Leadership 2.0

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Vor einigen Monaten war im ManagerMagazin ein Interview mit dem Berater Michael Löhner mit folgendem Titel zu lesen: „Wir haben zu wenig gute Manager.“ Dem würde ich im Grunde zustimmen.

Management ist ein Beruf, der gelernt sein sollte. (Ich verwende die Begriffe Management und Führung übrigens synonym.) Und leider kann man gute (Menschen)Führung nur in sehr begrenztem Maße aus Büchern, Seminaren oder Vorlesungen lernen. Man muss es TUN, Erfahrungen sammeln und vor allem sein Denken und Handeln kritisch reflektieren – am besten gemeinsam mit einem oder mehreren Vertrauenspersonen.

Und klar muss auch sein: Perfektion im Management ist eine (gefährliche) Illusion. Führungskräfte sind selbstverständlich nicht unfehlbar. Im Gegenteil: Je kreativer, innovativer und dadurch auch riskanter sie handeln und entscheiden, umso häufiger können Fehler passieren.

Zurück zur Ausgangsthese, dass wir zu wenig gute Manager/innen haben. Mögliche Gründe hierfür.

  • Der Klassiker: The Peter Principle – „Beförderung bis zu Inkompetenz“. Aus Fachexperten werden Führungskräfte und Manager/innen. Doch ein exzellenter, erfahrener Fachexperte muss noch lange kein guter Manager sein.
  • In den traditionellen Manager-Ausbildungen (MBA’s, betriebswirtschaftliche Studien, Lehrgänge, Seminare etc.) werden häufig total veraltete Inhalte gelehrt, die an den heutigen Realitäten (Globalisierung, Dynamik, Komplexität, radikaler Wandel…) vorbei gehen. Zudem sind die Lehrer oft viel zu theoretisch orientiert. Gute Manager/innen brauchen natürlich einen theoretischen Background, aber angepasst und abgestimmt auf die heutige Praxis.
  • Unsere Manager/innen sind zu wenig mutig, kreativ und „crazy“. Radikale Zeiten erfordern radikales Management.
  • Die Strategien, Methoden und Vorgehensweisen, die früher zum Erfolg geführt haben, können heute genau das Gegenteil bewirken. Es ist aber ein zutiefst menschliches Verhalten, dass wir an dem festhalten, was wir aus der Erfahrung als erfolgsversprechend kennen.

Diese Liste ließe sich noch weiter fortführen.

Gestern durfte ich das Thema „Führung“ einen ganzen Tag lang mit ca. 50 Studierenden der Berufsakademie Ravensburg (die übrigens sehr interessiert und motiviert waren) gemeinsam erarbeitet. Hat Spaß gemacht.

Hier finden Sie das entsprechende Skriptum, und hier einen kleinen Vorlesungsblog mit weiteren Infos. Aus der Folienpräsentation gehen übrigens primär die theoretischen Modelle und Inhalte hervor, die behandelt wurden. Zu den abseits diskutierten Prinzipien und zu meinem persönlichen Führungsverständnis eines „Leadership 2.0“ werde ich in den nächsten Tagen einen Blogeintrag schreiben.

Managementkybernetik – Professioneller Umgang mit Komplexität

800px-william_ross_ashby.jpgWilliam R. Ashby

Komplexität ist das Grundproblem des Managements. Jene Unternehmer, Führungskräfte und Expert/innen, die mit Komplexität professionell und systematisch umgehen können, werden zukünftig mehr denn je gefragt sein. Denn professioneller Umgang mit Komplexität

  • erhöht die Geschwindigkeit und Effizienz der Problemlösung und gleichzeitig auch
  • die Treffergenauigkeit und Qualität der Ergebnisse (Effektivität).

Der Ansatz der Managementkybernetik bietet viele Lösungsansätze und Antworten auf Probleme im Umgang mit komplexen Situationen. Die folgende Präsentation soll Ihnen einen Überblick über dieses zentrale Management-Thema bieten. Viel Spaß damit!

managementkybernetik_startup_euregio_2007.pdf

Angemessen gekleidet sein

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Kleider machen Leute. Deshalb ist eine dem Anlass angemessene Kleidung sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag sehr wichtig. Im Soft-Skills-Blog von Dr. Tomas Bohinc habe ich diese interessante Auflistung gefunden:

