Träger der Innovation ist immer der Mensch

„Die Innovationskraft eines Unternehmens ist kein Glücksfall, sondern Ergebnis gezielten Managements. Eine Schlüsselfunktion haben dabei die Mitarbeiter. Das ergab eine Vergleichsstudie, die vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien im Rahmen des Projektes

Wie komplex ist Ihr Projekt?

473346829_17dd4908bf.jpg Bilderquelle Flickr

Gute (Projekt)Manager/innen können gut mit komplexen Situationen umgehen. Oder wie Malik zu sagen pflegt:

„Kompetente Erfüllung insbesondere der Top-Management Aufgaben hängt unmittelbar von der Fähigkeit ab, mit Komplexität virtuos umzugehen.

IPMA Competence Baseline Version 3.0 zum kostenlosen Download

Die IPMA (International Project Management Association) ist mit ca. 40.000 Mitgliedern in 40 Ländern der weltweit zweitgrößte Verband im Projektmanagement. Gerade bin ich auf einen Link gestoßen, wo die neueste Version der „IPMA Competence Baseline“ kostenlos herunter geladen werden kann:

pdf2.gifIPMA Competence Baseline (ICB) 3.0

Die ICB stellt einen ganzheitlichen PM Standard dar, der aus meiner Sicht insbesondere auch als Grundlage zur Definition unternehmensinterner PM Spielregeln herangezogen werden kann. Viel Spaß beim Durcharbeiten – denn die neue ICB umfasst immerhin 212 Seiten 😉

Wissenschaft, die Wissen schafft…

Vielfach wird Wissenschaftlern vorgeworfen, dass sie viel zu weit weg von der Praxis operieren. Und was nützt all das Wissen, wenn es in der Praxis nicht ankommt? Genau gar nichts!

Das Web 2.0 Portal SciVee möchte zur Verbesserung dieser Situation einen Beitrag leisten. Hier das Funktionsprinzip (coole Sache, wenn’s funktioniert):

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Ich persönlich bin ein Verfechter folgender Maximen:

  • Die Maxime der praxisgeleiteten Theorie.
  • Die Maxime der theoriegeleiteten Praxis.

Denn wir alle sind uns weitgehend einig, dass Wissenschaft ohne (wenn auch langfristigen) Praxisbezug eine reine Ressourcenvernichtung darstellt. Wir sollten aber auch nicht vergessen, dass wir oftmals in der Praxis völlig darauf „vergessen“, auf bereits bestehendes Wissen zurück zu greifen. Ich sehe hier ein enormes Potenzial in vielen Unternehmen.
Abschließende Bemerkung: Die Rolle eines guten Managementberaters, Trainers, Fachexperten oder auch Hochschuldozenten sollte darin bestehen, eine Transformations- und Brückenfunktion zwischen Theorie und Praxis wahrzunehmen – also Theorie für die Praxis nutzbar zu machen und umgekehrt einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Theorie (des Wissens) zu leisten.

IT-Governance und Projekt-Portfolio-Management (PPM)

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IT-Governance ist die Organisation, Steuerung und Kontrolle der IT eines Unternehmens durch die Unternehmensführung zur konsequenten Ausrichtung der IT-Prozesse an der Unternehmensstrategie.“ (Quelle Wikipedia) Schön und gut, aber was bedeutet das für die Praxis?

In jedem Fall zählt IT-Governance (auch IT-Infrastruktur und IT-Service-Management) laut aktueller CapGemini-Studie pdf2.gif zu den 3 wichtigsten Trends in der IT. Denn IT ist immer weniger „nur“ eine unterstützende Funktion und immer mehr ein strategischer, wettbewerbsrelevanter Faktor für viele Unternehmen. Entsprechend müssen auch IT-Investitionen, Projekte und Programme gut überlegt und vor allem mit der Unternehmesstrategie akkordiert sein (IT-Alignment).

Faktoren und Funktionen von IT-Governance (Quelle):

  • Portfolio Management: Steuerung der IT-Investitionen
  • Project Management: Einleitung, Planung und Verfolgung von Projekten.
  • Resource Management: Analyse der Ressourcenkapazität und Abschätzung der der Auswirkungen von Projektänderungen auf die Ressourcen
  • Demand Management: Unterstützung der IT bei der Erfassung aller Bedarfsquellen und der Kanalisierung von Anforderungen durch entsprechende Genehmigungen.
  • Financial Management: umfassende Beurteilung von Finanzindikatoren und Verwaltung von Lebenszykluskosten.
  • Application Portfolio Management: Ausweitung des PPM-Prozesses auf die Business-Anwendungen.

Projektmanagement rückt in diesem Zusammenhang immer mehr ins Zentrum der Überlegungen. Denn viele Unternehmen haben erkannt, dass ein systematisches, unternehmensweites Projekt-, Programm- und Projekt-Portfolio-Management (Enterprise Project Management, Projektorientiertes Unternehmen) die Lücke zwischen Strategie und operativem Geschäft schließen kann.

HIER finden Sie einen guten Artikel zu genau diesem Thema. („IT-Governance und Portfolio-Management„)

Mein Fazit:

  • Unternehmensweites Projektmanagement wird immer mehr zum unverzichtbaren Bestandteil moderner Managementsysteme und zukünftsfähiger Hochleistungsorganisationen.
  • Die Relevanz von Projektmanagement ist in vielen Unternehmen in den Bereichen IT-Management und Innovationsmanagement / Produktentwicklung besonders hoch. Deshalb sollten Sie in diesen Bereichen auch mit der PM-Professionalisierung starten – hier ist das Potenzial am größten.
  • Internationale Standards (PMBOK, ITIL, CMMI, Stage-Gate…) sind wichtige und wertvolle Grundlagen, um das Projektmanagement zu optimieren. Trotzdem sollten Sie versuchen, diese Standards entsprechend auf Ihre Rahmenbedingungen und Bedürfnisse herunter zu brechen und vor allem einfach zu beginnen!

Simplify your Project Management!

Aller Anfang ist schwer. Wege und Irrwege der Projektinitiierung.

Bilderquelle

Praktiker und auch Theoretiker sind sich weitgehend einig, dass die Qualität der Initiierung von Projekten für den späteren Erfolg absolut entscheidend ist. Diesem Thema widmed sich auch Winfried Berner, der Begründer der „Umsetzungsberatung„. (Auf seiner Seite finden Sie Übrigens auch einen Internet-Guide zum Thema Change Management, der meiner Ansicht nach zu dem absolut Besten gehört, was Sie zu dem Thema [kostenlos] im Netz finden können.)

Winfried Berner beschreibt sehr treffend Wege und Irrwege der Projektinitiierung. Kommt Ihnen der eine oder andere Ansatz bekannt vor?

  1. Willfähiger Ansatz: Zuallererst müssen wir herausfinden, was die Geschäftsleitung hören möchte. Weiß da jemand etwas darüber?
  2. Fetischistischer Ansatz: Wir müssen uns nur ganz exakt an die Methodologie halten und alles minutiös planen, dann kann nichts mehr schief gehen.
  3. Aktionistischer Ansatz: Lasst uns keine Zeit mit Planung verlieren