Schlagwort-Archive: Visualisierung

Visual Understanding Environment (VUE) im Projektmanagement

Nachdem ich gestern auf Cmap aufmerksam gemacht habe, m√∂chte ich gleich das n√§chste, kostenlose Tool „ins Rennen werfen“: Visual Understanding Environment – kurz VUE.

PM Kollege Damian De√üler hat mich via Twitter¬†auf VUE aufmerksam gemacht. Danke daf√ľr!¬† Weiterlesen

5 Visualisierungs-Tipps zum Wochenende

Team- und Projektarbeit kann nur gelingen, wenn die Kommunikation zwischen Menschen erfolgreich gestaltet wird. In diesem Zusammenhang ist es auffallend, wie wenig in vielen Unternehmen visualisiert wird. Besprechungen finden häufig ohne irgendwelche Methoden zur Visualisierung statt. Ich behaupte:

  • Mangelhafte Visualisierung in Teams und Projekten f√ľhrt zu
  • Missverst√§ndnissen, Unklarheiten, ineffizienten Meetings etc. f√ľhrt zu
  • Kosten√ľberschreitungen, Terminverz√∂gerungen und schlechten Teamergebnissen.

Dabei wäre es doch so einfach. Hier 5 konkrete Visualisierungs-Tipps, die wir in unserem Unternehmen regelmäßig anwenden.

1) Mindmapping

Ich halte die Mindmapping Methode f√ľr eines der wichtigsten Werkzeuge, um Kommunikations- und Arbeitsprozesse in Teams zu dokumentieren und zu moderieren. Mir ist bewusst, dass ich auf diesem Blog immer wieder darauf hinweise (z.B. hier, hier und hier). Dies tue ich deshalb, weil ich die Kombination Mindmapping-Software + Beamer f√ľr unschlagbar effektiv halte.

Die Voraussetzung ist allerdings, dass Sie sich mit dem Tool wohl f√ľhlen und die ge√§u√üerten Gedanken einigerma√üen „speedy“ auf die Leinwand bringen.

2) Notizen / Visual Facilitation

Foto

Ich habe in Gespr√§chen oder Besprechungen immer schon ein Schreibger√§t und einen Block gebraucht, um meine Gedanken zu visualisieren. Daraus ist in den letzten Jahren eine f√ľr mich sehr effektive Visualisierungsmethode entstanden, die ich (einfach mal gro√üspurig) „visual facilitation“ nenne.

Gemeint ist das bildhafte skizzieren von Gedanken während eines Gesprächs. Ich verwende derzeit folgende Formen:

Das „Kritzeln“ mit dem iPad habe ich in den letzten Wochen besonders lieb gewonnen. Die Vorteile sind:

  • einfaches L√∂schen, wechseln von Schreibger√§ten, Farben etc.
  • Skizzen k√∂nnen einfach als PDF oder in Bildformaten verschickt werden
  • alle Skizzen sind √ľbersichtlich in einem Ger√§t gespeichert

Nachteile:

  • Die Methode kann nur in kleinen Runden (mit max. 3-4 Personen) angewendet werden.
  • Es kann ein gewisses Ungleichgewicht zwischen dem/der „Kritzelnden“ und den anderen Sitzungsteilnehmer/innen entstehen.

3) Flipchart / Visualisierungs-Board

Der „Visualisierungs-Klassiker“ ist nat√ľrlich das Flipchart. In unserem B√ľro verwenden wir neben dem Flipchart auch unsere Stahl-Holz-M√∂bel (von Alexander D√ľr). als „Visualisierungs-Board“ (siehe Foto 2 oben). Diese Form der Visualisierung eignet sich vor allem f√ľr gemeinsame „Kreativ- und Nachdenk-Sessions“.

4) Aufgaben-Board

Ein konsequentes Aufgabenmanagement ist einer DER Schl√ľsselerfolgsfaktoren in Teams und Projekten. Zus√§tzlich zu den elektronischen Tools (Jira, Things, Wunderkit…) verwenden wir in unserem B√ľro (vor allem in zeitkritischen Projekten) auch Aufgaben-Boards mit Stattys.

Meine Überzeugung: Aufgaben sollten viel häufiger auf diese Art und Weise visualisiert werden! Auch dann, wenn Sie in Ihren Projekten nicht rein agile Vorgehensweisen anwenden. Erst durch diese Form der Visualisierung sind Teams immer wieder mit den zu erledigenden Aufgaben konfrontiert. Zudem steigt das Bewusstsein bei den Beteiligten, dass das Projekt nur gemeinsam bewältigt werden kann.

5) Arbeitsergebnisse visualisieren

Letzter Visualisierungs-Tipp: Die vielleicht trivialste Methode besteht darin, Zwischenergebnisse, Konzepte, Screenshots etc. f√ľr alle sichtbar aufzuh√§ngen. Dies gilt nat√ľrlich im Besonderen f√ľr die Dauer von Meetings, aber auch auch vor und nach Besprechungen sollten wichtige Informationen f√ľr alle sichtbar sein. Dadurch bleiben die Informationen im Bewusstsein, und Ideen k√∂nnen auf den ausdrucken auch zwischendurch notiert werden (direkt auf das Blatt oder mittels Post-It’s / Stattys).

Fazit

Visualisieren, visualisieren, visualisieren!

PS: Ein Eindruck aus unserem B√ľro:

Projektpräsentationen gehirngerecht gestalten

Der aktuelle Leitartikel des Projektmagazins greift ein wichtiges PM-Thema auf: „Einpr√§gsam und √ľberzeugend pr√§sentieren im Projekt„. Ich wei√ü aus eigener Erfahrung, dass „gehirngerechte Pr√§sentationen“ –¬†wie es die leider viel zu fr√ľh verstorbene Vera F. Birkenbihl sagen w√ľrde¬†– in der Vorbereitung mehr Zeit in Anspruch nehmen. Aber diese Zeit ist gut investiert, da Meetings und Besprechungen dadurch erst effektiv werden.

Gerriet Danz, der Autor des besagten Projektmagazin-Artikels, gibt u.a. folgende Tipps:

  • mehr Emotionen, weniger Zahlen und Fakten
  • Geschichten und Metaphern in die Vortr√§ge und Pr√§sentationen einbauen (Storytelling)
  • Gegenst√§nde zeigen und verwenden
  • Demonstrationen einbauen
  • weniger ist mehr

Ich m√∂chte noch einen pers√∂nlichen Punkt erg√§nzen: Ich halte Power-Point nach wie vor f√ľr ein wichtiges Mittel zur Visualisierung. Allerdings sollten mind. 75% der Folien aus aussagekr√§ftigen Grafiken oder – besser noch – Bildern und Kernaussagen bestehen. Mir pers√∂nlich hilft dies, die gew√ľnschte „Story“ besser r√ľber zu bringen.

Aber von Zeit zu Zeit kann es leider auch passieren, dass der viel zitierte „Funke“ zum Publikum einfach nicht r√ľber springen mag – egal, wie (vermeintlich) gut die Vorbereitung war. Auch hierf√ľr gibt es wahrscheinlich viele m√∂gliche Gr√ľnde. Eine Erkenntnis bleibt aber: Das Verhalten sozialer Systeme kann man h√§ufig nicht rational verstehen, und schon gar nicht steuern oder beeinflussen.

Gut so.