  • casual wear / Freizeitkleidung: Hier sind Sie mit einem Hemd oder T-Shirt, Jeans, sportlichen oder sonstigen bequemen Röcken (Damen) oder Hosen (Herren) gut angezogen. Im Sommer oder in südlichen Ländern können Damen auch kurze Rücke und Herren auch Bermudas oder Shorts tragen.
  • smart casual / gehobene Freizeitkleidung: Hier sollte die Dame ein Kostüm oder einen Hosenanzug tragen und der Herr einen Anzug oder Kombination. Geschlossene Schuhe sind nicht zwingend. Und die Herren können auch Ihre Krawatte zu Hause lassen.
  • business casual: Hier zieht man sich an wie im Büro; also Hemd oder Bluse, Jackett, Für die Herren ist eine Krawatte nicht zwingend. Ihre Jeans sollten Sie bei diesem Dresscode zu Hause lassen.
  • business attire / Businesskleidung: Hier sind Kostüm, Business-Anzug, Bluse Hemd und Krawatte Pflicht.

Projektkommunikation: Ein zentraler Erfolgsfaktor

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Diverse Studien belegen, was jedem/jeder erfahrenen Projektmanager/in klar sein sollte:

Die Projektkommunikation ist ein zentraler Erfolgsfaktor (wenn nicht DER zentrale Erfolgsfaktor).

Wenn Informationen im Projekt nur schleppend oder gar nicht fließen, passieren Fehler, die Beteiligten arbeiten unkoordiniert in verschiedene Richtungen, dies wiederum führt fast zwangsläufig zu Konflikten und zu Demotivation. Deshalb hier meine Kommunikations-Tipps für den Projektalltag:

  1. Persönliche Gespräche: Sind durch nichts zu ersetzen. Besonders wichtig und wertvoll: Auch mal abseits des Alltags gemeinsam auf ein Feierabend-Bierchen gehen.
  2. Telefon: Angesichts der modernen, elektronischen Medien sind wir verleitet, das Telefon als Kommunikationsmedium zu vernachlässigen. Trotzdem ist der regelmäßige telefonische Kontakt mit den Projektmitgliedern sehr wichtig, um beispielsweise den Status der Aufgabenerledigung abzufragen, möglichen Problemen auf den Grund zu gehen oder einfach mal ein direktes Feedback zur letzten Sitzung einzuholen. Wenn Sie (zumindest) regelmäßigen telefonischen Kontakt mit Ihren Teammitgliedern und Stakeholdern halten, bleiben Sie als Projektleiter/in „am Ball“.
  3. Projektsitzungen: Müssen unbedingt gut vor- und nachbereitet werden! Keine Sitzung ohne klare Ziele und Agenda. Zudem müssen Sitzungen entsprechend moderiert und die Ergebnisse prägnant protokolliert werden.
  4. Power-Teams: Intensive Team- und Arbeitssitzungen zu Zweit oder zu Dritt, in denen gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird. Optimale Dauer: 30 Minuten – 2 Stunden.
  5. Projekt-Blog: Hervorragende Möglichkeit, um Informationen nach dem Pull-Prinzip zu verteilen (anstatt Push wie beispielsweise e-Mail). Dies erfordert allerdings grundlegende Kenntnisse, wie ein Blog eingerichtet und gepflegt wird. Vorteile: Die einzelnen Teammitglieder finden immer den aktuellen Status im Blog – außerdem sind die wichtigsten Ereignisse, Dokumente und Informationen wie in einem Tagebuch gesichert.
  6. e-Mail / Aktennotizen / Briefverkehr: Eignet sich insbesondere für jenen Teil der Informationen, die schriftlich dokumentiert sein sollten (Anweisungen, Freigaben, Kundenkommunikation etc.).
  7. Internet-Konferenzen: Auch eine sehr interessante und wirkungsvolle Möglichkeit der Kommunikation – gerade bei räumlich getrennten Projektteams. Voraussetzung: Die Teammitglieder müssen technisch versiert sein.

Ich persönlich bin ein „Fan“ der direkten, persönlichen Kommunikation. Nur bleiben Sie als Projektmanager/in wirklich auf dem Laufenden. Zudem signalisieren Sie allen Projektbeteiligten, dass Sie die Zügel in der Hand halten und dass Ihnen der Projekterfolg am Herzen liegt. Weiterer Vorteil: Bestimmte Probleme oder Konflikte treten erst in persönlichen Gesprächen zutage.

Weitere Blogeinträge, in denen das Thema (direkt oder indirekt) Projektkommunikation behandelt wird: