Herdenverhalten

herdenverhalten_3.gifBildquelle: Marke-X.de

Sascha Langner betreibt eine der beliebtesten Internet-Seiten zum Thema Marketing. Ich schätze seine informativen und pragmatischen Beiträge sehr. Kürzlich hat Sascha einen sehr interessanten Artikel zum Thema „Herdenverhalten“ geschrieben. Endlich mal Tipps und Anregungen, die man 1:1 in die Praxis übertragen kann.

Omega Mapping

omegamapping_1.jpgBildquellen: kolesnik.ru

Durch einen Beitrag auf innovationwings.ch bin ich auf eine interessante Arbeits-, Kreativitäts- und Problemlösungsmethode aufmerksam geworden – „Omega Mapping„. Die Methode wurde von Vitaly Kolesnik entwickelt. Omega Maps werden in 4 Schritten erstellt. Hier ein Beispiel, durch das die folgende Anleitung hoffentlich etwas klarer wird:

omegamap.jpg

Uns so funktioniert’s:

1) Der Baum der Möglichkeiten

Sie schreiben „Alpha“ auf die linke Seite des Blattes und „Omega“ auf die rechte Seite. Die beiden Buchstaben werden durch eine kurze horizontale Linie (rechts neben dem Alpha und links neben dem Omega) ergänzt. Über der Linie neben dem Alpha schreiben Sie den Projektnamen.

Dann wird der Baum der Möglichkeiten entwickelt – nach demselben Prinzip, wie Sie Mindmaps entwickeln:

  • Informationen, die Sie haben oder die Ihnen noch fehlen
  • Annahmen und Alternativen, von denen Sie ausgehen
  • mögliche Wege der Projektrealisierung / mögliche Lösungswege

2) Definieren Sie den Fokus

Auf einem getrennten Ast beschreiben Sie das Problem oder die Projektaufgaben, die Sie lösen möchten. Versuchen Sie, diese Problemdefinition möglichst kompakt zusammen zu fassen.

Ein Tipp: Erstellen Sie ein gesondertes „Problemdefinitions-Mindmap“ ganz am Beginn. Hier können Sie sämtliche Indikatoren, offenen Fragen, Ideen, Annahmen etc. dokumentieren, die das Problem oder die Aufgabe beschreiben. Die zentralen Erkenntnisse dieses Mindmapping-Prozesses können Sie dann in das Omega Map übertragen.

3) Der Weg zum Omega Punkt

Nachdem Sie das Problem identifiziert haben, beginnen Sie, Ideen und Ansätze zur Lösung des Problems / der Aufgabe zu finden. Hierfür wenden Sie jene Kreativitäts- und Arbeitsmethode an, die Ihnen und Ihrem Team am besten entspricht. Hierfür benutzen Sie nach Bedarf ein weiteres Blatt (oder auch mehrere). Halten Sie alle Ideen fest und dokumentieren Sie dann jene, mit denen Sie das Problem eventuell lösen können.

Selektieren Sie die „Bestlösung“ nach folgenden Kriterien:

  • Welcher Lösungsansatz spricht die Teilnehmer/innen am meisten an?
  • Welcher Lösungsansatz ist am erfolgsversprechendsten?
  • Welcher Lösungsansatz hat das größte Entwicklungspotenzial?
  • Welcher Lösungsansatz passt am besten zum Projektumfang und zu den definierten Standards?

Nachdem Sie einen Lösungsansatz ausgewählt haben, benennen Sie den Lösungsansatz mit einem Wort und schreiben Sie die Lösung über die Linie links neben dem „Omega“.

4) Erstellen Sie die Rückwärts-Map

Erstellen Sie nun neue Verbindungen zwischen dem Omega Punkt hin zum Baum der Möglichkeiten, indem Sie nur jene Äste verbinden, die am besten zur gefundenen Lösung passen. Wenn Änderungen bei den Benennungen der Äste und Unteräste notwendig sind, werden diese natürlich durchgeführt.

Das Resultat: Sie erhalten ein Rückwärts-Map mit den besten und erfolgsversprechendsten Lösungen, um das (Projekt)Ziel zu erreichen.

Mein persönliches Fazit: Die Methode liest sich sehr spannend. Man muss sie aber wohl erst ausprobieren, um den Nutzen für die Praxis abschätzen zu können. Ich werde bei der nächsten Gelegenheit versuchen, die Methode zu testen und werde dann natürlich in diesem Blog ausführlich davon berichten.

Der 30-Minuten-Projektplan

Simplify your Projects“ lautet das Motto des PROJEKTMANAGEMENT BLOGS. Passend hierzu möchte ich Ihnen heute eine MindMap-Vorlage zur Grobplanung eines Projekts präsentieren:

pdf2.gif30 Minuten Projektplanung

Die Planungsschritte orientieren sich an den 6 W-Fragen. In ca. 30 Minuten sollte es damit möglich sein, ein neues Projekt inhaltlich grob zu umreißen und abzugrenzen („quick and dirty„). Auf dieser Basis kann eine erste Grundsatzentscheidung (Stop-or-Go) des Projektauftraggebers, des Kunden, der Geschäftsleitung etc. getroffen werden.

In der Regel ersetzt eine derartige Grobplanung nicht die Detailplanung.

Nachtrag vom 17. Juni 2007:

pdf2.gifHIER finden Sie die Version 2.0 des 30-Minuten-Projektplans.

Strategien gegen die Trägheit

dsc_0006.jpgpixelio.de

Bezugnehmend auf den letzten Blogeintrag möchte ich heute nochmal einige Gedanken zur Bekämpfung der gesellschaftlichen, betrieblichen und individuellen Trägheit zur Diskussion stellen.

Langfristige Strategien:

  • Eltern: Als Eltern haben wir die Pflicht, unsere Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich zu fördern. In jedem Kind steckt ein kleiner Entdecker, der darauf brennt, Neues zu lernen, zu erleben und auszuprobieren. Wir schaffen es aber offensichtlich, diese intrinsische Motivation durch unser Verhalten zu töten. „Fordern und fördern“ muss die Devise lauten. Aus kleinen Entdecker/innen müssen große werden.
  • Lehrer: Viele Lehrer/innen leisten Außergewöhnliches und erhalten dafür in der Regel viel zu wenig gesellschaftliche und auch finanzielle Anerkennung. Ich weiß, dass es unzählige Lehrer/innen gibt, die unsere Kinder weit über die Ausbildung hinaus prägen und formen, auch was die Wertehaltungen und persönlichen Fähigkeiten angeht. Genau solche Lehrer/innen brauchen wir überall. Die Entwicklung und Förderung beispielsweise sozialer und unternehmerischer Fähigkeiten gehören in jeden Lehrplan. Wir brauchen Kinder und junge Erwachsene, die lernwillig, lernfähig und offen im Denken sind.
  • Hochschullehrer/innen und Erwachsenenbildner/innen: Lernen muss ein lebensbegleitender Prozess sein. Unsere Hochschullehrer/innen und Erwachsenenbildner/innen müssen möglichst aktuelles und relevantes Wissen vermitteln, und dies bitte möglichst lernfreundlich und didaktisch hochwertig. Auch hier geht es darum, die Selbstlernfähigkeit bei den Student/innen und Weiterbildungswilligen zu entfachen. Denn Lernen ist immer ein höchst individueller Prozess.

Mittelfristige Strategien:

  • Unternehmer/innen und Führungskräfte müssen die Motoren für Innovation, Weiterentwicklung und Transformation im Unternehmen sein. Sie müssen den Wandel erkennen, Komplexität reduzieren, die strategisch richtigen Entscheidungen treffen, Weiterbildung und Entwicklung fördern und betriebliche Transformationsprozesse aktiv voran treiben. Change Management ist eine Überlebensstrategie, die vom Management vorgegeben, vorgelebt und eingefordert werden muss.

Kurzfristige Strategien:

  • Jede/r Einzelne: Fangen wir doch bei uns selbst an. Life-long-Learning, Work-Life-Balance, kontinuierliche Weiterentwicklung oder streben nach Top-Leistungen – all das können wir nur ganz alleine angehen. Wenn Sie noch heute damit beginnen möchten, empfehle ich den Podcast von Nicola Fritze zum Thema Motivation. 😉

Die Trägheit, die uns zum Verhängnis werden wird

Viele von uns sind träge geworden. Die Politik, ganze Unternehmen, deren Führungskräfte und Mitarbeiter, unsere Kinder – die Trägheit zieht sich durch unsere Gesellschaft wie ein roter Faden. Damit einher gehen Veränderungsresistenz, Selbstgefälligkeit, standhafte Verneinung von Entwicklungen und Trends. Einige Beispiele:

  • „So schlimm wird’s schon nicht werden.“
  • „Das hat früher doch auch geklappt. Soll denn jetzt plötzlich alles anders sein?“
  • „Was, in meinem Alter und in meiner Position soll ich mich noch weiterbilden?“
  • „Schule ist scheiße. Ich hänge lieber mit meinen Freunden ab.“
  • „Die Chinesen kochen auch nur mit Wasser.“

Doch, es wird so schlimm werden! Die Erfolgsrezepte früherer Tage werden zukünftig eventuell nicht mehr funktionieren. Wer sich heutzutage nicht ständig persönlich weiter entwickelt, wird schon bald die Rechnung dafür präsentiert bekommen. Dies wird insbesondere auch unsere Kinder treffen. Positive, leistungsfördernde Rahmenbedingungen kennen sie oft gar nicht – im Gegenzug demotivieren wir sie Tag für Tag. Oder wir schaffen es nicht, das Feuer (=intrinsische Motivation) in unseren Kindern zu entfachen. Und schlussendlich: JA, die Chinesen, Inder etc. kochen auch nur mit Wasser. Aber im Vergleich zu uns sind sie heiß auf Bildung, Wohlstand, Erfolge und Wachstum. Zudem sind sie uns zahlenmäßig deutlich überlegen. Nehmen Sie sich Zeit, das folgende 6-Minuten-Video anzusehen. Dann werden Sie wissen, was ich meine.

Wieder einmal hat mich Hannes Treichl mit seinem ANDERS|denken Blog zu diesem Beitrag inspiriert. Vielen Dank!

Die 5 wichtigsten Körperteile

body.jpgBildquelle: www.quarks.de

Nach Mr. Tomkins (Romanfigur in „Der Termin“ von Tom deMarco) sind die wichtigsten Körperteile eines Managers das Herz, der Bauch, die Seele und die Nase.

  • Das Herz um zu führen.
  • Der Bauch um zu vertrauen (und auf seine innere Stimme zu hören).
  • Die Seele um die Organisation zu beseelen.
  • Die Nase um zu riechen, wenn etwas stinkt.

Ich würde dieser Liste noch den Kopf hinzufügen.

  • Den Kopf, um mit einem scharfen Verstand zu analysieren, zu planen und zu denken.

"Man kann nicht nicht kommunizieren."

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Der österreichische Kommunikationswissenschaftler, Philosoph, Psychologe und Soziologe Paul Watzlawick ist, wie gestern bekannt wurde, am 31. März 2007 in seiner Wahlheimat Kalifornien verstorben. Paul Watzlawick hat mit seinen Theorien und Werken wesentlich zum heutigen Verständnis der zwischenmenschlichen Kommunikation beigetragen.

Nachruf

Wikipedia Seite über Paul Watzlawick