Managementdenker 2007

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Die Ideen und Konzepte welcher Managementdenker muss man heutzutage kennen? Prof. Dr. Weber versuchte 2005, diese Frage im Rahmen einer groß angelegten Studie zu beantworten.

Ergebnis Deutschland (2005):

Rang 1 Peter Drucker (19,1 %)
Rang 2 Hermann Simon ( 9,5 %)
Rang 3 Fredmund Malik ( 7,9 %)
Rang 4 Michael Porter ( 5,4 %)
Rang 5 Philip Kotler ( 5,1 %)
Rang 6 Tom Peters ( 4,4 %)
Rang 7 Dieter Brandes ( 4,1 %)
Rang 8 Jack Welch ( 3,9 %)
Rang 9 Anne Koark ( 3,8 %)
Rang 10 Reinhard Sprenger ( 3,6 %)

Ergebnis Österreich:

Rang 1 Peter Drucker (22,6%)
Rang 2 Fredmund Malik (13,2%)
Rang 3 Jack Welch (11,3%)
Rang 4 Michael Porter (11,3%)
Rang 5 Tom Peters (7,5%)

Ergebnis Schweiz:

Rang 1 Fredmund Malik (15,5%)
Rang 2 Peter Drucker (14,1%)
Rang 3 Philip Kotler (9,8%)
Rang 4 Jack Welch (7,0%)
Rang 5 Michael Porter (4,2%)

2007 soll ein neues Ranking erstellt werden. Hier können Sie Ihre Stimme abgeben.

Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung

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Prof. Gröger kommt in seiner Studie „Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung“ (hier geht’s zur Kurzversion) zu dem Schluss, dass allein in Deutschland jährlich mindestens 150 Milliarden EUR (!) durch mangelhafte Projektarbeit „verbrannt“ werden.

Eine aktuelle Studie des deutschen Beratungsunternehmens Infora in Kooperation mit der PR-Agentur meetBIZ & Denkfabrik kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Lesen Sie hier die entsprechende Pressemeldung (Quelle: derStandard.at vom 12.7.2007): it_projektflops_derstandard.pdf

Grundsätzlich haben wir 2 Möglichkeiten, wie wir mit derartigen Meldungen umgehen:

  1. Wir ignorieren sie, da sie auf unser Unternehmen nicht zutreffen.
  2. Wir nehmen die Zahlen zum Anlass, das Projektmanagement in unserem Unternehmen weiter zu professionalisieren, um so die Scheiterungsquote zu reduzieren.

Was werden Sie tun?

pdf2.gif Nachtrag: Hier finden Sie noch das erste Kapitel der Langversion der Gröger-Studie als PDF-Download.

Querdenker an die Macht

Anja Förster und Peter Kreuz haben sich mit dem Thema Business Querdenken in Europa einen Namen gemacht. Ich bin immer wieder begeistert von ihren Ideen, Ansätzen und Ratschlägen. Die beiden leben für das Querdenken – das spürt man in allen Publikationen, Vorträgen und Newsletter-Aussendungen.

Ich empfehle dringend, den „Beratungsletter“ unter www.business-querdenken.de zu abonnieren. Ein echter Mehrwert!

Wir brauchen wieder mehr leidenschaftliche Querdenker, Vordenker, Macher und echte Unternehmer. Und klar ist auch, Leidenschaft kann Leiden schaffen. Das braucht eine gesunde Portion Mut, Risikobereitschaft und Leidensfähigkeit. 😉

(via)

Working with idiots can kill

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Stress ist einer der Hauptgründe für Herzinfarkte, das dürfte bekannt sein. Wissenschaftler der schwedischen Universität Lindbergh haben nun heraus gefunden, dass die Zusammenarbeit mit „Idioten“ eine der tödlichsten Formen von Stress ist. Lesen Sie hier den entsprechenden Artikel auf „Management Issues“.

Schlussendlich ist es aber die Entscheidung eines jeden Einzelnen, in welchem beruflichen Umfeld er oder sie arbeiten möchte. Jammern bringt Sie keinen Millimeter weiter. Sie müssen „halt einfach“ versuchen, ein möglichst motivierendes, lernförderndes und sinnstiftendes Arbeitsumfeld für sich zu finden.

Love it – change it – or leave it!

(via)

Übrigens: In der Online-Ausgabe der österreichischen Wirtschaftszeitung DerStandard habe ich gerade noch folgenden interessanten Bericht gefunden, der auch zu diesem Thema passt: it_burnout_derstandard.pdf

HIER geht’s zum Stress-Special von DerStandard – sehr informativ!

Nachtrag 24.7.: Immer mehr Lehrlinge sind vom Burnout-Syndrom betroffen.

Managementkonzepte: Schlüssel zum Erfolg oder Grund allen Übels

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Top-Manager sind heutzutage nicht zu beneiden. Aus dem kaum überblickbaren Dschungel an Managementkonzepten und -theorien müssen sie die vermeintlich richtigen für ihr Unternehmen heraus filtern. Sonst kommt es zu solchen (oder ähnlichen) Gesprächen:

Klar sind wir ISO-zertifiziert. Geschäftsprozessmanagement? Selbstverständlich, praktizieren wir, auf SAP-Basis. In der strategischen Unternehmensplanung setzen wir primär auf Porters Ansätze. BSC und Lean Management haben wir schon vor Jahren eingeführt, und auch die HR-Funktion ist von strategischer Bedeutung. Derzeit optimieren wir gerade das unternehmensweite Projektmanagement. Danach sind SOX, ITIL und Six Sigma geplant. Übrigens, kennen Sie schon…“.

In manchen Unternehmen ist dieser „Management-Overkill“ Realität – meist mit mehr negativen als positiven Auswirkungen. Eine zu hohe Regelungs- und Organisationsdichte wirkt sich in der Regel demotivierend auf Mitarbeiter/innen und Manager aus. Gleichzeitig stecken in manchen erprobten Konzepten auch riesige Chancen für Unternehmen. Die große Herausforderung besteht eben darin, einen gesunden Mittelweg zu finden und die richtigen Prioritäten zu setzen.

Dieter Heuskel, Senior Vice President der Boston Consulting Group, umschreibt diesen Sachverhalt überaus treffend:„[…] jeder Manager muss lernen, sich aus dem Angebot aus alten und aktuellen Antworten die für sein Unternehmen und seine Situation passende abzuleiten. Was zählt, ist nicht so sehr der elegante Gedanke, sondern die Wirksamkeit im Ergebnis. Denken und Handeln gehören untrennbar zusammen. Denn aus der Geschichte der Managementkonzepte lässt sich vor allem eines lernen: Sie sind immer nur so gut wie ihre individuelle Umsetzung.“

Recht hat er!

Lassen Sie mich kurz zusammen fassen:

  • Versuchen Sie, den richtigen Mix aus alten und neuen Konzepten, Theorie und Hausverstand sowie standardisierten und selbst gestrickten Lösungen zu finden.
  • Haben Sie den Mut, eingetretene Pfade zu verlassen.
  • Machen Sie nicht jeden Trend mit – aber informieren Sie sich aber laufend über neue Ansätze, Modelle, Ideen etc.
  • Setzen Sie auf 80/20 Lösungen. Perfektionismus ist ohnehin eine Illusion.
  • Suchen Sie nach einfachen Lösungen. Keep it simple.
  • Messen Sie den Erfolg an der Wirkung. Alles was wirkt, ist auch gut.

Mindeststandard für Kleinprojekte

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Die Arbeitsform Projekt macht nicht nur für sehr große Vorhaben Sinn. Auch kleinere Aufgaben können im Unternehmen als Projekt definiert und organisiert werden. Beispiele:

  • Machbarkeitsstudien
  • Messeauftritte
  • technische Vorstudien
  • Grobkonzepte etc.

Die Eckpunkte eines derartigen „Kleinprojekts“ können beispielsweise wie folgt definiert sein:

  • 1 Projektleiter/in, 3 Projektteammitglieder
  • Dauer: 3 Monate
  • Arbeitsaufwand: 3 Arbeitswochen
  • Projektbudget: 12.000 EUR (Personalkosten, Reisekosten, Workshopkosten)

Mindeststandard für Kleinprojekte:

  1. Warum machen wir das Projekt überhaupt? –> übergeordnete Ziele, Hintergrund
  2. Was soll erreicht werden? –> konkrete, messbare Ziele / Outputs
  3. Wer arbeitet mit? –> Projektleiter/in, Projektteammitglieder
  4. Wie können wir die Ziele erreichen? –> To-Do-Liste mit klaren Verantwortlichkeiten
  5. Wann sollen die einzelnen Zwischenergebnisse fertig sein? –> (Meilenstein)Termine festlegen
  6. Wieviel darf das Projekt kosten? –> notwendige personelle, finanzielle und sachliche Ressourcen

Hier können Sie eine Vorlage einer Projektskizze für Kleinprojekte herunter laden: projektskizze_kleinprojekte.doc

Boeing's Project Management Approach

Programm- und Projektmanagement sind in der Luftfahrtindustrie absolut kritische Erfolgsfaktoren. So ist Airbus durch schwerwiegende Probleme im Entwicklungsprogramm des A380 in die Krise geraten. Und Boing hat gestern sein – nach eigenen Angaben revolutionäres – Großraumflugzeug (den Dreamliner 787) vorgestellt. Allerdings verlief auch dieses Riesenprojekt nicht ganz ohne Probleme, was aber bei derartigen Größenordnungen wohl kaum zu vermeiden ist.

Das Projekt Dreamliner ist durchaus imposant – doch sehen Sie selbst:

Da wäre es doch nur zu interessant, etwas mehr über „Boeing’s Project Management Approach“ zu erfahren, nicht? Hier zwei aus meiner Sicht recht interessante Links: