Event-Tipp: PMI Chapter Frankfurt

Am 2. und 3. November 2008 findet in Frankfurt die jährliche PM-Konferenz des PMI Chapter Frankfurt statt (in Kooperation mit allen PMI Chapters im deutschsprachigen Raum).

Interessantes Thema: Der menschliche Faktor. Neue Trends – Neue Plattformen – Neue Möglichkeiten.

Als Keynote Speaker sind Tom deMarco („Der Termin“) und Prof. Dr. Hans Wüthrich („Musterbrecher“) geladen. Falls es sich bei mir irgendwie ausgeht, werde ich da sein.

Was für die PMP’s unter Ihnen interessant sein könnte: Es gibt 13 PDU’s für eine Teilnahme. Weitere Infos und Anmeldung direkt beim PMI Chapter Frankfurt.

Zum Herunterladen: PMI Event Folder (PDF)

Mensch, ärgere Dich nicht!

Das neue Header-Bild für den PM-Blog habe ich bewusst so gewählt. Denn ich bin davon überzeugt, dass man gerade im oft hektischen, von Druck getriebenen und mit zwischenmenschlichen Konflikten gespickten Projektgeschäft nur mit einer guten Portion Gelassenheit, positivem Denken und Spaß weiter kommt. Genau wie beim Mensch-ärgere-dich-nicht-spielen.

Einfach zwischendurch mal tief durchatmen, zur Ruhe kommen, sich gedanklich in die Lage anderer versetzen oder auch mal über eine total besch****** Situation schmunzeln – so lässt sich der Projektalltag wesentlich leichter und vor allem auch erfolgreicher meistern.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende! (vielleicht mit einer Partie Mensch-ärgere-dich-nicht?

PS: Danke übrigens auch nochmal an Lukas Hämmerle, von dem Idee und Umsetzung des Bildes stammen.

Meta-Sprache für das Risikomanagement

Der professionelle und pro-aktive Umgang mit Risiken (= Unsicherheiten) in Projekten ist ein absolut erfolgskritischer Faktor. Denn schlussendlich geht’s im Projektmanagement immer wieder um die Minimierung/Eliminierung von Gefahren und das Ausnutzen von Chancen. Denn ein Risiko kann immer Gefahr und/oder Chance für den Projekterfolg bedeuten (wie ich hier schon mal etwas ausführlicher beschrieben hatte).

Dr. David Hillson, PMP, ist ein anerkannter internationaler Experte im Bereich (Project) Risk Management. Mit der – wie ich finde recht witzigen – Marke „Risk Doctor“ ist er bereits seit vielen Jahren als Berater, Trainer und Coach erfolgreich unterwegs. Unter anderem publiziert er auch einen regelmäßigen Newsletter – das Risk Doctor Briefing. Für Deutschsprachige besonders wichtig und wertvoll: der Newsletter wird auch ins Deutsche übersetzt (von Thomas Wuttke, PMP).

Im aktuellen Risk Doctor Briefing schreibt Dr. Hillson über die Bedeutung einer möglichst unmissverständlichen und eindeutigen Beschreibung von Risiken. Dem kann ich nur vollinhaltlich zustimmen! Dem Grundsatz der eindeutigen Klärung von Begriffen und Fakten möchte ich noch folgendes hinzufügen: Klarheit in der Sprache führt zu Klarheit im Denken führt zu Klarheit im Handeln. Darum geht’s immer wieder – nicht nur in Projekten sondern in ganz vielen Lebensbereichen.

Genau deshalb plädiert Dr. Hillson für die Einführung einer „Risiko-Metasprache“. Damit meint er, dass Risiken in Projekten immer auf dieselbe Weise beschrieben werden sollten. Seine Metasprache enthält drei Elemente bzw. Stufen:

  1. Ursachen sind definitive Fakten, die jetzt existieren oder zukünftig auftreten können. Ursachen sind nicht grundsätzlich unsicher, aber sie können Unsicherheiten, nämlich Risiken auslösen.
  2. Risiken wiederum sind Beschreibungen von (technischen, kommerziellen etc.) Unsicherheiten oder auch fehlerhaftem Verhalten.
  3. Auswirkungen schlussendlich beschreiben die konkreten (negativen oder auch positiven) Konsequenzen, die mit dem Eintritt des Risikos verbunden sein können. Auswirkungen betreffen idR Projektbereiche wie Zeit, Kosten, Qualität, Leistung, Sicherheit, Umwelt etc.

Hillson nennt folgendes Beispiel:

Wir sind besorgt, weil unsere Firma für ein innovatives Projekt keine entsprechende Erfahrung besitzt. Risiko-Metasprache hilft, diesen Sachverhalt weiterzuentwickeln: