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Projektmanagement ‚Ȇ Agile. Eine Abgrenzung.

Zuerst m√∂chte ich mich¬†f√ľr die diversen Kommentare und R√ľckmeldungen zu meinem letzten Blogbeitrag herzlich bedanken. Gerade auch die kritischen und kontroversiellen R√ľckmeldungen haben mich sehr gefreut. Genau¬†deshalb habe ich auch nach gut 8 Jahren PM-Blog.com¬†noch gro√üe Lust, von und mit meinen Leser/innen zu lernen.

Heute m√∂chte ich eine kleine Tabelle ver√∂ffentlichen, die demn√§chst in Form eines Blogbeitrags im Projektmagazin erscheinen wird.¬†Meine Kernthese: Projektmanagement und Agile (als Sammelbegriff¬†f√ľr agile Frameworks wie Scrum) sind zwei unterschiedliche Disziplinen.¬†
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Umgang mit Wandel und Veränderung: Retrospektiven als wichtiges Prinzip.

In unserer Beratungs- und Projektpraxis stellen wir seit einigen Jahren Fest, dass die (vor allem l√§ngerfristige) Planung immer schwieriger wird. Nicht, dass ich jetzt falsch verstanden werde: Ich halte das gemeinsame Durchdenken und dokumentieren von Szenarien (= Planung) nach wie vor f√ľr wichtig und notwendig, gerade auch in Projekten. Aber der Wunsch nach einer stabilen und verl√§sslichen Planung darf nicht ausblenden, dass Situationen und Umfeldbedingungen immer h√§ufiger hochdynamisch und komplex sind.

Diese Tatsache und Erkenntnis ist ein wesentlicher Grund, warum agile Projektpraktiken immer mehr an Bedeutung gewinnen. Besonders das Prinzip des iterativen Vorgehens und der fixen Retrospektiven am Ende einer jeden Iteration sind in diesem Zusammenhang besonders n√ľtzlich. Weiterlesen

Agile Buchtipps zum Wochenende

Ich habe wieder mal ein paar Buchtipps f√ľr Sie – heute mehrheitlich „agile“.

Scrum in der Praxis

Sven R√∂pstorff und Robert Wiechmann (www.projekt-log.de) ¬†haben mit „Scrum in der Praxis“ ein wirklich tolles Buch vorgelegt. Besonders hervorzuheben ist:

  • Der Titel h√§lt, was er Verspricht: Erfahrung und Praxisorientierung.
  • Die Struktur des Buches orientiert sich am logischen Ablauf eines Scrum-Projektes (Werte, Rollen, Vorbereitung, Durchf√ľhrung, Release).
  • Die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Scrum werden pro Kapitel heraus gesch√§lt („H√§ufigste Probleme“).
  • Auch die Checklisten, die im Buch immer wieder vorkommen, sind – besonders f√ľr Einsteiger – sehr brauchbar.
  • Besonders gut gef√§llt mir auch das Agile Glossar am Ende des Buches.

Scrum in der Praxis ist ein absoluter Kauftipp – besonders f√ľr Einsteiger/innen in die agilen Vorgehensweisen.

Der Agile Festpreis

„Agile Entwicklung? Gerne. Aber nur zum Festpreis.“ Dieses oder √§hnliche Zitate h√∂rt man in der Unternehmenspraxis immer wieder. Aber: Geht das √ľberhaupt? Opelt/Gloger/Pfarl/Mittermayr, allesamt erfahrene Anwender, Berater und Trainer, zeigen im Buch „Der Agile Festpreis“ auf, wie diese Kombination gelingen kann. Besonders hervorzuheben ist:

  • Die Autoren decken die Fachgebiete Scrum und rechtliche Aspekte perfekt ab.
  • Das Scrum Framework wird auf den ersten 30 Seiten kurz erkl√§rt. Dadurch wird der Rahmen f√ľr die n√§chsten 200 Seiten geschaffen, auf denen die Festpreis-Thematik intensiv erl√§utert wird.
  • Die Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren agiler Festpreisprojekte werden detailliert erkl√§rt. Vor allem wird aber auch an mehreren Stellen klar darauf hingewiesen, wie agile Festpreisprojekte NICHT funktionieren k√∂nnen.
  • Das Buch erfordert zwar ein intensives Studium der relevanten Aspekte. Allerdings wird die „Br√ľcke zur Praxis“ immer wieder geschlagen – z.B. durch Mustervertr√§ge oder Checklisten.

Wer mit Vertragsgestaltung in agilen Entwicklungsprojekten zu tun hat, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Klar ist aber nat√ľrlich auch, dass man sich mit dem Thema intensiv auseinander setzen muss, um eine gute, stabile und akzeptierte vertragliche Grundlage f√ľr Scrum-Projekte zu schaffen.

Soft Skills f√ľr Softwaretester und Testmanager

Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich beim Buch von Heinz Hellerer um ein recht spezifisches Thema. Denn die Tester/innen in Softwareprojekten stellen zwar eine wichtige Funktion in Entwicklungsprojekten dar. Allerdings sind sie in der Regel eingebettet in ein Projekt- oder Scrum-Team.

Heinz Heller schreibt im Vorwort, dass sich das Buch prim√§r an „Tester und Testmanager“ wendet. Darin liegt auch die besondere Qualit√§t des Buches. Fazit: f√ľr Tester/innen zu empfehlen!

Soft Skills f√ľr IT Berater

Das Buch von Uwe Vigenschow und Bj√∂rn Schneider gibt einen guten √úberblick √ľber relevante „weiche“ Kompetenzen und F√§higkeiten, die sich IT Berater aneignen sollten. Besonders hervorzuheben ist:

  • Das Buch ist sehr klar strukturiert und dadurch gut zu lesen – die Themen bauen logisch aufeinander auf: Handwerkszeug > Kunden beraten > Ver√§nderung gestalten.
  • Diverse bekannte und erprobte Modelle und Methoden zu Themenfeldern wie Kommunikation, Moderation von Workshops oder Change Management werden √ľbersichtlich und komprimiert dargestellt und beschrieben.
  • Den Autoren ist es auch gelungen, einen wirklich guten und praxisnahen √úberblick √ľber relevante Soft Skills Themen zu geben.

Die Inhalte, die in dem Buch dargestellt und beschrieben werden, sind f√ľr erfolgreiche (IT) Beratung essentiell. Gleichzeitig muss uns klar sein, dass

  • viele Themen einer vertieften Auseinandersetzung bed√ľrfen (z.B. Gestalten von Ver√§nderungsprozessen, Ethik in der Beratung etc.) und
  • dass die Inhalte niemals rezepthaft oder checklisten-artig angewendet werden k√∂nnen.

Mein Fazit: Ein hervorragender √úberblick und „Refresher“ f√ľr IT Berater, die ihr Gesch√§ft verstehen.

Tatort Projekt

Das Buch von Jacqueline Irrgang ist im Roman-Stil verfasst. Mit einer sehr pers√∂nlichen und sympathischen Note erz√§hlt sie „ihr Leben als Projekt“. Dies tut sie aber nicht von oben herab oder aus einer Berater-Rolle, sondern sehr authentisch, lebhaft und teilweise humoristisch.

Dieses Rezept ist schon bei Tom De Marco voll aufgegangen, denn „Der Termin“ ist meines Wissens nach wie vor ein PM-Top-Seller.

Ich persönlich bin (leider) kein leidenschaftlicher Roman-Leser. Deshalb gestehe ich auch, dass ich das Buch nicht ganz zu Ende gelesen habe. Ich bin mir aber sicher:

  • Frau Irrgang wei√ü, wovon sie spricht bzw. erz√§hlt. Die Geschichte ist „voll aus dem (Projekt)Leben gegriffen“.
  • F√ľr alle Projektmanager/innen, die gerne Romane lesen, ist das Buch sicher ein HIGHLIGHT.
  • Auch inhaltliche Projekt-Aspekte und Methoden werden in dem Buch immer wieder dargestellt und √ľbersichtlich illustriert.
Fazit: Ein absoluter Kauftipp f√ľr all jene, die die T√ľcken und Herausforderungen des Projektgesch√§fts gerne in einer spannenden Geschichte erfahren und reflektieren m√∂chten!

Programm-Management

Mit EUR 49,90 ist das Buch von G√∂rtz/Sch√∂nert/Thiebus recht hochpreisig. Wenn Sie aber in der Praxis mit anspruchsvollen Programmen zu tun haben, lohnt sich der Kauf und die Lekt√ľre allemal. Denn gerade in der deutschsprachigen PM Literatur hat ein Grundlagenwerk zum Thema Programm-Management bislang noch gefehlt (zumindest war mir keines bekannt). Mit diesem Werk k√∂nnte es den Autoren gelungen sein, ein solches PgM-Grundlagenwerk zu schaffen. Zu den Inhalten:

  • Am Beginn werden die grundlegenden Begriffe und Konzepte abgegrenzt und definiert (Projekt, Projektportfolio, Programm…).
  • Die wichtigsten Teilprozesse und Phasen in komplexen Programmen werden in den folgenden Kapiteln detailliert beschrieben: Programmstart, Programm-Setup, Programmplanung, Programmsteuerung und -controlling, Programmziel.

