2 Stunden im Auto möglichst sinnvoll zu nützen. Deshalb habe ich bereits vor Jahren damit begonnen, beim Autofahren Podcasts zu hören. Mittlerweile bin ich auf viele „Podcast-Perlen“ gestoßen. Der „Manager Tools Podcast“ (iTunes Link) von Mark Horstman and Mike Auzenne (Foto) ist eine dieser Perlen.

Mit erfrischender Klarheit und Praxisorientierung geben Horstman/Auzenne ihre Ansichten und Erfahrungen aus der Managementpraxis zum Besten. Zugegebenermaßen wird diese Form nicht Jedem/Jeder gefallen – meinen Geschmack treffen die beiden voll und ganz. Aber Achtung: Die deutschsprachige Version der Manager Tools ist meines Erachtens katastrophal schlecht übersetzt. Deshalb: Finger weg davon!

Nun aber zum Thema.

Die DNS des Projektmanagements

In der hervorragenden 4-teiligen Episode von Horstman/Auzenne zum Thema „Project Management“ (1 | 2 | 3 | 4) wird die „DNA des Projektmanagements“ – wie ich es bezeichnen möchte – beschrieben („Who does what by when?„):

  • Wer macht
  • was
  • bis wann?

Ok, diese Erkenntnis ist nun überaus trivial und altbekannt, aber genau deshalb finde ich die Formel so genial. Horstman/Auzenne beschreiben vor allem in der ersten der 4 Episoden sehr treffend, dass es in Projekten im Kern nur um eines geht: Die richtigen Aufgaben müssen von den richtigen Menschen in der vorgegebenen Zeit (richtig) gelöst werden.

Denn all die Pläne, Konzepte, Meetings etc. sind vollkommen nutzlos, wenn die Aufgaben, die uns dem Ziel näher bringen, nicht zeitgerecht und inhaltlich richtig bewältigt werden. Darauf sollten sich Projektmanager/innen konzentrieren, und (fast) nur darauf!

Ich würde mir wünschen, dass alle Projektmanager/innen da draußen diesen Podcast zumindest einmal angehört haben. Ich habe ihn mir bereits 3 oder 4 mal gegönnt. Und für mich ist er immer wieder erfrischend.

Was ist Ihre Meinung dazu?

 

 

Mechanistisches vs. ganzheitliches Denken und Handeln

Kürzlich habe ich einen interessanten Vortrag des renommierten Österreichischen Physikers, Prof. Dr. Herbert Pietschmann, als Podcast gehört. Titel des Vortrags war „Die Atomisierung der Gesellschaft“. Darin geht Pietschmann einerseits auf die zunehmende Individualisierung in unserer Gesellschaft ein. In diesem Zuge beleuchtet er aber auch den Denkrahmen, auf welchem das weit verbreitete mechanistische Denken in der westlichen Welt begründet ist.

Seine Ausführungen sind auch für alle höchst interessant und relevant, die sich mit der Entwicklung von Organisationen und Menschen in Organisationen beschäftigen.

4 Säulen unseres Denkens

Prof. Pietschmann erläutert in dem Vortrag (ab ca. Min. 8:20 im Podcast) sehr plakativ, auf welchen philosophischen Strömungen und Paradigmen das „mechanistische Denken der Neuzeit“ beruht.

Pietschmann nennt folgende 4 Säulen, auf denen unser „Denkrahmen“ begründet ist:

  1. Alles, was messbar ist, soll gemessen werden. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts beeinflusste der Philosoph, Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei (1564-1642) durch sein Wirken wesentlich die weitere Entwicklung in der Wissenschaft, im speziellen in der Naturwissenschaft.
  2. Alles in kleinste Teile zerlegen. Dieses Prinzip gründet wesentlich auf den Theorien und Schriften von René Descartes (1596-1650).
  3. Entweder – oder. Obwohl Aristoteles, einer der bedeutendsten und einflussreichsten Philosophen, Hunderte Jahre vor den zuvor genannten Philosophen gelebt hat (384 v.Chr. – 322 v.Chr.), beeinflusste Aristoteles unsere Kultur erst ab ca. dem Jahr 1200. Der Grund hierfür liegt darin, dass seine Lehre erst zu dieser Zeit gemeinsam mit der arabischen Zahlenlehre nach Europa kam.
  4. Ursache – Wirkung. Diese vierte „Säule des mechanistischen Denkens der Neuzeit“ gründet laut Prof. Pietschmann wesentlich auf den Arbeiten von Isaac Newton (1643-1727).

Pietschmann führt in dem Vortrag eindrücklich und mit viel Humor aus, wie stark diese Paradigmen unser tagtägliches Denken und Handeln beeinflussen. Und: Wer den Denkrahmen nicht einhält, wird in der Regel lächerlich gemacht.

Maxime: Unterscheide, ohne zu trennen

In weiterer Folge skizziert Pietschmann, nach welchem Denkmuster die meisten Menschen vorgehen:

  • Beobachten: Wir beobachten einen Sachverhalt.
  • Unterscheiden: Wir stellen Unterschiede fest.
  • Trennen: Wir trennen die beiden unterschiedenen Dinge in mind. 2 Bereiche.
  • Bewerten, entscheiden: Wir bewerten, was wir für gut bzw. für schlecht halten.
  • Abstoßen, vernichten: Das für schlecht befundene wird abgestoßen oder sogar vernichtet.

Dieser Denkrahmen führt laut Pietschmann zum in der westlichen Welt nach wie vor weit verbreiteten mechanistischen Denken („schwarz-weiß Denken„). Gleichzeitig propagiert er folgende Maxime: Unterscheide, ohne zu trennen!

Diese Maxime könnte auch als ganzheitliches, integriertes oder systemisches Denken bezeichnet werden, welches laut Pietschmann in ost-asiatischen Kulturen vorherrscht.

Aporien – wesentliche Widersprüche, die zum Verständnis unserer Welt notwendig sind.

In dem Vortrag geht Prof. Pietschmann dann über zur „Dialektik der Differenz“, wie er es bezeichnet. Hierzu erläutert er den Begriff der „Aporie„, welcher in unserer Alltagssprache praktisch nicht mehr vorkommt. Pietschmann definiert Aporien als „wesentliche Widersprüche, die zum Verständnis unserer Welt notwendig sind„. Gemeint sind Widersprüchlichkeiten oder Gegensätze, die nicht getrennt, sondern vielmehr zu einer Harmonie geführt werden sollten. Allerdings betont Pietschmann, dass damit keinesfalls eine Egalisierung der Gegensätze gemeint ist (= Gleichmacherei), sondern ein bewusstes Unterscheiden OHNE Trennung.

In diesem Zusammenhang erläutert Pietschmann dann weiters das Gesetz der Dialektik, welches er auch als HX-Verwirrung bezeichnet. Darin beschreibt er, dass wir mit Menschen, die eine gegensätzliche Meinung vertreten, häufig gar nicht in einen ehrlichen und offenen Dialog treten, sondern vielmehr ihre „Schatten“ bekämpfen. Dies ist folgendermaßen zu verstehen (Quelle: http://collabor.idv.edu/erblast):

HX Verwirrung (Pietschmann)

Erläuterung: Angenommen, es stehen sich zwei Menschen gegenüber, von denen eine/r für Einheit steht und der/die andere für Vielfalt. Der „Schatten“ der jeweiligen Position ist Uniformität bei Einheit bzw. Beliebigkeit bei Vielfalt. In der Diskussion wird es dann häufig dazu kommen, dass die beiden Kontrahenten den jeweiligen Schatten des/der Anderen bekämpfen.

Dies führt dazu, dass es zu keiner wirklichen Lösung kommen kann, und das Trennende wird vor das Verbindende gestellt. Umgekehrt kann nach Pietschmanns „Gesetz der Dialektik“ nur eine Lösung gefunden werden, wenn eine Harmonie oder Integration auf einer höheren Ebene erfolgt. Damit dies aber erfolgen kann, müssen beide Seiten erkennen, dass sie den falschen Schatten bekämpfen.

Ich habe die entsprechende Passage aus dem Vortrag in Form eines kleinen MindMaps zusammen gefasst (Download: PDF).

HX-Verwirrung im Projektmanagement

Nun die Brücke zum Projektmanagement. Aus meiner Sicht wird beim Studium dieser Themen deutlich, dass wir auch im Projektmanagement häufig an der Pietschmann’schen HX-Verwirrung leiden – wir bekämpfen den falschen Schatten. Beispielhaft möchte ich die aktuelle Diskussion rund um offene Standards, openPM oder die Integration klassischer und agiler PM-Ansätze nennen.

Wenn Sie sich den Vortrag von Prof. Pietschmann anhören, wird aus meiner Sicht recht schnell deutlich, auf welchen „Denkrahmen“ diese (und viele andere) Diskussionen zurückzuführen sind. Gleichzeitig wird aber auch klar, welchen Weg wir einschlagen müssen, um die Verwirrung aufzulösen.

Hören wir auf, den Schatten der jeweils „Andersdenkenden“ zu bekämpfen und beginnen wir, das aus beiden „Welten“ anzuwenden, was in der (jeweiligen) Praxis funktioniert. Hierzu wird es aber auch notwendig sein, Zugänge, Haltungen und manifeste Glaubenssätze zu hinterfragen und die „guten Prinzipien“ zu erkennen, die zum Erfolg beitragen können.    

Horstman’s Law of Project Management

Schon seit einigen Jahren höre ich beim Autofahren regelmäßig Podcasts. Eine meiner Lieblingssendungen ist „Manager Tools“ von Mark Horstman and Mike Auzenne (Foto). Die beiden sprechen in erfrischender Einfachheit und Klarheit über Prinzipien, Grundregeln und Vorgehensweisen im Management. Zugegebenermaßen wirken ihre Thesen teilweise etwas simplifizierend, doch genau in dieser Reduktion auf das Wesentliche liegt meines Erachtens die besondere Genialität dieser Beiden.

Mittlerweile gibt es sogar schon einige Episoden in deutscher Sprache – diese findet man unter „www.werkzeuge-fuer-manager.de„. Ich persönlich bevorzuge jedoch die englischsprachigen Episoden, da sie einerseits sehr gut verständlich sind und andererseits die besondere Emotionalität rüber kommt, die Horstman und Auzenne mit ihren Inhalten verbindet.

Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen das Special „Horstman’s Law of Project Management“ (in 4 Teilen). Die beiden gehen hier auf die – wie sie sagen – „crux of project management“ ein. Angesichts der teilweise überbordenden Methoden- und Standardsgläubigkeit sind diese einfachen PM-Gesetze ein wahrer Segen. „Wer macht was bis wann?“ ist laut Horstman ein solches Gesetz und auch die Tatsache, dass ein/e gute/r Projektmanager/in im Wesentlichen dieselben Fähigkeiten benötigt wie ein/e gute/r (General) Manager/in. So true…

„Klug entscheiden mit Kopf und Bauch“ (Maja Storch)

Gute Führungskräfte und Manager entscheiden auf der Basis von Fakten aber auch auf der Basis ihrer intuitiven Bewertungen. Mal ist es mehr vom einen, mal mehr vom anderen. Beide Zugänge haben Vor- und Nachteile. Besonders in Projekten sind diese Fähigkeiten von großer Bedeutung, da es in Projekten fast immer um Entscheidungen in komplexen und neuartigen Situationen geht.

Gestern habe ich beim Autofahren zu diesem Thema einen unterhaltsamen und sehr informativen Podcast (im Rahmen der empfehlenswerten Focus Reihe von Radio Vorarlberg) gehört. Dr. Maja Storch (Bild oben), ihres Zeichens wissenschaftliche Leiterin des Zürcher Instituts für Selbstmanagement und Motivation (kurz ISMZ), sprach anlässlich der Kleinwalsertaler Dialoge in Hirschegg (Vorarlberg) über das Verhältnis zwischen „Verstand und den somatischen Markern“. Diese beiden Systeme kommen zum Einsatz, wenn Menschen Entscheidungen fällen. Was das Ganze mit „Strudelwürmern“ (siehe Bild) zu tun hat, werden Sie im Rahmen des ca. 50-minütigen Vortrags erfahren.

Übrigens können Sie hier auch die Unterlagen herunter laden (allerdings sind die Unterlagen bei Weitem nicht so unterhaltsam wie der gesprochene Vortrag.

PS: Demnächst werde ich zu diesem Thema auch das neue Buch von Andreas Zeuch (Feel it!) rezensieren. Andreas ist einer DER Experten zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum.

Die Kunst der Improvisation

Dr. Andreas Zeuch

Dr. Andreas Zeuch

Heute habe ich auf der Heimfahrt wieder mal den Podcast „Abenteuer Intuition“ von Dr. Andreas Zeuch gehört. Er ist einer der Top-Experten im deutschsprachigen Raum für die Themen Intuition & Nichtwissen.

In der aktuellen, 25. Folge von „Abenteuer Intuition“ geht es um Improvisation. Gerade für Projektmanager/innen ist dieses Thema aus meiner Sicht von enormer und ständig steigender Bedeutung.

Bevor ich das Thema aus meiner Perspektive und Erfahrung kurz beleuchte: Falls Ihr Podcast-Hörer/innen seid, solltet Ihr den Podcast von Andreas unbedingt abonnieren. Falls Ihr lieber lest, empfehle ich Euch Andreas‘ Webseite mit etlichen hervorragenden Inhalten (Texte, Scribecasts…) oder auch den Artikel „Improvisation will gelernt sein“ (PDF), der bei ChangeX erschienen ist (Inhalt ist identisch mit der Folge 25 des Podcasts).

Nun noch kurz meine persönlichen Gedanken zu dem Thema:

  • Projekte werden in der Praxis immer komplexer und dadurch schwerer planbar.
  • Traditionelle Projektmanagement-Methoden und Ansätze gehen jedoch von einer weitgehenden, deduktiven Planbarkeit von Projekten aus. Das Problem wird erfasst, Ziele formuliert, die Projektstruktur entwickelt, Aufgaben geplant und in eine zeitliche Reihenfolge gebracht und schlussendlich wird der Plan umgesetzt. Vom Groben ins Detail, nach einem logischen Schema.
  • Allerdings führt dieser Planungs- und Steuerungsansatz immer häufiger in die Sackgasse. Denn der Anteil an unplanbaren und unkontrollierbaren Projektteilen steigt an.
  • Als eine logische Konsequenz erobern agile Vorgehensmodelle wie SCRUM, Extreme Programming oder Crystal die Projektmanagement-Szene mit rasanter Geschwindigkeit. Über kurz oder lang wird kaum ein PM-Bereich mehr an diesen Methoden, Modellen und vor allem Prinzipien vorbei kommen!
  • Die „epistemische Arroganz“ (Überschätzung des Wissens und Geringschätzung des Nichtwissens und der Intuition) – wie es Andreas in seinem Artikel so treffend beschreibt, ist auch im Projektmanagement weit verbreitet. Das führt häufig soweit, dass sich Projektmanager/innen hinter umfangreichen Projektplänen, Balkenplänen, Risikochecklisten etc. verstecken. Das aktive Management hingegen kommt zu kurz.

Einige Hypothesen, die ich daraus für gutes, effektives Projektmanagement ableite:

  • Wir brauchen besonders im Projektmanagement eine gesunde Balance zwischen Planung und Improvisation.
  • Das Erlernen und Trainieren einer „professionellen Intuition“ als Basis für effektive und wirkungsvolle Improvisation sollte ein wichtiger Bestandteil von Qualifizierungskonzepten und -maßnahmen im (Projekt)Management werden.
  • Wir brauchen BESONDERS AUCH IM PROJEKTMANAGEMENT eine neue Kultur, mit Fehlern, Nichtwissen und auch Intuition umzugehen. Dieses Kultur kann – wie immer – nur „von oben“ vorgelebt und eingefordert werden.

Denn schon Charles Darwin hat erkannt:

In der langen Geschichte der Menschheit setzten sich diejenigen durch, die gelernt hatten, möglichst effektiv zusammenzuarbeiten und zu improvisieren.“

PS: Mein Respekt und Dank gebührt Andreas Zeuch für seinen hervorragenden Artikel zum Thema.

Der flexiblen und intuitiven Planung gehört die Zukunft!

lungeWenn wir das Thema schon mal auf dem Tableau haben: Podcasting. Heute früh habe ich mir die aktuelle Episode des „Abenteuer Intuition“ von Dr. Andreas Zeuch angehört.

Dieses Mal hat er Ulf Lunge von Lunge Lauf- und Sportschuhe interviewt. HAMMER! Das sollten sich wirklich ALLE Manager/innen und Projektmanager/innen da draußen anhören.

Lunge ist eine Sport- und Wanderschuh-Manufaktur mit Sitz in Hamburg. Was viele für unmöglich hielten, nämlich Sportschuhe made in Germany, hat die Firma Lunge realisiert. Die Planungs- und Managementphilosophie, die Ulf Lunge in dem Interview mit Andreas Zeuch beschreibt, bringt einen Trend auf den Punkt: Nämlich den Trend hin zu flexibler und intuitiver Planung.

Übrigens: Lassen Sie sich von der schlechten Tonqualität des Interviews nicht abschrecken. Es wird mit zunehmender Dauer besser. Aber vor allem ist der Inhalt des Interviews es wert, auch die mittelmäßige Tonqualität zu akzeptieren.

Und wer ist Andreas Zeuch? Hier erfahrt Ihr mehr…

Fahrt- und Reisezeiten endlich produktiv nutzen!

pic_podcastIch verbringe täglich mindestens 1-2 Stunden im Auto. Viele von Euch teilen sicher ein ähnliches Schicksal. Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr kommt da einiges zusammen.

Seit ca. 2 Jahren nutze ich diese Zeit zum Podcast-Hören. Diese „Methode“ kann ich Euch wirklich wärmstens ans Herz legen. Denn es gibt bei iTunes oder auch in anderen Podcast Verzeichnissen so spannende, unterhaltsame und vor allem lehrreiche Podcasts, dass man davon langfristig wirklich enorm profitieren kann.

Immer wieder erhalte ich so Impulse aus für mich direkt oder indirekt relevanten Themen, die ich privat und beruflich 1:1 umsetzen kann. Auch nach über 2 Jahren begeistert mich das immer wieder.

Hier eine Liste meiner „Favourite Podcasts“:

Manager Tools – Derzeit mein Lieblings-Podcast.

The Project Management Podcast – Ein Klassiker von Cornelius Fichtner.

Das Abenteuer Zukunft – Gute Analysen und Inhalte aus der Zukunftsforschung.

Hans Peter Zimmermann – Ihr werdet ihn lieben oder hassen.

Abenteuer Familie – Super Anregungen mitten aus dem Leben.

Blick über den Tellerrand – Marketing, New Media und Internet-Trends: Wirklich professionell und sehr unterhaltsam umgesetzt.

FTD Nachrichten und Meinungen – Immer super informiert.

Technisch gesehen habe ich einen iPod von Apple und den passenden Griffin iTrip FM-Sender dazu. Funktioniert perfekt. Einziger Nachteil: Die Frequenz muss auf dem Griffin immer wieder neu eingestellt werden. Das nervt ein bisschen, ist aber akzeptabel. Mittlerweile gibt’s sicher bessere Geräte, die ich aber nicht kenne. Hat von Euch jemand dazu einen Tipp? Wenn ja, bitte in den Kommentaren posten.