Klar z√§hlt das Thema Programm-Management nicht gerade zu den „spannendsten“ Aspekten des Projektmanagements. Aber f√ľr alle, die Verantwortung in komplexen Programmen wahrnehmen, ist dieses Buch ein Muss!

PS: Ich habe mir erlaubt, Amazon Affiliate Links zu verwenden.

Agile Atlas

Nachdem ich letzte Woche die Projektmanagement Landkarte vorgestellt hatte, folgt nun der „Agile Atlas„. Der Agile Atlas gibt einen guten √úberblick √ľber die Prinzipien, Rollen und Praktiken des agilen Ansatzes – hier am Beispiel¬†Scrum.

Auch hier gilt (wie beim PM Atlas):

  • Der Agile Atlas gibt einen guten √úberblick und ist als Einstieg geeignet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
  • Die erfolgreiche Anwendung eines PM Konzeptes setzt voraus, dass Sie die Prinzipien gelingender Teamarbeit auch abseits der jeweiligen Methode verstanden haben.
  • Mindestens gleich wichtig wie das jeweilige PM Konzept ist die Einbettung und Verankerung in die jeweilige Unternehmensorganisation (Strategie, Prozesse, Struktur, Kultur).

Studie: SwissQ Agile Trends & Benchmarks

Die wachsende Bedeutung agiler Prinzipien, Vorgehensweisen und Methoden kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass fast w√∂chentlich neue Studien und Untersuchungsergebnisse zu dem Thema publiziert werden. Dieses Mal bin ich auf eine Studie von SwissQ (Studie als¬†PDF-Download) gesto√üen, in der „Agile Trends & Benchmarks“ f√ľr 2012 untersucht wurden.

Ergebnisse

Einige Erkenntnisse von SwissQ sind:

  • √úber 50% der Unternehmen sind mit der Einf√ľhrung agiler Praktiken nicht zufrieden.
  • IT Tools: Ca. 2/3 der befragten Unternehmen setzen MS Office Produkte ein, 31% Jira und 28% HPQC.
  • 73% der Befragten sch√§tzen sich selbst als „erfahren“ in der Anwendung agiler Methoden ein.
  • W√§hrend die bekannten agilen Ans√§tze wie Scrum bereits von 70% der Unternehmen genutzt werden, gibt es bei¬†TDD, ATDD, Kanban oder die Definition of Done Aufholbedarf.
  • Argumente f√ľr den Einsatz agiler Methoden sind u.a. Besserer Umgang mit sich √§ndernden Priorit√§ten, h√∂here Produktivit√§t, Time-to-Market.
  • In √ľber 50% der Unternehmen kommen agile Methoden zum Einsatz – hier wiederum ist Scrum der mit Abstand am meisten angewendete agile Ansatz (84%).
  • Das Top-Management hat nach wie vor gro√üe Vorbehalte gegen√ľber den agilen Praktiken.
  • Die gr√∂√üte H√ľrde ist der Ver√§nderungsbedarf in der Organisation, der sich durch den Einsatz agiler Ans√§tze ergibt.
  • Scheiterungsgr√ľnde agiler Projekte sind fehlende Erfahrung (52%) und die Unvereinbarkeit agiler Werte mit der Unternehmenskultur (42%).

Scrum Framework als SIPOC Diagramm

© Madhu Laulin

Auf der Webseite der Scrum Alliance habe ich eine interessante Übersicht der wichtigsten Scrum Prozesse, Rollen und Artefakte gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

The Scrum Framework in a SIPOC Nutshell“ (doc), erstellt von Madhu Laulin.

Warum ich die √úbersicht gut finde:

  • Der Autor hat die wichtigsten Scrum Prozesse und Regeln auf der ersten Seite des Dokuments sehr √ľbersichtlich und verst√§ndlich dargestellt.
  • Zudem gef√§llt mir auch die Beschreibung in Form des SIPOC Diagramms, einer Methode aus Six Sigma. Insbesondere die verschiedenen Rollen werden durch diese Form der Ausarbeitung sehr klar.

3 Freikarten f√ľr virtuelle SCRUM-Konferenz

Neulich habe ich dar√ľber berichtet, dass von der Pionierbasis, einem Spin-Off der Fachhochschule Vorarlberg, eine virtuelle SCRUM-Konferenz veranstaltet wird. Mit folgenden 8 Praktikern wurden Video-Interviews gef√ľhrt:

Zus√§tzlich zu den Videos, die nat√ľrlich rund um die Uhr abgerufen werden k√∂nnen, besteht die M√∂glichkeit, mit den Referent/innen √ľber das „WorkNet“ direkt in Verbindung zu treten und offene Punkte zu diskutieren. Ein gutes und innovatives Konzept, wie ich finde.

Und das Beste ist: SIE K√ĖNNEN NUN EINE VON 3 FREIKARTEN GEWINNEN!

Schreiben Sie einfach eine e-Mail an info@pionierbasis.com und geben Sie in der Betreffzeile „PM-Blog.com“ an. Patrick Fritz von der Pionierbasis wird alle Einsendungen, die bis zum 24.1.2011 eintreffen, sammeln und daraus den/die Gewinner/in ziehen. Wert eines Konferenz-Tickets: EUR 300.

Pragmatisches IT-Projektmanagement

Informationstechnologie (IT) und Softwareentwicklung ist eines der wichtigsten Anwendungsfelder im Projektmanagement. Besonders im IT-Projektmanagement ist seit einiger Zeit ein klarer Trend in Richtung agiler Vorgehensmodelle und Methodiken (wie z.B. SCRUM, Extreme Programming, Crystal, Feature Driven Development etc.) festzustellen. Trotzdem tun sich viele Unternehmen schwer, agile Methodiken in ihrer Reinform zu implementieren. Zudem ist eine rein agile Vorgehensweise in manchen Projekten gar nicht sinnvoll, was dazu f√ľhrt, dass klassische und agile Ans√§tze miteinander kombiniert werden m√ľssen (siehe hierzu „Integriertes Projektmanagement“ oder „ScrumBut„.)

Klassische vs. Agile PM-Ansätze

Internationale Standard und Rahmenwerke wie das PMBOK von PMI, die ICB von IPMA, PRINCE2 oder auch die DIN 69901 k√∂nnen den klassischen PM Ans√§tzen zugeordnet werden. Die oben genannten agilen Vorgehensmodelle, die bislang gr√∂√ütenteils in der Softwareentwickung Verwendung finden, sind hingegen Ans√§tze des Agilen Projektmanagements (APM). Ich pers√∂nlich bin davon √ľberzeugt, dass wir in vielen Bereichen Wissen und F√§higkeiten aus „beiden Welten“ ben√∂tigen werden (= Integriertes Projektmanagement).

Buchtipp

Neulich habe ich ein Rezensionsexemplar des Buches „Pragmatisches IT-Projektmanagement“ von N. von Briniski und G. Vollmer erhalten. ¬†Der Untertitel des Buches gibt Aufschluss √ľber die Besonderheit dieses Buches: „Softwareentwicklungsprojekte auf Basis des PMBOK¬ģ Guide f√ľhren“. Die Autoren haben damit ein Werk geschaffen, das in einer sehr systematischen und gleichzeitig praxisorientierten Art und Weise eines der wichtigsten „klassischen“ Rahmenwerke, n√§mlich das PMBOK, mit agilen Prinzipien und Vorgehensmodellen verbindet und daraus das PITPM Vorgehensmodell ableitet.

Das Buch ist meines Erachtens ein gro√üer Wurf in dem Thema. Denn gerade mittelst√§ndische IT Unternehmen oder IT-Abteilungen in Unternehmen stehen h√§ufig vor dem Problem der Entwicklung einer PM Methodik f√ľr die Planung und Steuerung der IT Projekte. In diesem Zusammenhang kommt man in der Regel auch zu der Frage, ob agile oder klassische Methoden Anwendung finden sollen. Das Buch „Pragmatisches IT-Projektmanagement“ kann in diesem Zusammenhang schl√ľssige Antworten und eine individuell anpassbare Vorlage f√ľr eine spezifische PM-Methodik bieten.

Ein weiteres Highlight: Auf der Seite www.PITPM.net können (vorausgesetzt, Sie legen einen Benutzer an) kostenlos zum Buch passende Vorlagen und Templates herunter geladen werden. Ein echter Mehrwert!

Weitere Buchempfehlungen: